Handball: Kreisliga
Angriff ohne Biss

Greven -

Das war nichts. Die Handballfreunde Reckenfeld/Greven enttäuschten am Wochenende vor allem im Angriff. Die Mannschaft von Trainer Martin Halfmann ließ gleich etliche Chancen liegen und unterlag gegen Adler Münster verdient mit 27:28. Dabei ließen die Hausherren während der 60 Minuten die rechte Durchschlagskraft vermissen, das wurde von den Gästen eiskalt bestraft.

Montag, 25.02.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 26.02.2019, 16:44 Uhr
Nick Stromberger erlebte mit den Handballfreunden eine derbe Bruchlandung.
Nick Stromberger erlebte mit den Handballfreunden eine derbe Bruchlandung. Foto: Heidrun Riese

„Wenn man das Tor öfter verfehlt, als man es trifft, kann man keinen Gegner schlagen“, stellte Martin Halfmann nach der 27:28 (13:14)-Niederlage seiner Kreisliga-Männer der Handballfreunde Reckenfeld/Greven 05 gegen den SV Adler Münster ernüchtert fest. Mehr als 30 Fehlwürfe, bei denen seine Schützlinge freie Bahn und damit eine gute Chance auf einen Treffer hatten, notierte der Trainer am Samstagabend in der Emssporthalle. Nur ein paar weniger hätten gereicht, um das Spielfeld als Sieger zu verlassen. „Das haben wir selbst verbockt“, lautete deshalb sein Fazit.

An der Einstellung lag es dieses Mal nicht. „Das war vom Kämpferischen her schon in Ordnung“, fand Halfmann. Aber das Runde wollte eben nicht ins Eckige. So warfen die 05er von Beginn an den gegnerischen Torhüter ab. Im positionellen Angriff lief es ohnehin nicht so richtig rund gegen die zweikampfstarken Münsteraner. Immer wieder hinderten sie Marcel Peters daran, sich durch die Abwehr zu wühlen. Außerdem machten ihm seine Schützlinge in der ersten Halbzeit zu wenig Tempo nach vorne, bemängelte der Trainer.

Ein paar Treffer von den Außenpositionen hielten sie im Spiel, ehe Halfmann seine Männer zu einer Auszeit versammelte (19.). Die anschließende Vier-Tore-Serie zum 10:10-Ausgleich ließ kurzzeitig Hoffnung aufkeimen. Doch die Gäste, die mit nur einem Auswechselspieler angereist waren, spielten ihre Routine bis zur Pause aus (13:14).

Nach dem Wechsel blieben die 05er noch eine ganze Weile dran und schafften es sogar mehrfach bis zum Ausgleich. Maik Ruck erzielte das 17:17 (36.) und nutzte eine Lücke zum 19:19 (39.). Auch als Thomas Menke mit einem starken Wurf aus der zweiten Reihe auf 23:24 (48.) verkürzte oder Marcel Peters das HF-Team mit einem Doppelschlag von Halbrechts auf 26:27 (59.) heranbrachte, war im Prinzip noch alles drin. Doch gefühlt hinkten die Hausherren den berühmten Schritt hinterher. Und den Münsteranern ging trotz fehlender Verschnaufpausen einfach nicht die Luft aus. „Sie wussten ihre Kräfte einzuteilen“, musste Halfmann neidlos anerkennen. So gelang den Gästen in Unterzahl noch ein letztes Tor, wodurch es bei den 05ern nur noch für den Anschlusstreffer zum 27:28-Endstand reichte. „Wir waren zum Schluss vier Minuten in Überzahl, da hätten wir das Spiel eigentlich drehen müssen“, ärgerte sich der Trainer. „Aber wir haben es nicht geschafft, die Würfe reinzumachen.“

HF I: Schwenken, Quadflieg - Peters (8/2), Ruck (6), Haje (4), Menke (3), Dömer (2), Redmer (2), Altenburger (1), Stromberger (1), Risch, Volmer, Gucz.

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