Kreissportbund: Kinder in Bewegung
Mit Bewegung gegen den „Blues“

Saerbeck -

Der digitale Wandel hat auch seine Nachteile. Wie Vereine gegenwirken können, wurde beim Workshoptag in Saerbeck deutlich.

Montag, 15.04.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 22.04.2019, 20:24 Uhr
Sehr gut besucht war der Workshoptag des Kreissportbundes in Saerbeck. Die meist weiblichen Teilnehmer nahmen viele praktische Tipps mit nach Hause.
Sehr gut besucht war der Workshoptag des Kreissportbundes in Saerbeck. Die meist weiblichen Teilnehmer nahmen viele praktische Tipps mit nach Hause. Foto: Reinhard Rothe

220 meist weibliche Teilnehmer gaben dem Workshoptag „Kinder in Bewegung“ in der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule in Saerbeck einen wirklich tollen Rahmen. Die meisten Teilnehmer in der Mensa der Schule rekrutierten sich aus Erzieherinnen in Kindertagesstätten (KITAs), aber auch Übungsleiter in Vereinen waren auf Einladung des Kreissportbundes Steinfurt erschienen, um praktische Tipps und Hinweise von erfahrenen Trainern und Pädagogen zu mitzunehmen.

Nach Eröffnung durch Mitglieder des KSB-Vorstandes ( Uli Fischer und Martina Rathmann) und einem Grußwort von Bürgermeister Wilfried Roos sorgte die erste „Massenbewegung“ durch das Lied „das ist der Körperteilblues“ sofort für einen lebendigen Einstieg in den Tag.

Danach begann Daniel Schnieders Präsentation „Leben in einer digitalen Welt – Fluch oder Segen“, in dem er die Vor- und Nachteile des Digitalen aufzeigte. Über 50 Prozent aller Tätigkeiten werden im Sitzen ausgeführt, was die Digitalisierung noch unterstützt. Es gelte, mit einem körperlichen Ausgleich dagegenzuhalten. Des Weiteren wies Schnieders deutlich darauf hin, dass die wichtigsten Grundlagen motorischer und koordinativer Fähigkeiten bis zum zehnten Lebensjahr gelegt werden.

Insofern ist die Arbeit in den Kitas und den Grundschulen sowie den Vereinen enorm wichtig, um einen Gegenpol zu Smartphones, Tablets und Laptops zu bilden. In dem Zusammenhang gab Schnieders noch ein interessantes Detail preis: Normalerweise wiegt der Kopf des Menschen etwa vier bis fünf Kilogramm, die entsprechende auf die Halswirbelsäule wirken; beim ständigen blick auf das Smartphone erhöhe sich der Druck auf die Halswirbelsäule um ein Vielfaches auf bis zu 27 Kilogramm, was in der Folge zu ernsthaften Bandscheibenproblemen führen könne. Nicht zuletzt wurden dann in verschiedenen Workshops die Tipps und Hinweise auch gleich praktisch umgesetzt, so dass alle Teilnehmer auch körperlich erleben konnten, wie sich die für Kinder gedachten Übungen so anfühlen.

So wurden tänzerische Bewegungen ebenso intensiv geübt wie sportliche Aufgaben mit Bändern oder Bällen in der Turnhalle. Aber auch interessante Ansätze wie etwa „Gehirn und Bewegung“ wurden anschaulich vermittelt.

Alles in allem zeigte diese gelungene Veranstaltung eine Menge an Möglichkeiten auf, Kinder z

u körperlichen Aktivitäten zu animieren.

Übrigens, auch die Gesamtschule in Saerbeck tut etwas für „Kinder in Bewegung“. Sie schaffte mit Hilfe der Kommune 30 Fahrräder an, die von den Schülern ausgeliehen werden können, um die Zahl der morgendlichen Elterntaxis zu reduzieren.

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