Leichtathletik: Erfolge des TVE Greven
Auf dem richtigen Weg

Greven -

Es gibt ja dieses allseits bekannten Spruch, dass man jemandem zeigt, „wo denn der Hammer hängt“. Über die Genese dieser Redensart lässt sich trefflich streiten. Fest steht, dass es hilfreich ist, wenn man selbst weiß, wo eben dieser Hammer hängt.

Freitag, 22.07.2016, 05:07 Uhr

Das bevorzugte Arbeitsgerät von Charlotte Wissing und Katharina Funke: Der Speer. Beide haben bislang ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Das gilt auch für die Anderen TVE-Leichtathleten in der Trainingsgruppe von Trainer Thomas Brack.
Das bevorzugte Arbeitsgerät von Charlotte Wissing und Katharina Funke: Der Speer. Beide haben bislang ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Das gilt auch für die Anderen TVE-Leichtathleten in der Trainingsgruppe von Trainer Thomas Brack. Foto: Witters/UweSpeck

So eine leise Ahnung hatte Tom Brack von der Leichtathletig-Abteilung des TVE Greven in dieser Hinsicht ja schon immer, seit dem Werfertag in Oberhausen aber ist es amtlich: Er weiß, wo der Hammer hängt. Trainer Thomas Brack fasst es kurz und knapp zusammen: „Es hat Klick gemacht.“ Und nicht nur das, sondern nach 49,67 Metern auch „rumms“, dort nämlich, wo der Hammer eingeschlagen ist. Mit rund 42,42 Metern ist der 18-Jährige in die Saison gestartet, die 49-Meter-Marke war der Brustlöser. Wenige Wochen später warf Brack beim NRW-Hammer-Cup in Leichlingen 53,70 Meter und schaffte damit die Qualifikationshürde für die U20-DM, beim Hammer -Meeting bedeutete die Weite Platz vier. Nur eine Woche später legte der Grevener noch einen drauf und brachte das sechs Kilogramm schwere Sportgerät in Bad Oeynhausen bei 53,01 Meter zu Boden. Es folgten Weiten von 54,25 Meter (Hallesche Werfertage) und 53,14 Meter (NRW-Hammer-Cup Münster). Den Vogel – nicht im wörtlichen Sinne – schoss der 18-Jährige dann bei den Münsterlandmeisterschaften in Olfen ab, wo er eine Weite von 55,10 Meter warf, was ihm vor Ort Rang zwei einbrachte. In der deutschen Jahresbestenliste spült in das auf Rang 14 vor, In Nordrhein-Westfalen werfen nur drei Athleten weiter. „Tom hat sich innerhalbvon nur einem Jahr um zehn Meter gesteigert – das ist enorm. Er hat sich bei einer Weite von 53-55 Metern stabilisiert“, sagt sein Trainer. Im kommenden Jahr soll die 60-Meter-Marke fallen.

Stabile Weiten jenseits der 50-Meter-Marke

Acht erste Plätze, zwei weitere vierte Plätze, dazu eine Nominierung für die Nationalmannschaft: Das Jahr der Charlotte Wissing ist ein Erfolgsgeschichte. Bei den westfälischen Hallenmeisterschaften schleuderte sie ihren Speer auf satte 46,29 Meter – Platz eins bei den Westfälischen Hallenmeisterschaften und zugleich die Norm für die U20-DM und U23-DM. In der Deutschen Bestenliste wird sie mit dieser Weite auf Rang zehn geführt – Branchenführerin Fabienne Schönig (LG wipperführth/57,40 Meter) ist noch in weiter Ferne, alle Konkurrentinnen dahinter aber mitterlweile für Wissing schlagbar. Bitter für die 19-Jährige: Bei der Bauhaus-Junioren-Gala in Mannheim zog sie sich eine Sehnenverletzung zu und absolvierte seither keinen Wurf mehr. „Sie wird behandelt, wir arbeiten ein bisschen an der Kraft und Technik, mehr können wir im Moment nicht machen“, sagt Trainer Thomas Brack. Die U23-DM wird Wissing wahrscheinlich zugunsten der eine Woche später stattfindenden U20-DM auslassen. „Wir werden dort hinfahren und werfen. Danach wissen wir, wie der Rest des Jahres weiter verläuft.“ Konkurrenz hat Wissing gleich im eigenen Stall – Katharina Funke hat sich mittlerweile in ähnliche Weiten katapultiert – bei den Westfalenmeisterschaften in Gütersloh landete ihr Speer immerhin bei 40,24 Meter, damit schaffte sie die Quali für die U20-Winterwurf-DM.

Konkurrenz spornt an

„Im Training wirft sie teilweise weiter, als Charlotte – das spornt natürlich an“, freut sich Brack, der vor allem die Funkes Technik lobt.

Das vierte Aushängeschild der TVE-Athleten ist Alena Fischbach (W14). Fischbach startet in den Disziplinen 100-Meter und 80-Meter-Hürden. Viermal stand sie in diesem Jahr bereits auf dem obersten Podest. Hürden sind dabei ihre „Parade-Diszipli“, wie Brack berichtet. Gleich beim ersten Start im Jahr 2015 ist sie Münsterlandmeisterin geworden – und schaffte das Kunststück, den Titel in diesem Jahr zu verteidigen. „Alena ist wirklich ein Riesen-Talent – wenn sie gesund bleibt, werden wir noch viel Freude an ihr haben“, sagt Brack.

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