Maria-Josef Hospital begehrte Adresse
Cottbus-Profi Scheidhauer in Greven operiert

Greven -

Das Grevener Maria-Josef Hospital hat offenbar auch weit jenseits der lokalen Grenzen einen guten Ruf. Kevin Scheidhauer, Fußballprofi des FC Energie Cottbus, hatte sich im DFB-Pokalspiel des Drittligisten gegen den SC Freiburg verletzt. Operieren ließ er sich 550 Kilometer von Cottbus entfernt in Greven.

Dienstag, 28.08.2018, 15:46 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 28.08.2018, 15:38 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 28.08.2018, 15:46 Uhr
Grüße vom Krankenbett des Grevener Maria-Josef-Hospitals sendet Kevin Scheidhauer, Fußballprofi des FC Energie Cottbus.
Grüße vom Krankenbett des Grevener Maria-Josef-Hospitals sendet Kevin Scheidhauer, Fußballprofi des FC Energie Cottbus. Foto: privat

Das Grevener Maria-Josef-Hospital ist bei Sportlern weit über die lokalen Grenzen hinaus offenbar eine begehrte Adresse. Derzeit beherbergt das Krankenhaus Drittliga-Fußballprofi Kevin Scheidhauer vom FC Energie Cottbus.

„Hallo Leute, wie ihr vielleicht mitbekommen habt, habe ich mich am Montag leider verletzt und wurde heute bereits operiert“, teilte der 26-Jährige via Instagram mit und fügte dem Gruß vom Krankenbett auch ein Foto bei. Scheidhauer wurde im DFB-Pokalspiel von Energie gegen den SC Freiburg am 20. August eingewechselt, musste das Spielfeld aber schon nach wenigen Minuten verlassen. Wie die in Cottbus erscheinende Tageszeitung „Lausitzer Rundschau“ berichtete, machte ein Gelenksporn im linken Sprunggelenk die Operation erforderlich.

Nicht zu erfahren ist, weshalb der Mittelstürmer das hiesige Klinikum für seinen operativen Eingriff ausgewählt hat. Immerhin liegen 550 Kilometer zwischen Greven und der Stadt Cottbus nahe der Grenze zu Polen.

Möglicherweise lieferte Claus-Dieter Wollitz eine Entscheidungshilfe. Der Coach des brandenburgischen Drittligisten trainierte zwischen 2004 und 2009 den VfL Osnabrück, den er damals in die 2. Liga geführt hatte. Einem ersten Gastspiel in Cottbus zwischen 2009 und 2011 schloss sich in der Saison 2012/13 ein zweites Engagement in Osnabrück an. Wollitz pflegt aufgrund dieser langjährigen Trainertätigkeit private Verbindungen in die Region. Diese Umstände und die Reputation des Maria-Josef-Hospitals könnten somit bei der Wahl des Behandlungsortes eine Rolle gespielt haben.

Wie Scheidhauer weiter mitteilt, sei die Operation gut verlaufen. Wie lange er ausfällt, sei indes noch unbestimmt. „Aber auch aus dieser Verletzung komme ich wieder! Dafür liebe ich den Fußball zu sehr“, schreibt der 26-Jährige.

Der in der niederbayerischen Kreisstadt Deggendorf geborene Fußballer gehörte 2011 zur A-Juniorenmannschaft des VfL Wolfsburg, die Deutscher Meister geworden war. Nach Profistationen in Wolfsburg, beim VfL Bochum, MSV Duisburg und Schalke 04 wechselte der zuletzt vereinslose Angreifer zum FC Energie Cottbus. Der ehemalige Bundesliga-Club war im Sommer unter Wollitz in die 3. Liga aufgestiegen.

Nun hofft Scheidhauer, dass er seine Laufbahn nach dem operativen Eingriff in Greven schon bald fortsetzen kann.

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