Fußball: BG Gimbte
Große Fairness und ein geschenkter Acker

Gimbte -

Viel erlebt haben die Sportler in Gimbte in ihrer bisherigen Sporthistorie.

Mittwoch, 15.08.2018, 13:30 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 09.08.2018, 20:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 15.08.2018, 13:30 Uhr

Im Jahre 1978 wurde der SC Blau-Gelb Gimbte aus der Taufe gehoben. Zum Vorstand gehörten Gerhard Lanfer, Heinrich Rosendahl, Dieter Saschek, Michael Fitting, Josef Wietholt, Arno Rupnow und Franz Meißner. Trainer war Franz-Josef Wissen, als Jugendtrainer fungierten Alfons Hüttermann und Peter Hüls.

Die ersten Umkleidekabinen am Sportgelände Schlage wurden aus Sperrholz in Eigenleistung zusammengezimmert. Beide Räume waren in den Vereinsfarben Blau-Gelb ausgekleidet, ein kleiner Getränkestand zwischen den Umleiden sorgte für den entsprechenden Umsatz.

Die erste Fußballmannschaft startete in der Kreisliga C. Das Team mit Wolfgang Goorkötte, Uli Wesselmann, Bollo Stork, Theo Rosendahl, Jan Venbuer, Conny Gollin, Bello Hüttermann, Herbert Boes, Charly Nordhoff, Franz-Josef Wissen, Conny Lanfer, Nobsi, Niehüser, Theo Große-Wöstmann und Michael Fitting landete direkt auf dem zweiten Platz.

Der SC Blau-Gelb Gimbte dürfte der erste Fußball-Club im Kreis gewesen sein, der von einer Frau geführt wurde. Renate Meisner überzeugte im „Männergeschäft“ mit hohem Sachverstand.

1979 wurde die Voltigierabteilung des SC Blau-Gelb Gimbte gegründet – sie besteht heute noch. Etwa 35 Jugendliche üben sich mehrmals wöchentlich in der Verbindung zwischen Mensch und Pferd. Seit 1980 besteht eine Kooperation mit dem Reit- und Fahrverein Greven-Bockholt.

Anfang der 1980-er Jahre gründete sich bei den Blau-Gelben eine Frauen-Fußballmannschaft. Trainer wurde Pele Hüls. Im Jahre 1996 wurde der Damenfußball dann noch einmal wiederbelebt.

Nicht wirklich gefährlich, aber ziemlich ehrgeizig präsentierte sich die Sportschützengruppe Anfang der 1990-er Jahre. Nach einigen Jahren widmeten sich die Aktiven wieder anderen sportlichen Aktivitäten.

In der Saison 1982/83 sicherte sich BG Gimbte zwar nicht den Titel, aber den Fairnesspokal. Das damalige Team musste insgesamt nur eine gelbe Karte hinnehmen und wurde Erster in der „Sündenkartei. „In der Saison danach hatten wir nach zwei Spieltagen schon drei rote Karten. Da hatten sich wohl einige Aggressionen aufgestaut“, schmunzelt Theo Große-Wöstmann.

In den Jahren 1997/98 entstand unter der Regie des Vorsitzenden Siggi Simon und Architekt Franz-Josef Austrup das neue, nach wie vor aktuelle Vereinsheim an der Schlage – ein Meilenstein für die Gimbter.

Große sportliche Erfolge feierten die Blau-Gelben in den Jahren 1999 und 2000. Die erste Mannschaft von Jürgen Schepers schaffte den Durchmarsch von der Kreisliga C in die Kreisliga A.

Im Jahr 2002 stand der Club (wie übrigens auch 1993) kurz vor dem „Aus“. Nach internen Querelen meldeten sich gleich 34 Spieler ab. Doch das Schlimmste wendeten die Kicker ab. Zum ersten Liga-Spiel kamen 20 Akteure zusammen, die in der kompletten Saison genau einen Punkt holten. „Vom Verband hätten wir trotzdem fast eine Tapferkeitsmedaille bekommen, weil wir durchgehalten haben“, lacht Theo Große-Wöstmann.

Seit 2000 besitzt der Verein neben dem Haupt- auch einen Nebenplatz samt Flutlichtanlage, die aus einer privaten Spende durch Maria Stroth hervorgeht. „Was für eine Story. Sie wollte einfach etwas für die Jugendarbeit tun und hat uns ihren Acker geschenkt“, erinnert sich Theo Große-Wöstmann. Die Stadt Greven war schließlich bei dem entsprechenden Umbau behilflich.

Seit etwa drei Jahren bietet der SC BG Gimbte auch eine Karate-Abteilung. Zudem gibt es noch einen Lauftreff, Kinderturnen und Radsport. Geplant ist in der nahen Zukunft noch ein Mehrzweckraum, um auch den älteren Vereinsmitgliedern ein Sportabgebot unterbreiten zu können.

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