Fußball: Aufstiegsrelegation
Das bittere Ende einer herausragenden Saison

Gimbte -

Bitter. Mit 2:4 verlor BG Gimbte in Amelsbüren. Die Niederlage fiel allerdings nicht sonderlich ins Gewicht – den Aufstieg hatte die Grujic-Elf ohne eigenes Zutun eh verpasst.

Donnerstag, 08.06.2017, 21:06 Uhr

So eng liegen Freud und Leid beieinander. Gegen den TSV Handorf hatte BG Gimbte noch einen Sieg bejubelt. In Amelsbüren folgte der Absturz.
So eng liegen Freud und Leid beieinander. Gegen den TSV Handorf hatte BG Gimbte noch einen Sieg bejubelt. In Amelsbüren folgte der Absturz. Foto: Ulrich Schaper

Aus, vorbei – Jammer statt Jubel – blanke Enttäuschung statt berstende Euphorie. Die Fußballer von BG Gimbte haben ihr Ziel verfehlt und spielen auch in der kommenden Saison in der Kreisliga B. Nach einer 2:4-Niederlage in Amelsbüren belegt die Grujic-Elf wegen des schlechteren Torverhältnisses nur Platz zwei der Aufstiegsrunde hinter dem TSV Handorf. Doch diese Platzierung war hinsichtlich des Aufstiegs eh bedeutungslos. Auch Concordia Albachten patzte im Aufstiegsdrama zur Bezirksliga gegen Adler Buldern – der 2:1-Sieg nach dem 0:1 im Hinspiel reichte nicht. In diesem fremdbestimmen Sog scheiterten auch die B-Ligisten.

Bemerkenswert auf jeden Fall: Ohne eine einzige Niederlage während der gesamten Saison und mit nur einer Niederlage in der anschließenden Aufstiegsrunde „schaffte“ BG Gimbte das kleine Kunststück, eben nicht den „A-Schein“ zu machen. Das soll ihnen mal einer nachmachen. Was bleibt im Gedächtnis: Einer herausragenden Saison folgte ein bitteres Ende. Und eine Erkenntnis: Der Zweite ist oftmals der erste Verlierer.

In Amelsbüren hatten die Gäste – unterstützt von etlichen Fans – einen schwarzen Tag erwischt. Lähmte die Grujic-Elf etwa eine dunkle Vorahnung? War der Druck vielleicht doch zu hoch? Alles das, was die Blau-Weißen über viele Monate ausgezeichnet hatte, ließen sie in Amelsbüren jedenfalls vermissen. Die Defensive wirkte fahrig, vorne lief es bis auf die Chance von Marco Wienkamp auch nicht rund. Durch einen Doppelschlag in der 20. und 23. Minute ging GW Amelsbüren schließlich mit 2:0 in Führung. Bei diesem Spielstand und dem ungewohnten Gefühl, zurückzuliegen, gingen die Gäste auch in die Kabine.

Danach wurde es noch schlimmer. Zunächst kassierte Gimbte das 0:3, wenig später sickerte das Ergebnis aus Albachten durch – zum Heulen. Das 1:3 durch Daniel Helmes war zu diesem Zeitpunkt natürlich nur noch ein kleines Pflaster ohne heilende Wirkung. Dem vierten Gegentor folgte schließlich noch das 2:4 durch Christoph Nobbe. Danach machten sich die Gimbter zusammen mit ihren Fans auf den Heimweg. „Diese Saison nimmt uns keiner“, meinte BG-Coach Dragan Grujic stolz, aber sicher auch ein bisschen trotzig. Es wurde danach noch ein lange, wenn auch nicht sonderlich euphorische Nacht am Sportgelände Schage. Die müssen die Blau-Gelben aufs kommende Jahr verschieben.

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