Fußball: Kreisliga A
Der Abschied auf Asche?

Greven -

Ein Kraftakt der allerersten Kategorie. Und trotzdem ist das wahrscheinlich zu wenig gewesen für die DJK im Abstiegskampf. Das wahrscheinlich letzte Heimspiel auf Asche überhaupt in der blau-weißen Historie endete für die Grevener mit gemischten Gefühlen.

Sonntag, 17.03.2019, 19:18 Uhr aktualisiert: 20.03.2019, 13:28 Uhr
Ein Hauch von Fußball-Historie: Es war das vielleicht letzte DJK-Spiel auf Asche für alle Zeit. Da konnte man sich also noch mal so richtig was gönnen, wie dieses Foto zeigt. Das 2:2 gegen den TSV Handorf hilft Greven freilich nicht so richtig weiter.
Ein Hauch von Fußball-Historie: Es war das vielleicht letzte DJK-Spiel auf Asche für alle Zeit. Da konnte man sich also noch mal so richtig was gönnen, wie dieses Foto zeigt. Das 2:2 gegen den TSV Handorf hilft Greven freilich nicht so richtig weiter. Foto: Stefan Bamberg

Fußball ist keine Mathematik, hat Kalle Rummenigge mal zu Ottmar Hitzfeld gesagt. Und den Trainer-Gentleman – bei dem man sich ja stets fragte, was so ein toller Typ bei Bayern macht – damit dereinst schwer getroffen. Dabei ist ohne Frage klar im Vorteil, wer rechnen kann – gerade im Abstiegskampf. Der gestrige Tag in der Emsaue zum Beispiel endete mit einer arithmetisch überaus plausiblen Erkenntnis: Ein Punkt im selbst ernannten Sechspunktespiel ist ein bisschen wenig. DJK Greven gegen des TSV Handorf: nur 2:2 (0:1). Die nächste letzte Chance? Vertan.

Die nächste letzte Chance: DJK spielt im Kellerduell 2:2

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An einem Fußball-Nachmittag, der vielleicht Historisches bietet: die wahrscheinlich allerletzte Partie der DJK auf Asche überhaupt – bald rollen hier die Bagger für den Kunstrasenplatz an. Dafür hat heute ein amtlicher Hagelschauer kurz vor Anpfiff den Boden noch mal so richtig nett bereitet – hereinspaziert, hereinspaziert zu den Kreismeisterschaften im Schlammcatchen. „Ach, ich hab diesen Acker auch schon noch schlechter gesehen“, meint DJK-Coach Peter Talmann. Tabellenplatz 15 macht offenbar schmerzfrei.

Da kann ihn diese erste Halbzeit vermutlich auch nicht mehr schocken: Die DJK will mit zwei sehr offensiven Außenverteidigern tapfer die Flucht nach vorn ergreifen – und kriegt ihren Mut nach einer Viertelstunde direkt voll ins Gesicht: Julian Austermann und ein plötzliches 25-Meter-Kunstwerk aus der Drehung, Unterkante Querbalken – 0:1. BW-Keeper Lukas Funke sitzt chancenlos im Matsch und kommt sich womöglich vor wie ein Pilot beim Start Richtung Paderborn/Lippstadt: ein Flug ins Leere.

Freilich sind die Gastgeber gegen die Keller-Nachbarn aus Handorf von Beginn an das etwas bessere von zwei mit sich selbst beschäftigten Teams. Und total engagiert: Doch die Entscheidungsfreude fehlt – zweimal Jan Drees (28./33.), ja warum haut er denn nicht einfach drauf? Raus kommen zwei verunglückte Flanken. Pause.

Zurück auf dieses sogenannte Fußballfeld kommt eine blau-weiße Karacho-Kolonne: Schön ist‘s nicht, erfolgreich ja auch nicht wirklich – insbesondere nach dem 0:2 (64.). Aber, und das ist eigentlich alles, was hier zählt: von Aufgeben ist nix zu sehen! Und dann, Freunde: hoch hinein, 68. Minute, TSV-Keeper Christopher Nientied von irgendwem umgesenst, Henning Stamm am langen Pfosten – und alles wieder offen! Während die Gäste noch Foul reklamieren, schmeißt Greven sich schon ins nächste und übernächste Getümmel.

„Fünf noch!“, schreit Talmann – da lupft Drees. Latte. Nachschuss Jonas Averbeck. Drin! Drin! Das Remis gesichert, mit einem Kraftakt. Und wenn man nicht aufpasst, vergisst man glatt, dass der eine Zähler nicht weiterhilft.

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