Tanzsport
Eleganz der Extraklasse

Greven -

Das Nikolaus-Turnier des TSC Ems-Casino Blau-Gold Greven stößt auf großes Publikumsinteresse. Die rund 60 Tanzpaare revanchieren sich auf ihre Weise: mit Tanzsport der Extraklasse.

Montag, 10.12.2018, 09:00 Uhr
Beim Standard-Tanz, in der höchsten Leistungsklasse, wirbeln die Paare regelrecht über das Parkett.
Beim Standard-Tanz, in der höchsten Leistungsklasse, wirbeln die Paare regelrecht über das Parkett. Foto: Pia Naendorf

Tanzen hat viel mit Eleganz zu tun. Tanzen geht zudem einher mit Leidenschaft. All das wird offensichtlich, wenn man die vielen Paare beim großen Nikolausturnier des TSC beobachtet. Sie strahlen genau diese Eigenschaften aus: Es ist schön und elegant, und dass sie alle mit Leidenschaft dabei sind, ist klar.

In einer sehr gut gefüllten Halle traten am Samstag rund 60 Paare verschiedener Altersgruppen in den Kategorien Latein und Standard an. Angefeuert wurden sie von einem begeisterten Publikum, das im Gegenzug mit absoluter Extraklasse belohnt wurde.

Das Turnier startete mit den Paaren aus der Kategorie Latein. Die Leistungsklassen steigerten sich im Verlauf. Nach einigen spektakulären Auftritten der Leistungsklasse A gewann am Ende das Paar aus Leverkusen, das Bestnoten erhielt. Dario Ovideo Sannino und Sabrina Bartsch gewannen den Nikolaus-Pokal. Sichtlich erleichtert nach der Kraftanstrengung nahmen sie Glückwünsche entgegen und ließen sich vom Publikum feiern.

Nach den Latein-Tänzen betraten die Standard-Paare die Bühne. Langsamer Walzer, Tango, Wiener Walzer, Slow-Foxtrott, Quickstep – die Tänzer wirbelten über das Parkett.

Der zweite Vorsitzende des Tanzsportclub Ems-Casino Blau-Gold Greven, Thomas Derner, zeigte sich begeistert: „Es ist ein Traditionsturnier geworden. Seit mehr als 20 Jahren tanzen wir hier.“ Besonders freue man sich über die hohe Zuschauerzahl, heute seien auffallend viele Gäste gekommen, um dem Spektakel beizuwohnen.

Wenn Derner vom Tanzen spricht, dann spricht er auch von Leidenschaft: „Tanzen ist ein ästhetischer Sport, da wird Musik in Bewegung umgesetzt und mit Eleganz und Schönheit verbunden.“

Die Grevener Tänzer sind dabei sogar von besonderem Erfolg verwöhnt: „Wir sind als Verein unglaublich erfolgreich. Heute stellen wir viele Landessieger und auch Paare, die es weit darüber hinaus geschafft haben.“ Der ganze Verein ist spürbar stolz auf das, was Bernd Farwick und Petra Voosholz geschafft haben.“ Der dritte Platz bei der WM, der erste bei den German Open, Deutsche Meistertitel – nur um eine kleine Auswahl zu nennen. Wenn sie über das Parkett wirbeln, dann verlieren selbst die zuschauenden Tänzer ihre sonst so perfekte Haltung. Dann wird gejubelt, geklatscht, gerufen – und es hilft. In ihrer Klasse holten die beiden auch auf heimischem Parkett den Sieg.

Derner betont: „Tanzen ist ein Höchstleistungssport! Ein Tanz ist ungefähr so anstrengend wie ein 400 Meter Lauf. Und das machen sie dann mehrmals hintereinander!“ Davon ist wenig zu sehen, viel zu sehr strahlen die Paare beim Tanzen. Dabei muss auch die Koordination zwischen den beiden Partnern perfekt aufeinander abgestimmt sein, daher sei es auch psychisch ein Kraftakt.

Dass davon am Ende nichts mehr zu sehen ist, ist das Ergebnis von vielen Trainingsstunden. Doch die zahlen sich aus. „Hier tritt keiner mehr irgendwem auf die Füße“, lacht Derner.

„Wir sind sehr stolz, auf das, was die Tänzer hier heute geleistet haben. Das macht einfach Spaß!“, zeigten sich die Veranstalter vom TSC begeistert von dem Verlauf des Traditionsturniers.

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