Fußball: Der Kreistag der Steinfurter Fußballvereine
Steinfurts Kreisvorsitzender Hans-Dieter Schnippe geht in seine finale Amtszeit

Burgsteinfurt -

Der Fußballkreis Steinfurt kann sich auf seine Führungsriege verlassen. Das wurde während des Kreistages einmal mehr deutlich. Einstimmig wurde der Vorstand in seinen Ämtern bestätigt. Ein Funktionär musste allerdings Alarm schlagen.

Donnerstag, 11.04.2019, 15:00 Uhr aktualisiert: 11.04.2019, 15:22 Uhr

Hans-Dieter Schnippe und seine „Mannschaft“ führen die Geschicke des Fußballkreises Steinfurt auch in den nächsten drei Jahren. Der Sportfunktionär aus Rheine sowie alle übrigen Vorstandsmitglieder wurden am Montag im Rahmen des Kreistages einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Allerdings kündigte Schnippe an, dass es für ihn definitiv die letzte Legislaturperiode sein wird.

„Ich bin auf keinen Fall amtsmüde. Es handelt sich um eine Vorgabe des Verbandes, der eine Altersgrenze festgesetzt hat. Über 75-Jährige dürfen ab 2022 kein gewähltes Amt mehr ausüben. Demnach muss ich aufhören“, erklärte Schnippe den Delegierten der Vereine. 29 der 33 Clubs hatten ihre Vertreter zum Kreistag geschickt, der wieder einmal im Kommunikationszen­trum der Kreissparkasse stattfand. Durch Abwesenheit glänzten der SV Wilmsberg, Matellia Metelen, der FSV Ochtrup und Eintracht Rodde.

Schnippe darf auch in seiner finalen Amtszeit als „Steinfurter Fußballchef“ auf seine bewährten Weggefährten bauen. Dabei handelt es sich um Gerhard Rühlow (Fußball-Obmann), Manfred Eppenhoff (Kassierer), Werner Wehmschulte (Vorsitzender Leichtathletikausschuss), Heinz-Gerhard Hüweler (Vorsitzender Jugendausschuss), Jörg Brandhorst (stellvertretender Vorsitzender) und Jürgen Lütkehaus (Vorsitzender Kreisschiedsrichterausschuss). Festes Mitglied des Vorstandes ist seit Montag die Borghorsterin Judith Finke (Vereins- und Kreisentwicklung), die ihren Posten bislang kommissarisch ausgefüllt hatte. Ergänzt wird die Führungsriege durch die Staffelleiter Wilfried Helmer und Manfred Bröker sowie den Altherren- und Altliga-Obmann Hans-Dieter Puls.

Marianne Finke-Holtz, Vizepräsidentin des Westfälischen Fußball- und Leichtathletikverbandes, überbrachte dem Vorstand und den Vereinsvertretern Grüße aus Kaiserau. „Wir brauchen das gesamte System, um den organisierten Fußball und die Leichtathletik sowie die Vereine, Kreise und Verbände zukunftsfest zu machen. In den nächsten Jahren werden wir, der FLVW und der Fußballkreis Steinfurt, unseren eingeschlagenen Weg fortsetzen und den Dialog mit Ihnen – sprich der Basis – in den Vordergrund rücken. Wir wollen damit besser werden, wollen wissen, wo der Schuh drückt, damit wir gezielt helfen können.“

Der drückt vor allem bei den Schiedsrichtern. Das machte einmal mehr Jürgen Lütkehaus deutlich, dessen Beschreibung des Ist-Zustandes erschreckend ausfiel. „Stand heute haben wir in der nächsten Saison nur noch 119 Unparteiische, wir brauchen aber 160 bis 180. Lange können wir in dieser Form nicht mehr weitermachen. So krass war das Problem noch nie.“ Fünf von sieben angebotenen Anwärter-Lehrgänge wurden in den vergangenen drei Jahren durchgeführt. Das sorgte für 59 neue Referees, von denen momentan noch 39 aktiv sind. 60 Prozent von ihnen sind unter 18 Jahre alt.

