Reiten: Großer Preis von Schleswig-Holstein
Rüder triumphiert in Kiel

Kiel/Greven -

Der Grevener Springreiter Hans-Thorben Rüder hat den Großen Preis von Schleswig-Holstein gewonnen. Der 41-Jährige blieb auf seiner Stute Orlanda fehlerfrei und setzte sich im Stechen mit 16 Paaren mit einer Zeit von 32,53 Sekunden durch.

Montag, 12.10.2015, 17:10 Uhr

Hans-Thorben Rüder und seine 16-jährige Holsteiner Halbblutstute Orlanda fegten als schnellstes Paar durch den Stangenwald in Kiel und ließen sich von Rüders „Heimpublikum“, Freunden und Familie frenetisch feiern.
Hans-Thorben Rüder und seine 16-jährige Holsteiner Halbblutstute Orlanda fegten als schnellstes Paar durch den Stangenwald in Kiel und ließen sich von Rüders „Heimpublikum“, Freunden und Familie frenetisch feiern. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Sieg im Großen Preis von Schleswig-Holstein war für den Grevener Hans-Thorben Rüder ein ganz besonderer. Seit vielen Jahren schon ist der 41-Jährige im Profigeschäft aktiv. An seinen ersten Sieg in Kiel – vor immerhin über 20 Jahren – konnte er sich dennoch erinnern. Ziemlich jung sei er damals gewesen. Heute, so sagt er, müsse er sich das ein oder andere graue Haar zupfen. Rüder erhielt für seinen Sieg ein Preisgeld in Höhe von 11 125 Euro.

Der 41-Jährige, der auf Fehmarn aufgewachsen ist, blieb in Kiel im Stechen der besten 16 Reiter fehlerfrei und fand mit seiner Holsteiner Halbblutstute Orlanda den schnellsten Weg durch den Stangenwald: Die Uhr stoppte für das Grevener Paar 32,53 Sekunden. Hinter ihm landeten der Schwede Douglas Lindelöw (auf Talina / 0 Fehlerpunkte / 33,19 Sekunden) und der Däne Sören Pedersen (auf Tailormade Chaloubet / 0 Fehlerpunkte / 33,68 Sekunden) auf den Plätzen zwei und drei. Vierte bei dieser prestigeträchtigen internationalen Springprüfung wurde die Deutsche Janne-Friederike Meyer (auf Goja / 0 Fehlerpunkte / 34,43 Sekunden). Insgesamt 44 Paare hatten für die internationale Drei- Sterne-Prüfung gesattelt, in der eine Höhe von 1,55 Meter abgefragt wurde. Keiner wagte so viel wie Rüder, keiner flog schneller durch den Parcours.

Sichtlich bewegt dankte Rüder seinem „Heimpublikum“ einer sehr emotionalen Rede. Auch dem Züchter und Besitzer des Pferdes, dem Bordesholmer Hans Borßim, dankte Rüder – es sei nicht selbstverständlich, dass ein Verkauf Orlandas nie zur Debatte stand. Obwohl der Grevener schon seit über zehn Jahren in der Emsstadt lebt, fühle er sich den Holsteinern nach wie vor sehr zugehörig.

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