Das Interview zum DJK-Sommer-Turnier
Vom Kartenabreißer zum Turnierleiter

Greven -

Was 1994 als Turnier mit 14 Mannschaften und einer Handvoll Zeltgäste begann, hat sich in den vergangenen beiden Jahrzehnten zu einer Großveranstaltung entwickelt. Das DJK-Sommerturnier, das sich in diesem Jahr zum 20. Mal jährt, vereint die Idee eines Fußballturniers mit angeschlossenem Zeltlager. Die WN sprachen mit Turnierleiter Matthias Hölscher.

Dienstag, 24.06.2014, 16:06 Uhr

Matthias Hölscher  hält die organisatorischen Fäden für die Turniere bei der DJK in der Hand.
Matthias Hölscher  hält die organisatorischen Fäden für die Turniere bei der DJK in der Hand. Foto: th

Bei Monika Saatze und ihm laufen die Fäden zusammen. Damit beim Sommerturnier der DJK am kommenden Wochenende alles nach Plan läuft, investiert Matthias Hölscher viele Stunden seiner Freizeit, mobilisiert Helfer, schreibt Turnierpläne und kümmert sich um das Wohl der Gäste, die drei Tage lang in der Emsaue zelten. Wie es ihn zum Turnierleiter verschlagen hat, was seine Aufgaben sind und wovon der Erfolg des Sommerturniers abhängt, erklärt Matthias Hölscher im Interview mit den WN.

Was ist Ihre erste Erinnerung an das DJK-Sommerturnier?

Hölscher: Als ich mit meinem Sohn Simon beim Turnier gezeltet habe, kam Adelheid Micke auf mich zu und meinte, ich sähe so aus als könnte ich Frühstücksmarken kontrollieren.

Das ist wie lange her?

Hölscher: Das war 2001 oder 2002, ist also über zehn Jahre her.

Bei der Kontrolle von Frühstücksmarken ist es ja nicht geblieben. Wie hat man sich den Weg vom Kartenabreißer zum Turnierleiter vorzustellen?

Hölscher: Wenn man zu blöd ist, nein zu sagen, kommt man irgendwann dahin. Im Ernst: Ich habe danach im Jugendarbeitskreis mitgearbeitet, später die Spielpläne erstellt und bin dann gefragt worden, ob ich die Gesamtleitung übernehmen würde. Und da habe ich eben nicht nein, sondern ja gesagt.

In diesem Jahr jährt sich das Turnier zum 20. Mal. Gibst es etwas, an das Sie sich besonders gerne erinnern?

Hölscher: Am liebsten erinnere ich immer an die Siegerehrungen bei den Turnieren. Zu diesem Zeitpunkt ist das Turnier fast vorbei, und bis auf das Aufräumen ist alles geschafft. In den Tagen vor dem Turnier und bis zur Siegerehrung stehe ich die ganze Zeit unter Strom, weil so viel zu regeln ist. Am Sonntagnachmittag ist es dann geschafft.

Was genau ist die Aufgabe des Turnierleiters?

Hölscher: Vor allem versuche ich zu koordinieren. Ich sorge dafür, dass wir uns im Arbeitskreis Turniere regelmäßig treffen, versuche, Verantwortlichkeiten zu verteilen und erstelle die Turnierpläne.

Was überwiegt? Der Spaß oder der Stress?

Hölscher: Ganz klar überwiegt der Spaß. Stressig ist vor allem die Woche vor dem Turnier.

Wonach bewerten Sie den Erfolg des Sommerturniers?

Hölscher: Wenn das Wetter schön gewesen ist, wenn ich am Sonntagmittag bei der Siegerehrung von 75 Prozent der Trainer zu dem tollen Turnier beglückwünscht werde, wenn wir mit unseren Mannschaften hier und da unter die ersten drei gekommen sind und wenn es keine großartigen Verletzungen gegeben hat, war das Turnier ein voller Erfolg.

20 Jahre Sommerturnier werden am kommenden Wochenende wie gefeiert?

Hölscher: Mit einer feierlichen Eröffnung am Freitagabend, einer Party am Samstag und den Spielen der WM live auf Großleinwand. Was jedoch nichts mit dem Jubiläum zu tun hat. Das 20. Sommerturnier wird wie jedes andere zuvor auch. Wir planen darüber hinaus nichts Besonderes.

Wodurch zeichnet sich das Sommerturnier aus?

Hölscher: Das Besondere liegt im Zelten und bei der damit verbundenen Atmos­phäre. Der Spaß am Zusammensein der Teilnehmer, darum geht es im Wesentlichen.

Stellen Sie Veränderungen fest?

Hölscher: Teilweise hat sich die Einstellung der Turnier-Teilnehmer verändert. Manche nehmen alle Entscheidungen viel zu ernst. Das liegt wohl daran, dass heute jedes Kind im Prinzip ein Fußballprofi werden muss.

Damit meinen Sie vor allem die Rolle der Eltern?

Hölscher: Wir beobachten die Entwicklung. Wir versuchen darauf hinzuwirken, dass die Eltern nicht ganz so nah am Platz stehen und sich damit etwas mehr zurück nehmen.

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