„Unsere Nachbarkreise haben diese Schwierigkeiten nicht“, richtete sich Lütkehaus mit dem Appell an die Versammlung, in den Vereinen verstärkt nach geeigneten Kandidaten für die Tätigkeit an der Pfeife zu werben.

Ein zentraler Punkt des Abends war die Auslosung des „Kreissparkassen-Cups“, dem DFB-Pokal auf Kreisebene. Die Ziehung der Partien lag in den Händen von Stephan Runge, der in seiner Funktion als Regionaldirektor der Kreissparkasse Steinfurt seit Jahren die Paarungen aus der Lostrommel zieht. Dabei bewies Runge Fingerspitzengefühl und brachte schon in Runde eins interessante Teams zusammen (siehe Tabelle auf der rechten Seite). So muss der SV Burgsteinfurt bei Vorwärts Wet­tringen antreten, und auch die Duelle Emsdetten 05 gegen den FC Eintracht Rheine sowie Germania Horstmar gegen den SC Altenrheine versprechen Spannung. Die drei Westfalenligisten werden bei A-Ligisten vorstellig: SuS Neuenkirchen tritt in Langenhorst an, Borussia Emsdetten in Leer und der SV Mesum bei Amisia Rheine.

► Mit Beginn der Saison 2019/20 modifiziert der Westfälische Fußball- und Leichtathletikverband (FLVW) die Bestimmungen zum Ein- und Auswechseln der Akteure in den Pflichtspielen. Statt bisher drei können in der neuen Saison vier Spieler eingewechselt werden. Diese Regelung gilt von der Kreisliga C bis in die Oberliga Westfalen.

Der Kreistag der Steinfurter Fußballvereine

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  • Hans-Dieter Schnippe begrüßte die Delegierten am Montagabend zum Kreistag der Steinfurter Fußballvereine.

    Foto: Marc Brenzel
  • Zahleiche Vereinsvertreter und Funktionäre waren erschienen.

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  • Marianne Finke-Holtz, Vizepräsidentin des Westfälischen Fußball- und Leichtathletikverbandes (FLVW) überbrachte Grüße aus Kaiserau.

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  • Ein eingespieltes Team: Stephan Runde (Regionaldirektor der Kreissparkasse Steinfurt, l.) und Pokalspieleiter Hans-Dieter Schnippe (2.v.l.) kümmerten sich um die Auslosung des Kreispokals.

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  • Dabei bewies Runde ein gutes Händchen und brachte schon in Runde eins einige interessante Teams zusammen.

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  • Eher regungslos verfolgten die Vereinsvertreter das Prozedere. Das typische Geraune während einer Auslosung ist wohl dem DFB-Pokal vorbehalten.

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  • Gerhard Rühlow freute sich, was Stephan Runde so alles aus der Lostrommel gezogen hatte.

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  • Hans-Dieter Schnippe (Kreisvorsitzender, l.) bedankt sich bei Franz Neugebauer, der nach 21 Jahren in der Bezirkssportkammer sein Amt niederlegt.

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  • 30 Jahre lang war Hermann Schlepers (FCE Rheine, r.) Mitglied der Kreissportkammer. Das war für Hans-Dieter Schnippe Anlass genug, sich bei Schlepers für dessen Arbeit zu bedanken.

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  • Kreisschiedsrichterobmann Jürgen Lütkehaus schlug Alarm. Bei den Unparteiischen wird die Personaldecke immer dünner.

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  • Lütkehaus unterstrich seine Ausführungen visuell.

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  • Schnippe und Lütkehaus wissen, dass der Trend unbedingt gestoppt werden muss. Die beiden Funktionäre sind zudem die Delegierten des Kreises auf Westdeutscher Ebene.

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  • Judith Finke ist seit Montag festes Mitglied im Kreisvorstand. Die Borghorsterin kümmert sich um die Vereins- und Kreisentwicklung.

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  • Bernhard Grotholt informierte in seiner Funktion als Vorsitzender des Kreissportkammer über 13 Einzelschriftverfahren in der laufenden Saison. Ein niedriger Wert, der zeigt, dass es im Fußballkreis Steinfurt fair zugeht.

