Serie: Klimawandel und Sport
Ein leuchtendes Beispiel

Saerbeck -

Energieeinsparung, Kostenersparnisse und Zukunftsfähigkeit – die Gründe, warum Sportvereine über Sportstättensanierung nachdenken sollten, sind vielfältig. Ein im wahrsten Sinne leuchtendes Beispielt bietet der SC Falke Saerbeck, der seinen Sportplatz mit LED-Technik ausgerüstet hat.

Samstag, 18.07.2015, 08:07 Uhr

Europaweit einmalig: Der Falke-Platz im neuen Licht der LEDs, das von der FH Südwestfalen ausgemessen wurde. Die Erneuerung oder Sanierung von Leuchtmitteln ist ein probates Mittel um Energiekosten zu senken – und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Europaweit einmalig: Der Falke-Platz im neuen Licht der LEDs, das von der FH Südwestfalen ausgemessen wurde. Die Erneuerung oder Sanierung von Leuchtmitteln ist ein probates Mittel um Energiekosten zu senken – und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Foto: Alfred Riese

Weltweit sind rund 50 Millionen Lichtquellen installiert. Noch immer werden 20 Prozent der global produzierten Elektrizität für Beleuchtung verbraucht. Es erscheint nur logisch, dass die Senkung der Energienutzung in diesem Sektor – durch technische Innovation oder schlicht durch Verbrauchsminderung – eine große Rolle in der globalen, nationalen aber auch regionalen und kommunalen Klimaschutzstrategie spielt.

Im Sport lassen sich zahlreiche Sportstätten finden, die sanierungsbedürftig sind. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) geht davon aus, dass es rund 170 000 Sportstätten in Deutschland gibt. 40 bis 70 Prozent dieser Sportstätten sind laut Schätzungen – zumindest in Teilen – sanierungsbedürftig.

Für Vereine kann das zwar in erster Konsequenz bedeuten, dass sie investieren müssen; mittel- bis langfristig aber rechnen sich die Investitionen durch die Senkung von Betriebskosten.

Ein im wahrsten Sinne leuchtendes Beispiel ist die Flutlicht-Anlage des SC Falke Saerbeck , die im Jahre 2013 in Betrieb genommen wurde. In ihrer Bauart ist sie die modernste Europas.

Gestaltet und konzipiert wurde sie von der Firma Berling aus Ibbenbüren. Die Ausmessung des Platzes und der lichttechnischen Anforderungen hat eine Arbeitsgruppe der FH Südwestfalen durchgeführt.

Von Vereinsseite her wurde das Projekt von André Hansmeier betreut, der für das Marketing des SC Falke zuständig ist. Er ist nach wie vor überzeugt, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. „Natürlich braucht man für so ein Projekt Investoren, aber man muss kein Rechengenie sein, um schnell zu dem Punkt zu kommen, dass sich solch eine Investition positiv auf die Vereinskasse und das Image auswirkt.“ Rund 60 000 bis 70 000 Euro kostet eine Anlage, wie sie in Saerbeck in Betrieb genommen wurde. „Sie hat aber gegenüber der herkömmlichen Flutlicht-Technik zahlreiche Vorteile.“

Ausleuchtung, Wartungs- und Stromkosten, Helligkeit, Hansmeier fallen aus dem Stegreif etliche Beispiele ein, die sich durch die Umrüstung verbessert haben. Die Energieersparnis des Vereins liegt bei 51 Prozent. „Sie würde noch deutlich höher liegen, wenn wir einen Kunstrasenplatz hätten“, erklärt Hansmeier. Dadurch, dass der Rasenplatz nicht ganzjährig bespielt werden kann, fällt auch die Energieersparnis etwas geringer aus.

Wie die Firma Berling mitteilt, hat es infolge des Projekts weitere Anfragen gegeben, auch von hochklassigen Vereinen. Der Grund dafür, dass sich die LED-Technik noch nicht flächendeckend durchgesetzt hat, liegt in den Anforderungen bezüglich der Lux-Werte. „Wobei diese nichts mit der Helligkeit zu tun hat.“ Auch Hansmeier bestätigt: „Es wirkt für das Auge wesentlich heller. Gemessen an der Lux-Zahl sind die Werte ähnlich wie bei der alten Anlage, aber es wirkt doppelt so hell.“

Wie groß der Beitrag ist, den die LED-Technik im Kampf gegen die globale Erwärmung leisten kann, zeigt ein einfaches Rechenbeispiel: Aus der gleichen Menge Strom erzeugen LEDs dreißigmal so viel Licht wie Glühbirnen und viermal so viel wie Entladungslampen, auch bekannt als Leuchtstoffröhren.

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