Fußball: Futsal-Cup beim SC Reckenfeld
Hausverbot für König Zufall

Reckenfeld -

Tim Vallandi kramt einen Google-Maps-Ausdruck hervor. Rund 30 Fähnchen sind darauf, und zwar ziemlich wild verteilt: Sauerland. Ruhrpott. Ostwestfalen. Alles dabei. Ach ja, und Reckenfeld natürlich auch. „150 Kilometer Umkreis“, schätzt Vallandi beim Blick auf die Karte. Man stelle sich vor, der SC Reckenfeld spielt Futsal und alle wollen dabei sein.

Dienstag, 17.01.2017, 17:01 Uhr

In vier Konkurrenzen fliegt am Wochenende der Futsal-Ball in der Grevener Rönnehalle. Orga-Chef Tim Vallandi (kleines Bild rechts) und seine Mitstreiter freuen sich über das ungebrochen große Interesse an ihrem Turnier.
In vier Konkurrenzen fliegt am Wochenende der Futsal-Ball in der Grevener Rönnehalle. Orga-Chef Tim Vallandi (kleines Bild rechts) und seine Mitstreiter freuen sich über das ungebrochen große Interesse an ihrem Turnier. Foto: Linda Steltenkamp

Fast genau so ist es: Am dritten Wochenende des neuen Jahres (Samstag, 21./Sonntag, 22. Januar) präsentieren Vallandi und sein Team die dritte Auflage des SCR-Futsalcups. Und dafür ziehen sie um: Austragungsort ist erstmals die Rönnehalle. Ein Reckenfelder Heimspiel in der 09-Spielstätte – das ist ohne Frage mal was aus der Rubrik „dass wir das noch erleben dürfen“. Tatsächlich kommen Freunde der lokalen Fußball-Derbys auf ihre Kosten: Denn der SC Greven 09 hat mit seiner U17 und der U13 zwei Abordnungen gemeldet, während der SCR in allen vier Konkurrenzen (U13, U15, U17, U19) an den Start geht. „So ein bisschen Rivalität ist natürlich immer cool“, findet Vallandi. „Aber diese Partien sollen faire, sportliche Highlights werden.“

Überhaupt Fairness: Die steht beim Futsal an erster Stelle – dem besonderen Regelwerk sei Dank. Drei Mannschaftsfouls pro Match sind okay, ab dem vierten freut sich der Gegner über einen direkten (und unbedrängten) Freistoß aus zehn Metern Torentfernung. Doch das ist nicht der einzige Unterschied zum klassischen Budenzauber: Schon das Spielgerät ist kleiner und springt nicht so heftig wie seine klassischen Artgenossen. Bei jeder Spielunterbrechung muss die Turnierleitung die Uhr anhalten, insgesamt acht Minuten Nettospielzeit kommen am Ende zusammen. Und: Fußballtore und Flipper-Bande müssen draußen bleiben, stattdessen gibt‘s Handball-Buden (3x2 Meter) und ein Seitenaus.

Orga-Chef Tim Vallandi

Orga-Chef Tim Vallandi Foto: Stefan Bamberg

„Da muss man schon versuchen, Fußball zu spielen und kann sich nicht aufs Glück verlassen“, erklärt Vallandi. König Zufall hat also Hausverbot – bedeutet das den Garaus für spektakuläre Überraschungen? „Nein“, sagt der junge Orga-Chef. „Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass Mannschaften, die sich reinhängen, die Favoriten ärgern können.“ Stichwort Favoriten: Mehrere Westfalenligisten gönnen sich das SCR-Turnier – wohl auch, weil es vergleichbare Events in der Region sonst selten bis gar nicht gibt. „Wir sind nach wie vor die einzigen, die die Futsal-Vollversion anbieten“, weiß Vallandi. „Für unseren Verein ist das ein echtes Aushängeschild.“

Die Spielpläne sind online zu finden

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