Fußball: Falke Saerbeck
Strapaze nicht nur für die Kicker

Greven/Saerbeck -

Die Hitzwelle sorgt aktuell nicht nur bei den heimischen Fußballern für Schweißausbrüche. Auch die Rasenplätze sind stark belastet und benötigen eine gehörige Portion Feuchtigkeit. Allerdings haben die Verantwortlichen aktuell auch andere Sorgen. Eine Kaninchen-Plage sorgt zum Beispiel beim SC Greven 09 für Unmut – zum Teil sind die Plätze gar nicht bespielbar.

Freitag, 03.08.2018, 17:00 Uhr

Taufrisch sehen die heimischen Spielflächen mittlerweile nicht mehr aus. Sowohl der Saerbecker Trainer Holger Althaus, als auch Harald Peppenhorst (Greven 09) hoffen auf Beistand von oben.
Taufrisch sehen die heimischen Spielflächen mittlerweile nicht mehr aus. Sowohl der Saerbecker Trainer Holger Althaus, als auch Harald Peppenhorst (Greven 09) hoffen auf Beistand von oben. Foto: Stefan Bamberg

Spiele auf heißem Sand? Fußball in der Steppe? Dürre-Desaster bei den heimischen Fußballern? Die Hitzewelle sorgt auch bei den heimischen Vereinen und deren „Green-Keepern“ für Sorgenfalten. Die teilweise gar nicht mehr so grünen Spielflächen gehören tatsächlich nicht unbedingt zu den Gewinnern dieses Topsommers und benötigen mehr Pflege denn je, um den sportlichen Belastungen standzuhalten. Eine Bestandsaufnahme:

BG Gimbte: Kurz vor dem Start der Stadtmeisterschaften blickt Heinz Alteniedieker etwas missmutig auf die Sprenkleranlage, die Mühe hat, die weiträumigen Rasenflächen ausreichend zu bewässern. „Ob das reicht?“, zuckt Alteniedieker mit den Schultern. Sorgen bereitet dem ehemaligen Fußballobmann aber nicht nur diverse braue Flecken auf dem Hauptplatz, schlimmer seien die Maulwurfslöcher. Sie erinnern an veritable Granateneinschläge auf dem gesamten Gelände, der eh schon wellige Hauptplatz macht den Kick für das spielende Personal nicht immer zu einem Zuckerschlecken. Dennoch: an eine trost- und leblose Wüste erinnert das Sportgelände Schlage nicht, der Austragung der Stadtmeisterschaften steht nichts im Wege.

Beistand von oben in Form eines ergiebigen Landregens – oder wasserspendende Hilfe durch die Gemeinde – erhofft sich auch Holger Althaus, Trainer beim SC Falke Saerbeck. „Die Plätze sind noch gut, aber der Rasen ist zu lang. Wir brauchen einfach mehr Wasser“, ist beim Falke-Coach aktuell noch alles im grünen Bereich. Allerdings: Sollte die Hitzeperiode anhalten, könnten auch der Saerbecker Rasen Schäden davontragen, die sich langfristig auswirken. Sie hätten dann Folgen bis in den Herbst und Winter hinein. Das gilt auch für die Plätze, die der SC Reckenfeld sowie DJK BW Greven „beackern“. Sie befinden sich trotz der starken Sonneneinstrahlung noch in einer verhältnismäßig guten Verfassung.

Beim SC Greven 09 türmen sich platztechnisch große Probleme auf. Die aktuellen Temperaturen verschärfen diese Probleme noch einmal. Fußball-Obmann Harald Peppenhorst fühlt sich jedenfalls an seinen staubtrockenen Griechenland-Urlaub erinnert, aus dem er gerade heimgekehrt ist. „Wir haben einige Stellen, die die Rasensprenger nicht erreichen. Da sieht es schlimm aus“, sagt Peppenhorst. Platz drei am Sportgelände Schöneflieth sei aktuell gar nicht für den Trainings- und Spielbetrieb nutzbar, was mit dem ausgedehnten Höhlensystem zusammenhänge, das sich die vielen Kaninchen angelegt hätten. „Da müssen wir so oder so nach den Ferien ran. So ist der Platz wegen der Verletzungsgefahr viel zu gefährlich“, weiß Harald Peppenhorst, der den heimischen Kunstrasenplatz kritisch beäugt. „Wenn wir 30 Grad haben“, sind es auf dem Kunstrasen gefühlt 40. Das ist kein Spaß.“

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1100 vertrauliche Mails mitgelesen
Das Auslesen des Passwortes machte es möglich, sich Zugriff auf das Mailkonto des Greveners zu verschaffen. Der Täter soll pikanterweise ein Familienmitglied sein.
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