Tischtennis-Verbandsliga
Spitzenreiter zeigt DJK die kalte Schulter

Greven -

Als Überraschungs-Zweiter wollten sie Bönen die Stirn bieten. Doch der Tabellenführer zeigt der DJK Greven nur die kalte Schulter und schüttelt den Verfolger mit 8:2 ab.

Montag, 01.10.2018, 17:10 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 30.09.2018, 19:12 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 01.10.2018, 17:10 Uhr
Sie haben alles versucht: Trotzdem unterlag Matthias Kaltmeiers DJK im Tospiel mit 2:9.
Sie haben alles versucht: Trotzdem unterlag Matthias Kaltmeiers DJK im Tospiel mit 2:9. Foto: Stefan Bamberg

Na immerhin. Die fröhlichen Edelfans auf der Tribüne gehen trotz allem eigentlich ganz zufrieden nach Hause. Gerade in der letzten halben Stunde dieses insgesamt dann doch ungleichen Verbandsliga-Gipfels gab es ja diverse Male Grund zum Schmunzeln. Zuletzt war es Milan Heidkamp , der – als das blau-weiße Schiff schon im Begriff war zu sinken – mit ironischem Unterton von seinen Teamkollegen forderte: „Jungs, Ihr dürft mich auch gerne ein bisschen anfeuern!“ Die kamen der Bitte selbstredend gerne nach, wenngleich das am Ende auch nix mehr brachte: Mit 2:9 unterliegt also die DJK Greven dem alten und neuen Tabellenführer TTF Bönen. Dennoch: „Lustig war’s auf jeden Fall“, sagt einer der Zuschauer und applaudiert beschwingt. „Wie immer!“

Okay, womöglich sollte man diesen Gute-Laune-Kult nicht überstrapazieren – immerhin sind wir hier nicht beim geselligen Rommé-Nachmittag, sondern bei durchaus höherklassigem Sport. Trotzdem gibt es am Sonntag eben auch keinen Grund sich zu grämen, geschweige denn zu schämen. Denn der Überraschungs-Zweite, er hat mit Schmackes dagegengehalten – hier und da zwar auch ein bisschen Pech, aber letzten Endes einfach auch keine Schnitte gehabt. „Diese Niederlage ist keine Katastrophe“, findet denn auch Kapitän Matthias Kaltmeier.

Zumal es, als die Anfangsdoppel haarscharf überlebt sind (0:3 aus DJK-Sicht), sogar Momente gibt, in denen auf einmal was möglich scheint: Da schnappt sich Max Haddick ein Fünf-Satz-Match gegen Jonas Reich. Da verkürzt Milan Heidkamp gegen Sascha Kaiser gar auf 2:3 aus Gastgeber-Sicht.

Sodann putzige Szenen in der Emshalle: der hünenhafte Stephan Bothe gegen den kleinen Ping-Pong-Wiesel Tim Heyer. Optisch hat das ein bisschen was von Balu gegen Mogli – leider verliert der DJK-Präsident diese Neuauflage des Rumble in the jungle – 2:4 jetzt.

Filmreifes derweil freilich auch am Nachbartisch: Kaltmeier gegen Jonas Mittermüller, das Zauberduell der beiden Harry-Potter-Brillenträger (nur in eckig) – in dem der Bönener zwar nicht den Stein der Weisen, aber doch immerhin Gleis neundreiviertel findet. Und den Grevener Leitwolf in die Kammer des Schreckens schickt – denn diese Niederlage ist echt doppelt bitter: Auf dem Weg zum 3:1 kassiert Kaltmeier einen 0:8-Lauf gegen sich – von dieser schwarzen Serie erholt er sich nicht mehr. „Das Ding muss ich natürlich nach Hause bringen“, meint er selbstkritisch. Schwacher Trost: Immerhin die Optiker-Gilde hätte ihre helle Freude an dieser Partie gehabt.

Mit Freude hat das nun noch Folgende nicht mehr allzu viel zu tun: Unterm Strich nix zu holen für Rajee Sithamparanathan und Max Haddick, dazu Kanten-Pech für einen an sich überzeugenden Reinhard Rothe, der seinem jungen Kontrahenten scherzhaft empfiehlt, doch mal Lotto zu spielen. Dem ist sein Dusel offenbar selbst ein wenig peinlich.

Beim Stand von 2:8 hat folglich Milan Heidkamp die zweifelhafte Ehre, sich gegen Matchbälle zu verteidigen – er fightet wie ein Löwe und wehrt den ersten mit einem irren 16:14 (!) ab. Und hat das Unvermeidliche damit doch nur hinausgezögert.

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