Fußball: Bezirksliga
Kasalla und kein Kaffee

Greven -

Im ersten „Sechspunktespiel“ der Rückrunde holte Greven 09 leider keinen einzigen. Trotz einer beherzten Vorstellung schauten am Ende nur noch zehn Nullneuner in die Röhre. Und es gab ein bisschen Ärger.

Sonntag, 10.02.2019, 19:40 Uhr
Bauchlandung: Zum Rückrundenauftakt kassierte Bezirksligist Greven 09 eine 0:2-Niederlage gegen Ligaprimus SV Wilmsberg. Klar, dass die Grevener Trainerbank (kleines Foto) da etwas bedröppelt dreinschaute.
Bauchlandung: Zum Rückrundenauftakt kassierte Bezirksligist Greven 09 eine 0:2-Niederlage gegen Ligaprimus SV Wilmsberg. Klar, dass die Grevener Trainerbank (kleines Foto) da etwas bedröppelt dreinschaute. Foto: Stefan Bamberg

Andreas Sommer und Christof Brüggemann haben sich schon öfter gesehen, so als Urgesteine auf den Bezirksliga-Trainerbänken der Region. Ja klar, auch am Sonntag haben sie einander mit einem flüchtigen Shakehands verabschiedet. Vielleicht werden sie auch irgendwann mal wieder einen Kaffee zusammen trinken. Gestern aber war ihnen eher nicht danach: nach einem Rückrundenstart mit mächtig Kasalla zwischen Greven 09 und dem SV Wilmsberg , über den nur der Spitzenreiter jubelt: 2:0 (1:0)-Auswärtssieg für die Brüggemänner.

Kein Topspiel für 09: 0:2-Niederlage zum Rückrundenstart

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Die auch die erste Duftmarke hinterlassen – und damit rein ins Vergnügen: eine absolut patentfähige Eigenkreation Cedric Eisfeldts , halb Scherenschlag, halb Seitfallzieher, sieht sehr schön aus – ist aber auch ein dankbarer Torwartball. Luca Dömer hat ihn (10.).

Bei Nullneun überrascht Andreas Sommer hinten mit zweien, die noch für die Zwiebackpackung modeln könnten: Luca Stegemann verteidigt innen, Jens Krumschmidt außen – und Letzterer kriegt die erste Riesenchance der Partie: Bernd Lakenbrink wackelt vielbeinig, flankt präzise, und findet im Zentrum Krumschmidts Birne. Knapp daneben.

Stichwort daneben: im Anschluss eine Menge, das es haarscharf nicht in den neuen Knigge schafft. Gewiss, ein bisschen Gemecker gehört ja zum Handwerk. Aber: Emre Kücükosmans auffälligste Szene ist ein amtlicher Trash-Talk mit einem Wilmsberger Schlachtenbummler. Und auch Patrick Fechtel fällt heute immer wieder durch Weinerlichkeiten auf. Zwei beschlagene Kicker, die solch ein Schmierentheater ja wohl eigentlich gar nicht nötig hätten – oder, Männer?

Zurück auf den Platz, wo weiterhin nicht so furchtbar viel passiert – aber dann: 28. Minute, und ein famoser Diagonalpass von Alex Wehrmann, sein Vornamensvetter Hesener mit etwas Glück und sehr viel Geschick bei der Ballmitnahme – und ab dafür, 0:1.

Tja, da bist Du bei Nullneun in der Wintervorbereitung extra mit einer Fitnesstrainerin über den Kunstrasen gehoppelt – und dann kommt der Tabellenführer vorbei und haut Dir so ein Sahne-Stück ins Gesicht. Dessen Spielertrainer jubiliert: „Ich bin erneut hellauf begeistert von der Truppe – das ist wirklich ein exzellenter Rückrundenstart.“

Zur ganzen Geschichte gehört aber auch, dass es für ein Spitzenspiel viel Gedresche zu ertragen gibt: Greven rennt mit Herz an und kassiert dann einen Stich in selbiges – Stunde rum, Ballverlust nach eigener Ecke, Johannes Mennemeyer bremst den Konter aus. Für sowas ist das Wort Notbremse erfunden worden. Schiri Till Kauschke setzt richtigerweise alles auf Rot.

Die Hausherren aber auch: Die Unterzahl ist ihnen nicht anzumerken. Sommer erzürnen – siehe oben im Text – die Forderungen von der Wilmsberger Bank nach weiteren Karten gegen seine Jungs. Und am Ende geht all sein Zorn doch irgendwie ins Leere: Kurz vor Ultimo köpft Eisfeldt die entscheidende zweite Kiste (88.).

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