SC Greven 09
Die GmbH schlägt zurück

Greven -

Die Schlammschlacht geht in die nächste Runde. Hans und Eva Wortmann sowie Andreas Krumschmidt wehren sich gegen Vorwürfe, sie hätten keine oder nur unzureichende Unterlagen zur Verfügung gestellt.

Dienstag, 25.06.2013, 18:06 Uhr

Hans Wortmann, Eva Wortmann und Andreas Krumschmidt wehrten sich am Dienstagnachmittag gegen den Vorwurf, dem 09-Vorstand keine Zahlen vorgelegt zu haben.
Hans Wortmann, Eva Wortmann und Andreas Krumschmidt wehrten sich am Dienstagnachmittag gegen den Vorwurf, dem 09-Vorstand keine Zahlen vorgelegt zu haben. Foto: wik

Die Handball-Spielbetriebs-GmbH schlägt zurück. Am Mittwoch wurde sie noch vom 09-Vorstand bezichtigt, nicht alle Unterlagen vorgelegt zu haben, am Dienstagnachmittag dann der Bumerang. „Dass der Verein die Schulden übernehmen solle, haben wir nie gesagt“, sagt Geschäftsführerin Eva Wortmann , „diesen Vorwurf weise ich entschieden zurück. „Wir haben für die Außenstände Finanzierungsmodelle vorgeschlagen, wir wären dann in zwei bis drei Jahren schuldenfrei gewesen“, sagt Hans Wortmann , der selbst wohl der größte Sponsor der GmbH ist.

In Wirklichkeit seien andere Gründe für das Verhalten des 09-Vorstands verantwortlich. „Handball-Leistungssport ist beim SC Greven 09 nicht gewollt“, sagt Eva Wortmann, die dem Vorstand verschiedene Vorschläge unterbreitet habe. „Ich war bereit, von meinem Amt als Geschäftsführerin zurückzutreten.“ Hans Wortmann, der die Finanzen in der GmbH ordnete, verkündete, dass der Verein erstmals in der vergangenen Saison ein Plus erwirtschaftet habe. „Wir hatten 30 bis 40 Prozent Mehreinnahmen durch Sponsoren“, begründet er das überraschende Plus, und das sind keine Luftschlösser, sondern Grundlagen einer soliden Planung“, sagt Hans Wortmann, „Ende der Saison 2013 / 2014 hätte die GmbH noch etwa 20 000 Euro Schulden gehabt“.

Der Beirat, dem unter anderem der Vorsitzende Christoph Glanemann angehörte, habe immer alle Unterlagen bekommen und sich ein Bild machen können. „Ein Bernd Kuck wird immer sagen, er sei nicht informiert worden, dabei hat er die Unterlagen nie gelesen“, greift Hans Wortmann dem Vereinskassierer an. Andreas Krumschmidt, GmbH-Anteilseigner, erhebt weitere Vorwürfe. „Ich warte immer noch auf ein Protokoll, das Herr Glanemann im vergangenen Jahr erstellen sollte.“

„Wir haben vorgeschlagen, eine zweite Gesellschaft zu gründen und den Verein auszugliedern. Dabei hätte sogar der Deutsche Handball Bund geholfen“, sagt Eva Wortmann, die jetzt den Verein in der Pflicht sieht. „Die Personalkosten müssen jetzt vom Verein übernommen werden, denn die Verträge laufen ja noch bis Ende Juni. Da kommen schnell 10 000 Euro zusammen“, sagt Hans Wortmann. „Das haben sie sich selbst so ausgesucht“, nickt Eva Wortmann, die bekennt, Fehler gemacht zu haben. „Ich hätte bestimmte Zusagen nicht machen dürfen“, bekennt sie.

Der Ehrenpräsident Hubert Wimber, der versucht hat, zwischen den Parteien zu moderieren, wollte einen Kompromiss. „Ich wollte weitermachen, und wir haben auch viele Lösungen diskutiert. Der Verein hat nicht geglaubt, dass die Ausgaben durch ein vermehrtes Sponsoring hätten aufgefangen werden können. Das ist in den vergangenen Jahren auch nicht passiert. Insofern kann man dem Verein keinen Vorwurf machen, dass er so handelt“, sagt Wimber.

Andreas Krumschmidt, scheint indes mit der Verein SC Greven 09 fertig zu sein. „Ich bin ab jetzt nur noch Vater zweier Handball spielender Kinder.“

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