Allgemein: Jahreshauptversammlung BG Gimbte
Personal-Kreisel und Voltigier-Boom: Unterhaltsame JHV bei BG Gimbte

Gimbte -

Wilfried Averbeck hat eine klare Vorstellung davon, wie er in Zukunft seinen Sonntagnachmittag verbringen möchte. „Ab jetzt kann ich sonntags einfach nur noch Fußball gucken“, sagt er und grinst über beide Ohren. Natürlich nicht Dortmund, Bayern oder Schalke – sondern Blau-Gelb Gimbte.

Montag, 18.04.2016, 11:04 Uhr

Gimbter Harmonie: Der alte und der neue Blau-Gelb-Vorstand präsentierten sich als Einheit - kein Wunder, denn der Personalwechsel in der Chefetage war schon länger geplant.
Gimbter Harmonie: Der alte und der neue Blau-Gelb-Vorstand präsentierten sich als Einheit – kein Wunder, denn der Personalwechsel in der Chefetage war schon länger geplant. Foto: Stefan Bamberg

Er wird als Fan mitfiebern, ansonsten aber vermutlich tiefenentspannt sein: Denn die Zeiten, in denen Averbeck organisieren, netzwerken und koordinieren musste, gehören seit Freitagabend der Vergangenheit an. Dass Averbeck, seit 2004 Steuermann der blau-gelben Vereinspolitik, seinen Chefsessel räumte, war nur der Höhepunkt des beachtlichen Stühlerückens im Vorstand, das die Jahreshauptversammlung in der Schlage bestimmte.

Nordhoff übernimmt

Das Amt des Ur-Gimbters übernimmt auch ein Ur-Gimbter: Karl Nordhoff wurde nahezu einstimmig zum neuen Vereinsvorsitzenden gewählt. Auch Theo Bruckmann, der zweite Vorsitzende, gab seinen Posten ab – dessen Nachfolge übernehmen Josef Bruns und Petra Jochem. Obendrein fand der Klub mit Stefan Wietkamp einen neuen Geschäftsführer. André Große, Martin Wilp und Marius Wirz vervollständigen den Vorstand als Beisitzer. Fertig ist das Protokoll einer stattlichen Personal-Rochade, die jedoch – das demonstrierten alle Beteiligten – keinesfalls auf internen Unstimmigkeiten beruhte. Irgendwann sei es schlicht mal gut gewesen, erklärten die scheidenden Vorständler sinngemäß, die den Weg in die Schlage – nunmehr in rein privater Mission – vermutlich weiterhin des Öfteren antreten werden. „Wir können froh sein, dass wir hier in Gimbte engagierte Leute haben, die freiwillig Verantwortung übernehmen“, betonte Ehrenmitglied Theo Große-Wöstmann stolz.

Modifizierte Satzung

Überhaupt: Erwartungsgemäß harmonisch-lebhaft verlief der Abend. Und offenbar völlig ohne Eile: Die genüssliche Verlesung des Vorjahres-Protokolls gönnten sich die Gimbter, der eine oder andere Insider-Gag machte die Runde. Etwas zu erleben gab es schließlich beim Tagesordnungspunkt „Satzung“. Der Hintergrund: Eben diese stammte noch aus dem Gründungsjahr 1978 und wurde nun vom Vorstand – unter Hinzuziehung von Rechtsrat – angepasst. Weil einige Anwesende davon nach eigenem Bekunden nichts wussten, hätte das Paragrafen-Monster beinahe in seiner ganzen Schönheit vorgelesen werden müssen – nach ausführlichster Diskussion stimmten dann aber plötzlich doch alle zu. Kurios.

Voltigierpferd „Eddy“ macht Freude

Was die sportlichen Highlights betraf, gehörte vor allem den Reitsportlern die Show: Einen noch nie dagewesenen Zulauf erlebt die Voltigier-Abteilung des Vereins derzeit, das zeitgleich heilpädagogisch wie wettkampfmäßig ausgerichtete Angebot für Kinder aus Gimbte und Umgebung boomt. In Verzückung versetzt die Reitsportler das neu angeschaffte Voltigier-Pferd „Eddy“, derweil die beiden BG-Fußballteams vergleichsweise unspektakulär durch die Kreisligen B und C tingeln. Der von Kassenwart Frank Timmermans vorgestellte Finanzbericht wies – „Eddy“ lässt grüßen – geringfügig mehr Ausgaben als Einnahmen auf, bot aber keinen Grund zur Sorge.

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