Karate: Wettkampf in der Emssporthalle
Beeindruckende Ruhe

Greven -

Zu einem ganz besonderen Event avancierte der Karate-Wettkampf in der Grevener Emssporthalle.

Montag, 03.06.2019, 23:00 Uhr aktualisiert: 04.06.2019, 12:07 Uhr
Volle Konzentration. In der Emssporthalle stellten die jungen Teilnehmer ihr Können unter Beweis.
Volle Konzentration. In der Emssporthalle stellten die jungen Teilnehmer ihr Können unter Beweis. Foto: Reinhard Rothe

Ruhe und Fokussierung – die Atmosphäre war schon beeindruckend, die einem am Samstag in der Emssporthalle entgegenschlug. Ganz anders als bei sonstigen Sportveranstaltungen, bei denen es meist laut zugeht, war es beim fünften Tomoturnier des Shotokan-Karate meist „mucksmäuschenstill“.

Obwohl über 50 Aktive und mindestens genauso soviel Zuschauer in der Halle waren, wirkten alle Beteiligten hoch konzentriert und Beifall brandete erst dann auf, wenn die Siegerehrung der einzelnen Wettbewerbe und Altersklassen (zwischen 8 und 50 Jahre) stattfand.

Michael Surkau , Turnierleiter und hoch dekorierter Shotokan-Kämpfer (Deutscher Vizemeister und Europameisterschaftsteilnehmer im Freikampf/Kumite) und Träger des vierten Dans, sagte denn auch: „Wir wollen gerade die Kinder Konzentration und Respekt vor dem Wettkampfgegner lehren.“

Wenn man die Übungen im Kata (Einzelvorführung von verschiedenen Techniken) bei den Jüngsten sah, konnte man ahnen, mit wie viel Aufmerksamkeit und Fokussierung hier trainiert werden muss, um die Übungen möglichst perfekt vorzuführen.

„Hinzu kommt für die Kinder die ungewohnte Zuschauerkulisse, die natürlich eine gewisse Stresssituation hervorruft, da muss man das Gelernte erstmal auch abrufen“, so Surkau.

Beeindruckend jedenfalls wie zum Beispiel die erst neunjährige Angelina Isakov aus Ostbevern ihre Kata vorführte und in der Altersklasse 8 – 11 Jahre auch gewann.

Aber die Wettkämpfe bestehen nicht nur aus der Kata, sondern auch aus dem Kumite (Zweikampf/Freikampf). Bei den Jugendlichen unter 15 Jahren sind die Angriffs- und Verteidigungstechniken noch vorgegeben, so dass jeder im Prinzip weiß, welcher Angriff auf ihn zukommt und wie er reagieren/abwehren muss, doch über 15 ist im Freikampf, wie es das Wort schon sagt, nichts mehr vorgegeben, sondern hier muss antizipiert werden. Deshalb rückte dann auch mittags das Sanitätsteam an, denn in den höheren Altersklassen passieren halt schon mal Unfälle, die allerdings meist „glimpflich abgehen“, wie Michael Surkau aus langjähriger Erfahrung weiß.

Mit der Teilnehmer-Resonanz zeigte sich das Grevener Karate-As sehr zufrieden.

„Wir haben Leute aus dem gesamten Münsterland und auch aus Teilen OWLs am Start, das ist absolut in Ordnung, zumal der Termin an einem Wochenende mit Feiertag nicht optimal war.“

Die Aktiven des Gastgebers waren mit zwölf Platzierungen auf dem Treppchen das erfolgreichste Dojo an diesem Tag.

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