Tischtennis Verbandsliga
Lieber eine Krawatte

Greven -

Die Bilanz fällt weder niederschmetternd noch hochtrabend aus: Einem Raketenstart mit fünf Punkten aus den ersten drei Partien folgten eine nötige Niederlage gegen Spitzenreiter Bönen und zwei unnötige in Bergkamen und Rheine. Die Tischtennisherren der DJK überwintern auf einem Nichtabstiegsplatz, wissen aber, dass das Eis in der Verbandsliga dünn ist.

Freitag, 07.12.2018, 11:00 Uhr
Auf ihn ist auch in dieser Verbandsligasaison Verlass: Matthias Kaltmeier gilt als sichere Bank im DJK-Team.
Auf ihn ist auch in dieser Verbandsligasaison Verlass: Matthias Kaltmeier gilt als sichere Bank im DJK-Team. Foto: th

Dem unvergessenen Loriot verdanken wir mit „ Weihnachten bei Hoppenstedts“ vermutlich das Beste, was jemals zum Fest der Feste inszeniert wurde. Erinnern Sie sich noch an die Bescherung? Ja, genau: Mutti kriegt den „Saugblaser Heinzelmann“, der angeblich gleichzeitig Teppich und Frisur pflegt. Opa einen Plattenspieler. Und Tochter (oder Sohn?) Dicki das hochexplosive Gesellschaftsspiel „Wir bauen uns ein Atomkraftwerk“.

Nur bei Vati verläuft das Beschenken ganz unspektakulär: „Eine Krawatte…!“ Müsste eins dieser Päckchen als Symbol für die Hinrunde der DJK-Verbandsligaherren herhalten, es wäre wohl der vergleichsweise schnöde Schlips: Greven beendet die erste Saisonhälfte mit einem wichtigen 9:4-Derbysieg über den TTV Metelen – und mit 10:12 Punkten auf Rang acht. Der Ligaverbleib – aufgrund einer Strukturreform erst ab Platz sieben sicher – rückt damit in Griffweite: „Dieses Zwischenergebnis ist realistisch“, sagt Team-Kapitän Matthias Kaltmeier.

Wenn der Mannschaftsführer nun die Jahresabschlusszahlen vorlegt, fällt die Bilanz weder niederschmetternd noch hochtrabend aus: Einem Raketenstart mit fünf Punkten aus den ersten drei Partien folgten eine nötige Niederlage gegen Spitzenreiter Bönen (2:9) und zwei unnötige in Bergkamen (2:9) und Rheine (5:9).

Dass in der Saison-Frühphase die Nüchternheit hier und da mal der Euphorie gewichen war – na klar: „Wir arbeiten ja nicht im Büro“, witzelt Kaltmeier. Spätestens jedoch mit den dürftigen Auftritten gegen die Tabellennachbarn Ochtrup (8:8) und Ramsdorf (6:9) wurde die Lage kritisch – plötzlich Abstiegskampf. Und Formschwächen bei alten Haudegen wie Stephan Bothe und Rajee Sithamparanathan. Dafür drehte ein Neuzugang langsam auf: Sinan Incegoz avancierte zuletzt zu einer sicheren blau-weißen Bank. „Sinan ist im Wettkampfmodus angekommen“, freut sich Kaltmeier, der ansonsten wieder mal dem DJK-Ältesten Recht geben muss: „Das sind zwei Punkte gegen den Abstieg“, hatte Reinhard Rothe bereits am ersten Spieltag in Kinderhaus prognostiziert. Und damit vom Altmeister zurück zum Humor-Großmeister: Was wird denn aus all den besonderen Geschenken? Der Saugblaser demoliert Frau Hoppenstedts Haarpracht. Opas Grammophon spielt an Heiligabend auf Kosten der Christbaumbeleuchtung den „Helenenmarsch“. Und das lustige Atomkraftwerk-Spiel brennt ein Loch in den Fußboden. Nee, dann wünschen sich Grevens Tischtennis-Asse für die Rückrunde doch lieber eine Krawatte – also Platz sieben.

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