Greven
Norbert Gellenbeck: „Im Kader muss sich etwas tun“

Sonntag, 13.02.2011, 17:02 Uhr

Greven - Der Mann hinter den DJK-Fußball-Kulissen heißt Norbert Gellenbeck . Er koordiniert die Seniorenmannschaften bei den Blau- Weißen. Mit dem bisherigen Abschneiden der Mannschaft ist auch er nicht zufrieden, nennt aber gegenüber WN-Redakteur Winfried Kitzmann plausible Gründe. Ferner gibt er einen Ausblick, wohin die DJK-Reise gehen soll.

Das zweite Jahr nach dem Aufstieg erscheint fast immer schwieriger zu sein. Liegt das schwache Abschneiden daran?

Gellenbeck: In der Tat haben wir mehr erwartet, wenn man auf die Tabelle schaut. Wir haben uns vor der Saison nicht so gezielt verstärkt, wie wir es vielleicht hätten machen sollen. Wir hatten einige Abgänge zu verkraften. Florian Micke und Henning Stamm stehen nicht mehr uneingeschränkt zur Verfügung. Die Defensive ist der Knackpunkt, so dass Eddie Schmitte noch einmal das Trikot angezogen hat. Einige Punkte haben wir unnötig liegen lassen.

Muss denn jetzt das Personal aufgestockt werden?

Gellenbeck: Auf jeden Fall muss sich im Kader etwas tun, denn demnächst wird Oliver Wiethölter anfangen zu studieren und damit ausfallen. Auch Henning Stamm wird nicht mehr für uns spielen.

Wie sieht denn die Situation in der A-Jugend aus?

Gellenbeck: Es kommen neun oder zehn Spieler raus. Fünf davon werden wir in den Kader der ersten Mannschaft integrieren. Der ein oder andere wird den Sprung schaffen. Von 09 sind ja Turgaj Sen und Max Escow gekommen, die der Mannschaft weiterhelfen können. Bei 09 haben sie es nicht geschafft, aber hier können sie den Sprung schaffen.

Die Mannschaft hat das Derby gegen den SC Greven 09 verloren. Ist das Team verunsichert?

Gellenbeck: Das ist schwierig zu beantworten. Sicher ist, dass es nicht an der Motivation liegt. In dieser Saison war beim Derby schon mal mehr Leben in unserer Mannschaft als noch vor einem Jahr. Da wir derzeit keine Verletzten haben, können wir noch eine Schüppe drauflegen. Ich bin eigentlich guter Dinge, dass wir im Derby etwas holen können. Aber es spielen in so einem Match immer mehrere Faktoren eine Rolle.

Die Mannschaft hat nur sieben Punkte in den Heimspielen geholt. Hat sie vor eigenem Publikum ein Heimkomplex?

Gellenbeck: An den Zuschauern liegt es sicher nicht. Wir sind vielleicht keine so spielstarke Mannschaft, die auf eigenem Platz das Spiel gestalten kann. Auswärts hingegen kann man dann leichter kontern. Das mag ein Grund sein, eine Begründung ist das sicher nicht. Wir hatten zum Beispiel gegen die Sportfreunde Münster 70 bis 80 Prozent Ballbesitz. Der Gegner kommt nur zwei Mal vors Tor und schießt zwei Tore. So kann es im Fußball manchmal gehen.

Ihre Mannschaft hat mit 38 Gegentoren die meisten Treffer kassiert. Kann Neuzugang Stefan Weiligmann die Lücken schließen?

Gellenbeck: Eddie Schmitte wird nicht mehr weiterspielen. Stefan Weiligmann wird mit seiner Erfahrung die jungen Spieler motivieren und auch anleiten können, das Richtige zu tun.

Die Mannschaft ist nur vier Punkte vom Abstiegsplatz entfernt.Wohin geht die Reise mit DJK?

Gellenbeck: Wir müssen jetzt ganz schnell anfangen, Punkte zu sammeln, um uns da unten abzusetzen. Das muss in relativ kurzer Zeit passieren, damit wir danach befreit aufspielen können. Wenn wir mehr Sicherheitsabstand haben, wird es auch leichter für den Trainer. Damit das gelingt, müssen wir uns weiterentwickeln. Zur nächsten Saison werden wir auch den ein oder anderen Spieler von auswärts ansprechen. Derzeit ist es sehr schwierig, auch die jungen Spieler zu halten, da sie von Emsdettener Vereinen angesprochen werden und dort eine andere Perspektive vorfinden. Peter Lakenbrink spielt bereits bei Borussia Emsdetten in der ersten Mannschaft und Hendrik Wigger hat es zur A-Jugend des gleichen Vereins gezogen. Letztlich ist es aber wichtig, die Kontakte weiterhin zu pflegen, damit die Spieler irgendwann einmal zur DJK zurückkehren, um bei uns mit anzupacken. Denn auf Dauer wollen wir uns in der Kreisliga A etablieren und nicht mehr wie in dieser Saison da unten rumkrebsen.

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