Fußball: Regionalliga West
Schulze Niehues mit Preußen gegen Ex-Club Düsseldorf

Münster -

Saisonspiel 14 steht an, keine leichte Aufgabe für den SC Preußen Münster im eigenen Stadion gegen Fortuna Düsseldorf II. Am Samstag um 14 Uhr kehrt der zuletzt malade Max Schulze Niehues wieder ins Tor zurück gegen seinen Ex-Club, für den er von 2008 bis 2011 in der NRW-Liga und Regionalliga spielte.

Freitag, 20.11.2020, 15:52 Uhr aktualisiert: 20.11.2020, 18:44 Uhr
Kommt ein Max Schulze Niehues geflogen. Vor über neun Jahren kehrte er aus Düsseldorf zum SCP zurück, heute ist er die Nummer eins.
Kommt ein Max Schulze Niehues geflogen. Vor über neun Jahren kehrte er aus Düsseldorf zum SCP zurück, heute ist er die Nummer eins. Foto: Jürgen Peperhowe

Keine Partie wie jede andere. Nun gut, es geht auch am Samstag im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf II nur um drei Punkte. Aber a) will Regionalligist Preußen Münster weiter den Top-Teams von Borussia Dortmund II und RW Essen auf den Fersen bleiben, b) hat es für Torwart Max Schulze Niehues schon eine Bedeutung, gegen seinen Ex-Club zu spielen, und c) haben Münsters Jungspunde Dominik Klann , Marcel Hoffmeier, Nicolai Remberg, Joel Grodowski und Ousman Touray noch ein bisschen gutzumachen gegen die Düsseldorfer Reserve. 

Aber der Reihe nach: Rein sportlich betrachtet ist dies der Vergleich der Tabellennachbarn, die Zweitvertretung des Zweitligisten spielt eine starke Saison und verlor lediglich gegen RW Essen (0:2). Mit Steffen Meuer hat die Fortuna einen echten Knipser in ihren Reihen, er markierte acht Tore in neun Einsätzen. „Der bombt, das wundert mich nicht. Von dem werden wir noch was hören“, sagt SCP-Coach Sascha Hildmann. Zu seiner Zeit als Trainer des 1. FC Kaiserslautern wollte er den heute 20 Jahre alten Angreifer verpflichten. Das klappte nicht, genauso wenig wie später bei Cedric Euschen, der im Sommer in Münster im Probetraining war.

Lehrreiche Zeit

SCP-Keeper Schulze Niehues kehrt nach Magen-Darm-Infekt nicht nur ins Tor der Preußen zurück, sondern trifft auf den einzigen anderen Profi-Verein seiner Karriere. Der 32-Jährige spielte von 2008 bis 2011 am Rhein, über den TuS Freckenhorst, die Warendorfer SU und die Preußen führte sein Weg. Den Durchbruch beim Zweitligisten Düsseldorf schaffte er gegen die Konkurrenten Michael Melka und Michael Ratajczak nicht.

„Aber für mich war die Zeit sehr wichtig. Ich habe zwei, drei Jahre gebraucht, um bei den Senioren zurechtzukommen“, blickt er zurück. „Ich wäre heute nicht da, wo ich bin, hätte ich die Zeit bei Fortuna nicht gehabt.“ Mit Ex-Trainer Goran Vucic hat er immer noch Kontakt, Adam Bodzek spielt noch in der Ersten, der 38 Jahre alte Routinier Oliver Fink nun in der U 23. Er ist aber gelb-gesperrt. Schulze Niehues: „Ihn hätte ich gerne auf dem Platz gesehen.“

Personelle Änderungen

Münsters Jungspunde von Klann bis Remberg wollen es am Samstag klar besser machen als noch im November. Da bekam der SCP in einem Testspiel eine 0:3-Abreibung verpasst, Sven Hübschers Ära lag da in den letzten Zügen beim SCP. Nun schwört sein Nachfolger Sascha Hildmann auf seine „Boygroup“.

Samstag will der SCP erstmals auch eine Spitzenmannschaft bezwingen. „Düsseldorf hat viel Qualität, da wartet schon eine Aufgabe auf uns“, meint er. Nach dem 4:0-Sieg in Lippstadt hat er wenig Grund zu Umstellungen. Klar, Schulze Niehues ist statt Marko Dedovic wieder erste Wahl. Ansonsten wären Änderungen überraschend. Hildmann: „Welche Argumente hätte ich zu wechseln?“ Eigentlich nur die, dass er es als Trainer besser weiß als der Rest der Experten. Die Antwort wäre dann das Endergebnis.

  • SCP: Schulze Niehues – Schauerte, Scherder, Erdogan, Heidemann – Klann, Mekonnen – Langlitz, Remberg, Grodowski – Altilgan.

 Liveticker von der Partie ab 13 Uhr

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