Interview: Stephan Bothe
DJK drückt aufs Gaspedal

Im Interview erklärt Stephan Bothe, wie er sich die Zukunft für DJK BW Greven vorstellt.

Freitag, 16.06.2017, 10:06 Uhr

Stephan Bothe spielt Tischtennis im Dress der DJK, macht sich als Vorsitzender aber auch für einen Kunstrasenplatz stark.
Stephan Bothe spielt Tischtennis im Dress der DJK, macht sich als Vorsitzender aber auch für einen Kunstrasenplatz stark. Foto: Ulrich Schaper

Hallo Herr Bothe . Sie haben das Thema Kunstrasenplatz ganz oben auf der Vereinsagenda platziert. Warum ist der Handlungsdruck an dieser Stelle so groß?

Stephan Bothe: Der jetzige Tennenplatz ist 37 Jahre alt und nur noch bedingt funktionsfähig. Stadtverwaltung und der Verein sind sich einig, dass eine Sanierung des Platzes erforderlich ist.

Als Fertigstellungstermin für den Platz haben Sie 2018 genannt. Was stimmt Sie zuversichtlich, dass dieser Termin gehalten werden kann?

Stephan Bothe: Wir führen bereits seit über einem Jahr Gespräche mit der Stadtverwaltung. Im letzten Gespräch Ende Mai wurde zugesichert, dass die Verwaltung das Vorhaben unterstützen wird und die notwendigen finanziellen Mittel für den Haushalt 2018 einstellen möchte.

Wie verlaufen aus Ihrer Sicht diese Gespräche?

Stephan Bothe: Es sind sicherlich noch viele Detailfragen zu klären, aber der Handlungsdruck ist aufgrund des maroden Sportplatzes auf beiden Seiten vorhanden. Wir benötigen eine zeitgemäße Sportstätte für unsere 450 Fußballer, und es kann nicht im Interesse der Stadt sein, in einen 37 Jahre alten Tennenplatz zu investieren. Daher bin ich zuversichtlich, dass wir im Herbst 2018 auf Kunstrasen spielen werden.

Wo sehen Sie die Stadt in der Pflicht?

Stephan Bothe: Die Emsaue ist eine städtische Sportanlage. Es ist kommunale Aufgabe, für eine zeitgemäße und moderne Ausstattung der Sportanlagen zu sorgen.

Und was darf die Stadt von der DJK erwarten? Die Rede ist von einem Eigenanteil des Vereins an den Baukosten.

Stephan Bothe: Das Erbringen von Eigenleistungen oder eine finanzielle Beteiligung ist für uns nur in Verbindung mit dem Abschluss eines Nutzungsüberlassungsvertrages für die Sportanlage denkbar. Auf dieser Basis haben wir bereits vor zehn Jahren die Bewirtschaftung des ehemaligen Jugendheimes der Stadt in der Emsaue übernommen. Dieses Modell hat sich für beide Seiten bewährt. Die Nutzungsüberlassung von Sportanlagen an Vereine ist in vielen Kommunen gängige Praxis und wird beispielsweise bei unserem Nachbarverein Greven 09 bereits seit Jahren angewandt.

Bei der Mitgliederversammlung haben Sie Pläne präsentiert, neue Sporträume einzurichten. Woher kommt dieser Bedarf?

Stephan Bothe: Unser Verein verzeichnet aktuell einen beträchtlichen Mitgliederzuwachs. Unser Sportraum im Sportcentrum Emsaue ist mit vielfältigen Kursangeboten nahezu ausgebucht. Als Familiensportverein wollen wir unser Angebot weiter ausbauen und noch mehr Sport für alle Altersklassen anbieten. Dafür benötigen wir zusätzliche räumliche Kapazitäten.

Welche konkreten Ideen gibt es, das Vereinsangebot zu erweitern?

Stephan Bothe: Unser Sportvorstand Sandra Weddeling und Silke Schlautmann (Abteilungsleiterin Breitensport) entwickeln gerade in der Kooperation mit Kindergärten und Schulen neue Angebote, die sehr gut angenommen werden. Sie machen dort einen tollen Job. Außerdem plant die TSG Phönix, sich der DJK anzuschließen, so dass wir demnächst in der neu gegründeten Abteilung Tanzsport anbieten werden. Erfolgreich angelaufen sind auch die ersten Rehasportgruppen. Auch in diesem Bereich werden weitere Angebote folgen.

Die DJK hat zum Jahreswechsel die selbst gesteckte 1000-Mitglieder-Marke geknackt. Welche Mitgliederzuwächse peilen Sie als nächstes an?

Stephan Bothe: Wenn die Sportangebote attraktiv und gut organisiert sind, genügend qualifizierte Übungsleiter zur Verfügung stehen und auch geeignete Sportstätten vorhanden sind, dann ergibt sich auch automatisch ein weiteres Wachstum. Es ist schön zu sehen, dass über 100 Mitglieder Aufgaben im Verein übernehmen. Ich denke, die DJK befindet sich auf einem guten Weg. Wenn wir unsere Ideen und Vorhaben umsetzen können, dann halte ich das Erreichen der 1500-Mitglieder-Marke in der nächsten Zeit für realistisch.

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