Greven
Fingerzeig für die Zukunft?

Montag, 12.09.2011, 17:09 Uhr

Greven - Sechs von acht Mannschaften der zweiten Tabellenhälfte kommen aus dem Norden. Ist das ein erstes Zeichen dafür, dass die süddeutschen Teams die Liga beherrschen? Eine gewagte Prognose nach dem ersten Spieltag - ein Fingerzeig allemal. Die Grevenerinnen fuhren so optimistisch nach Wismar, doch am Ende mussten sie erste Erkenntnisse einsammeln, dass die Spielerinnen doch an jedem Wochenende aufs Neue an ihre Grenzen gehen müssen, wollen sie in dieser Liga bestehen.

Der TuS Metzingen ist nach dem 42:28-Sieg über TSV Nord Harrislee Tabellenführer. Wen wunderts? Fertigte 09 doch die Mannschaft um Bente Pries am vergangenen Wochenende ebenfalls ab. Der Sieg wurde teuer erkauft, denn Rückkehrerin Ina Großmann verletzte sich bereits nach zwei Minuten an der Schulter und konnte nicht weiterspielen. Top-Torjägerin war Annamaria Illyes (13/3), die zwei Treffer mehr erzielte als ihr Pendant vom TSV, Jana Lembke.

Einen 25:24-Auswärtssieg bei TSG Ketsch verbuchte der TV Nellingen, der durch Jessica Schulz in letzter Sekunde sichergestellt wurde. Möglich wurde dieser Sieg durch die Leistung der überragenden Nellinger Torhüterin Celia Schneider. Im Angriff hatten die Gäste mit Daniela Stratmann (7/1) und Jessica Schulz (11/1) ihre besten Schützinnen.

Machen sich jetzt auch in der zweiten Bundesliga der Frauen Japanerinnen breit? Mit Emi Uchibayashi besitzt BSV Sachsen Zwickau jedenfalls eine torgefährliche Spielerin, die mit ihrem Treffer in der Schlussphase auch den 30:28-Sieg gegen den VfL Wolfsburg sicherstellte. Nachdem die Gastgeberinnen im ersten Durchgang das Spiel im Griff hatte, schlossen die Wolfsburgerinnen nach und nach auf. Innerhalb von acht Minuten drehten sie das Spiel und lagen plötzlich mit 14:11 Toren in Führung. Doch die BSV-Spielerinnen ließen sich nicht abschütteln und kamen in der spannenden Schlussphase zum 30:28-Heimsieg.

Der Angriff des MTV 1860 Altlandsberg konnte sich sehen lassen. 29 Tore gegen den Favoriten BVB Borussia Dortmund zu werfen, das ist schon aller Ehren wert. Doch die 37 Gegentore zeigen, wo der Hase im Pfeffer liegt. Dem starken Dortmunder Angriff war Altlandsberg nur etwa 20 Minute gewachsen. Dann zog Dortmund auf 18:13 bis zur Pause davon. Auch aufgrund der besseren Wechselmöglichkeiten hatte der Gastgeber keine Möglichkeit mehr, das Match noch zu drehen. Juliane Wittkopf und Stefanie Zarse kamen für den MTV auf jeweils fünf Tore, bei den Dortmundern überragte Dagmara Kowalska mit neun Toren.

Das hatte sich der Absteiger aus der Ersten Bundesliga, SGH Rosengarten-Buchholz, wohl ganz anders vorgestellt. Bereits zur Pause hatte sich TSV Travemünde ein 15:12-Vorsprung erspielt. In der zweiten Halbzeit betrug der Vorsprung zeitweise sieben Tore (28:21), bevor der ehemalige Erstligist noch einmal herankam. Die Schlussphase war nach dem 30:31-Anschlusstreffer durch Rosengartens Natascha Kotenko an Spannung kaum zu überbieten. Rosengarten kam noch einmal in Ballbesitz und holte in den Schlusssekunden noch einen Siebenmeter heraus. Julia Harms übernahm die Verantwortung, doch sie scheiterte, und Travemünde verfiel in einen kollektiven Jubel.

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