Fußball: Kreisliga A
Die allerallerletzte Aktion

Greven -

Ein Fall von Andy Brehmes „Haste-Scheiße-am-Fuß“. Erst spielen sie nicht gut, dann nutzen sie ihre Chancen nicht – und dann gibt‘s in der Nachspielzeit auch noch Elfmeter für den Gegner. Das Protokoll eines maximal unglücklichen Nachmittags für die DJK Greven.

Mittwoch, 12.09.2018, 15:50 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 10.09.2018, 00:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 12.09.2018, 15:50 Uhr
So sah das aus am Ende: Hoetmar obenauf, Patrick Schlautmann und die DJK Greven nach dem späten 1:2 am Boden.
So sah das aus am Ende: Hoetmar obenauf, Patrick Schlautmann und die DJK Greven nach dem späten 1:2 am Boden. Foto: Stefan Bamberg

Ein Schlusspfiff, zwei atmosphärische Welten. In der einen Welt, die sich rund um den Elfmeterpunkt dreht: Yunus Saltabas, der Torwart des SC Hoetmar. Aufgeregt quatscht er – der Held des Nachmittags – in eine Handykamera. Erzählt dem Mann dahinter und der Hoetmarer Fußballgemeinde euphorisch, wie er sich so gefühlt hat, als er „dat Dingen reingehauen hat“, aus elf Metern, in der Vierundneunzigsten. Und in der anderen Welt, übers ganze Spielfeld verteilt: elf Männer mit blau-weißen Trikots, die Grashalme zählen. Die DJK Greven hat am Sonntag mit 1:2 (0:1) verloren – mit der letzten, der allerallerletzten Aktion. „Muss ich jetzt echt was sagen?“, fragt Coach Sven Klein bedröppelt. Und in der Tat will man dem Mann die Analyse gerne ersparen.

Ein später Schocker: Blau-Weiß unterliegt SC Hoetmar 1:2

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  • Ein später Schocker: Blau-Weiß unterliegt SC Hoetmar 1:2 Foto: Stefan Bamberg
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Zumal es eigentlich auch nicht so viel zu analysieren gibt: Es ist wohl einfach ein klassischer Fall von Andy Brehmes „Haste-Scheiße-am-Fuß“, was sich in der Emsaue zuträgt. Insbesondere in der zweiten Halbzeit.

Was die Leistung vor der Pause betrifft, muss Klein freilich konstatieren: „Da haben wir‘s einfach auch verpennt.“ Vorne spielen sie zu ungeduldig, hinten werden sie von den präzisen langen Bällen der Gäste überrumpelt – aus so einer Umschaltaktion resultiert nach einer Viertelstunde auch das 0:1.

Das auch erst mit Wiederbeginn wackelt – ebenso wie das Gebälk in der 47. Minute: Jonas Averbeck, Unterkante Latte – hallo wach, Greven? Tatsache: Kopfball Averbeck (55.), Lupfer Patrick Schlautmann (63.), Volleyschuss Averbeck (65.) – all das ist wirklich hübsch rauskombiniert. Geradezu ulkig, durch was für eine Gurke dann das 1:1 fällt: Averbeck, überall, diesmal auf links – flache Hereingabe, und irgendwer knickert ihn irgendwie rein (71.). Das Internet gibt Sebastian Häder den Treffer – und wir glauben das einfach mal.

Viel wichtiger aber: Die Hausherren arbeiten nun eifrig am Dreier, derweil die Gäste-Bank nur noch mit dem Schiri beschäftigt ist. Einer von ihnen muss seine guten Regeltipps dann allerdings von hinter der Bande geben – so beendet Referee Dennis Röhrs den gelb-schwarzen Komödienstadl.

Die XXL-Gelegenheit zum blau-weißen Sieg bietet sich Nikolaos Ntiso, acht Meter, ganz allein, und – ach Du grüner Keks! – direkt in Saltabas‘ Arme. Der dem Kick in der Nachspielzeit bekanntlich die Pointe verleiht: BW-Keeper Alex Weuthen muss nach einem ungeschickten Rückpass-Gedaddel raus, trifft ein Bein – ein Elfer, bei dem es nix zu diskutieren gibt. Leider nicht. 1:2.

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