Tischtennis: Verbandsliga
Plötzlich Zweiter

Greven -

Aus einem soliden Saisonstart wird ein richtig guter: Die DJK Greven punktet relativ überraschend auch in Datteln doppelt – und steht noch überraschender plötzlich auf Rang zwei des Verbandsliga-Tableaus.

Montag, 24.09.2018, 12:52 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 23.09.2018, 14:22 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 24.09.2018, 12:52 Uhr
Na, geht doch! Endlich beendete DJK-Routinier Reinhard Rothe seine persönliche Durststrecke. Doch überhaupt überzeugte Greven beim Auswärtsspiel in Datteln – und steht nun völlig überraschend auf dem zweiten Tabellenplatz.
Na, geht doch! Endlich beendete DJK-Routinier Reinhard Rothe seine persönliche Durststrecke. Doch überhaupt überzeugte Greven beim Auswärtsspiel in Datteln – und steht nun völlig überraschend auf dem zweiten Tabellenplatz. Foto: Stefan Bamberg

Die Trauben hingen – wir brachten dieses süße Bonmot ja schon am Freitag – hoch in Datteln. Da darf man sich ja wohl auch nach dem Match noch ein paar Wortspielchen aus der Obst-Feinkostabteilung gönnen. Wie wär‘s also damit: Dieser Samstagabend im nördlichen Ruhrgebiet, er war wirklich die Kirsche auf der blau-weißen Saisonstart-Torte! Denn mit dem 9:4-Auswärtssieg bei besagtem TTC Datteln ist der selbst ernannte Überlebenskämpfer DJK Greven plötzlich und unerwartet Tabellenzweiter in der Verbandsliga.

Und doch präsentiert sich Routinier Reinhard Rothe vorsichtig beim Rosinen picken: „Wir haben unsere Chancen super genutzt“, meint er zwar. „Aber wir müssen sehen, dass der Gegner bei weitem nicht in Bestbesetzung antreten konnte.“ Gleich zwei Stammkräfte vermissten die Gastgeber.

Freilich musste auch die DJK personell einmal in den sauren Apfel beißen, da Milan Heidkamp fehlte – aber, und das stellt sich bislang als echtes Grevener Pfund dar: Sie können solche Verluste auffangen. Diesmal mit Sinan Incegoz: Der Neuzugang harmonierte prächtig beim 3:0 im Auftaktdoppel mit Matthias Kaltmeier gegen das TTC-Top-Duo Luis Eß/ Niklas Ehlert .

Dieser Ehlert allerdings, er erwies sich im Einzel als erwartet unknackbare Nuss: Stephan Bothe verlor gegen Dattelns Eins nach drei, Max Haddick nach vier Sätzen. Dazu gingen ein Doppel (Rajee Sithamparanathan/Reinhard Rothe) und ein weiteres Solo (Incegoz) flöten. Dennoch: kein Grund für BW, sich in den Wesel-Datteln-Kanal zu stürzen. Sie hatten die richtigen Antworten parat: „Die meisten Partien konnten wir zügig für uns entscheiden“, erzählt Rothe.

Mit „wir“ meint er übrigens endlich auch wieder sich selbst: Nach längerer persönlicher Durststrecke mal wieder eine Oase für den Altmeister – 3:0-Erfolg gegen den Sportskameraden Markus Giesa. Rothe, auch hier Realist durch und durch, wollte das aber auf keinen Fall überbewerten: „Klar tat mir das gut. Wichtiger ist aber, dass wir als Mannschaft konstant gespielt haben.“ Wie wahr: Mitunter deutliche Siege der Herren Bothe, Kaltmeier, Sithamparanathan und Haddick gesellten sich hinzu. So ließ es sich Sonntagmittag entspannt das EM-Halbfinale zwischen Timo Boll und Patrick Franziska gucken.

Am nächsten Sonntag kommt‘s dann in der Emshalle (11 Uhr) zu einem völlig unverhofften Knaller: Der Zweite gegen den Ersten, die DJK gegen die TTF Bönen – oder auch: das überraschendste Gipfeltreffen seit Reinhold Messners Begegnung mit dem Yeti. Und schon wieder ein Achttausender für Rothe und Co. – realistisch betrachtet.

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