Fußball: Davertpokal
BW Ottmarsbocholt außer Rand und Band

Ascheberg -

Zwei Publikumsmagneten – Ausrichter TuS Ascheberg und Union Lüdinghausen – sind bereits ausgeschieden. Für die große Überraschung an Tag eins sorgte ein B-Ligist.

Freitag, 03.01.2020, 22:51 Uhr aktualisiert: 03.01.2020, 22:58 Uhr
Bester Mann auf dem Parkett war am Freitagabend Niklas Hüser (M.). Trotzdem schied sein Team, Union Lüdinghausen, aus.
Bester Mann auf dem Parkett war am Freitagabend Niklas Hüser (M.). Trotzdem schied sein Team, Union Lüdinghausen, aus. Foto: flo

Tag eins beim Davertpokal endete mit einem Paukenschlag: In einem zum Ende hin dramatischen Finale um den zweiten Gruppenplatz zwischen Bezirksligist Union Lüdinghausen und BW Ottmarsbocholt behielt der B-Ligist überraschend mit 4:3 die Oberhand. Otti außer Rand und Band, Union draußen.

Für den weiteren Turnierverlauf ist das eher keine so gute Nachricht: Erstens mobilisieren die Schwarz-Roten neben Gastgeber Ascheberg (ebenfalls ausgeschieden) und dem SV Herbern (greift am Samstag ins Geschehen ein) traditionell die meisten Fans. Und zweitens hätte man, zumindest als neutraler Fan, schon gern Niklas Hüser am Sonntag noch mal gesehen. Nicht nur seiner fünf Treffer wegen war der Lüdinghauser am Freitag – gruppenübergreifend – bester Mann auf dem Parkett.

Hüser bester Mann, BWO nutzt Patzer

Was die Leistung der Blau-Weißen in keiner Weise schmälern soll. Schon beim 5:2 über den TuS „haben wir geduldig auf die Fehler des Gegners gewartet“, lobte BWO-Co-Trainer Patrick Döhla seine Mannen. Gleiches passierte später im Gruppenendspiel. Die Lüdinghauser, denen ein Remis fürs Weiterkommen gereicht hätte, führten durch – wen sonst? – Hüser mit 1:0. Alexander Hibbe glich aus, kurz darauf traf Fode Camara zum 2:1 für den Favoriten. Doch Frederik Volbracht und zwei Mal Daniel Beutel drehten – begünstigt durch Patzer des Lüdinghauser Keepers Mirco Fabry – das Match noch. Das 4:3 des BWO-Knipsers fiel Sekunden vor der Sirene, ebenfalls in der Schlussminute hatte Sven Görlich erst ausgeglichen. „In den Partien gegen Otti und Wethmar hat uns die Cleverness gefehlt“, so Benedikt Vester, der den verhinderten Chefcoach Tobias Tumbrink vertrat. Zu allem Überfluss hatte Nahit Tafolli im Spiel gegen die Westfalia Rot gesehen.

Halb so wild fand TuS-Coach Martin Ritz das frühe Aus seines Teams: „Wir haben halt keine ausgewiesenen Hallenzocker in unseren Reihen.“ Solche besitzt Münster 08 2 im Überfluss. Der Titelverteidiger agierte in den ersten beiden Partien fehlerlos und zog souverän in die Endrunde (Sonntag, 13.30 Uhr) ein – begleitet vom Vorjahresdritten Davaria Davensberg.

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