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  • Marianne Finke-Holtz gratulierte Hans-Dieter Schnippe zur Wiederwahl.

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  • Christoph Arning von Westfalia Leer ist neu in der Kreissportkammer. Er komplettiert das Rechtsprechungsorgan um Bernhard Grotholt, Dietmar Kaiser, Eberhard Brunsch und Jürgen Kockmann.

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  • Dennis Laukötter (Westfalia Leer) folgt auf Franz Neugebauer als Mitglied der Bezirksspruchkammer. Der zweite Steinfurter in diesem Gremium ist Karlo Willers (FCE Rheine).

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  • Ein Sonderlob gab es für Stefan Over (l.). Der zweite Geschäftsführer von Westfalia Leer warb in seinem Verein kräftig für das Ehrenamt. Neue Schiedsrichter sowie neue Mitglieder in der Kreissport- sowie in der Bezirkssportkammer waren der Lohn. Das wurde vom Kreisvorstand gewürdigt.

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  • Der Vorstand des Fußballkreises Steinfurt (v.l.): Heinz-Gerhard Hüweler (Vorsitzender Jugendausschuss), Jürgen Lütkehaus (Vorsitzender Schiedsrichterausschuss), Manfred Eppenhoff (Kassierer), Werner Wehmschulte (Vorsitzender Leichtathletikausschuss), Wilfried Helmer (Staffelleiter Kreisliga C), Judith Finke (Vereins- und Kreisentwicklung), Hans-Dieter Schnippe (Vorsitzender), Jörg Brandhorst (stellvertretender Vorsitzender, Staffelleiter Kreisliga B), Manfred Bröker (Staffelleiter Frauen-Kreisliga), Hans-Dieter Puls (Altherren-/Altliga-Obmann) und Gerhard Rühlow (Fußball-Obmann, Staffelleiter Kreisliga A und Pokalspielleiter).

    Foto: Marc Brenzel

► Drei Verabschiedungen verdienter Ehrenamtler standen am Montag ebenfalls auf der Tagesordnung. Aus der Kreissportkammer schieden Karl-Heinz Hornung (SC Altenrheine) und Hermann Schlepers (FCE Rheine) aus. Schlepers war 30 Jahre Mitglied der Kammer und stand ihr 27 Jahre vor. „Das sind Zahlen, die man sich auf der Zunge zergehen lassen kann“, zollte Kreisvorsitzender Hans-Dieter Schnippe Schlepers seinen Respekt. Neu in der Sportkammer ist Christoph Arning (Westfalia Leer). Franz Neugebauer – ebenfalls aus Leer – vertrat den Fußballkreis 21 Jahre lang in der Bezirkssportkammer. Neugebauer schied nach über zwei Jahrzehnten aus, wofür es reichlich lobende Worte seitens des Kreisvorsitzenden und kleine Präsente gab. Für Neugebauer rückt Dennis Laukötter (Westfalia Leer) in die Bezirkssportkammer nach.

► Empfindliche Konsequenzen ziehen in der neuen Saison Spielverzichte und Nichtantritte nach sich. Wenn eine Mannschaft nach dem Stichtag 1. Mai auf die Austragung eines Punktspiels verzichtet, wird sie in der darauffolgenden Saison pro ausgefallener Partie mit einem Abzug von drei Zählern bestraft. In der Vergangenheit war es immer wieder zu Fällen gekommen, dass Mannschaften, für die es sportlich um nichts mehr ging, am Saisonende nicht angetreten waren und stattdessen ihre Abschlussfahrt durchführten. Die Spiele wurden mit 0:2 als verloren gewertet. „Damit wurde dem Gegner die Möglichkeit genommen, deutlich höher zu gewinnen und sein Torverhältnis zu verbessern. Und da das in überkreislichen Ligen ein Entscheidungskriterium ist, können davon Meisterschaften und Abstiege beeinflusst werden. Ich heiße diese neue Regel für gut“, positionierte sich Obmann und Staffelleiter Gerhard Rühlow.

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