Günnigmann-Brüder jubeln doppelt beim 37. Saerbecker Triathlon
Der Spaß für die ganze Familie

Saerbeck -

Zuhause ist zuhause ist zuhause! Obwohl Michael und Stefan Günnigmann, als gestandene Bundesliga-Sportler, viel rumgekommen sind in Triathlon-Deutschland – ein Doppelsieg in ihrer Heimat war ihnen bisher noch nicht vergönnt gewesen. Der änderte sich gestern, als Triathlon in Saerbeck mithin noch viel mehr als sonst ein Spaß für die ganze Familie war.

Sonntag, 07.07.2019, 19:58 Uhr aktualisiert: 07.07.2019, 21:19 Uhr
Schöne Grüße aus der Waschküche: Die Massenstarts im Saerbecker Badesee begeisterten auch am Sonntag die Triathlon-Fans. Bei der 37. Auflage, die vor allem wegen einer coolen Familien-Geschichte im Gedächtnis bleiben wird.
Schöne Grüße aus der Waschküche: Die Massenstarts im Saerbecker Badesee begeisterten auch am Sonntag die Triathlon-Fans. Bei der 37. Auflage, die vor allem wegen einer coolen Familien-Geschichte im Gedächtnis bleiben wird. Foto: Stefan Bamberg

Wer Michael Günnigmann bis einschließlich gestern Mittag erlebt hätte, der wäre einem Kerl begegnet, der noch eine Rechnung offen hat. Ja ja, es ist schon sehr lang her, Kinder-Triathlon, exakt an dieser Stelle, am Badesee – aber: Platz zwei damals. „Hat einfach nicht gereicht“, flachst er heute, rund 30 Jahre später. Auch Stefan, sein jüngerer Bruder, erinnert sich an dieses – bitte nicht ernst nehmen! – Silber-Trauma des größeren der beiden einstmals kleinen Günnigmänner. Dem Ausdauer-Dreikampf jedoch hat der da so bitter Geschlagene freilich gleichwohl die Treue gehalten – doch mehr noch: „Man kann eigentlich sagen, dass wir durch diese Veranstaltung zum Triathlon gekommen sind“, erzählen Michael und Stefan. Später entwickelten sich beide zu gestandenen Bundesliga-Athleten. Doch die Geschichte des Tages, sie ist dann doch so weit weg von Leistungssport und höchsten Klassen – nein, das ist Lesestoff für die ganze Familie. Dort, wo die Brüder früher diejenigen anfeuerten, die scheinbar Unschaffbares schafften. Wo sie auf die Idee kamen, dass dieser Sport vielleicht etwas für sie sein könnte – dort gewinnen sie am Sonntag im Doppelpack. Olympische Distanz: Michael Erster, Stefan Zweiter! Unglaublich.

Zum 37. Mal gaben die Triathleten alles in Saerbeck

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Wobei natürlich noch viel mehr passiert ist bei der 37. Ausgabe des Saerbecker Triathlons – der gewohnt früh beginnt: Mit einem Bürgermeister auf der Leeze – auch Wilfried Roos ist heute ein bisschen Triathlon. Die Volksdistanz zum Frühstück, 300 wollen wieder dabei sein – we call it a Klassiker, sagt Kaiser Franz zu sowas. Und die 300 schickt Klimakommunen-Chef Roos – ganz umweltfreundlich per Hupe – auf die Reise: Der Start im mäßig kühlen, ja fast hallenbadwarmen Nass: Tropische 23,3 Grad Wassertemperatur, und die Ambitionierteren fühlen sich hier womöglich wirklich wie Michael Phelps inmitten des Aquafit-Kurses 60+ – schlau ist, wer da dem Hauptfeld hurtig entkommt. Sascha Ludwig eilt besonders zügig von dannen: Führung nach dem Schwimmen für den Titelverteidiger – und dann denkt sich der Lengericher: Och, Sportsfreunde, wo ich doch gerade schon mal dabei bin, finishe ich doch mal in unter einer Stunde! Beim Zieleinlauf zeigt die Uhr für Ludwig 59 Minuten, 54 Sekunden. Nach 0,6 Kilometern im Wasser, 20 auf dem Rad, fünf im Wald und auf Asphalt – eine sagenhafte Zeit. Sonderlich gestresst sieht der Mann danach übrigens nicht aus.

Aber, und das ist das Schöne: Die Herzen der Fans, der vielen zuschauenden Einheimischen und Auswärtigen, gehören gewiss nicht nur den Überfliegern, nicht nur den Loks auf zwei Beinen respektive Rädern – nein, hier huldigen sie genauso den Debütanten. Hier haben sie Plakate dabei mit: „Schneller Papa! Schneller!“ Hier feiern sie den Typen ab, der vergessen hat, in der Wechselzone seinen Helm wegzulegen – wohl noch nie in 37 Jahren Saerbecker Triathlon-Historie ist jemand so verkehrssicher 5000 Meter gerannt. Aber egal: „Geschafft ist geschafft!“, gratuliert Moderator Jörg Lenz, in stetiger Gute-Laune-Konferenzschaltung mit Orga-Chef Ralf Pander zu hören.

Mehr als nur olympischer Gedanke freilich bei den mitmischenden Mannschaften: Landesliga der Männer, Oberliga der Damen – und als Highlight die NRW-Liga der Frauen, die schnellsten Ladies zwischen Rhein und Weser. Inklusive der Teams macht das insgesamt 600 Aktive, die von 180 Streckenhelfern das Rundum-Sorglos-Paket erhalten.

Zum Beispiel von Jutta, Birgitt und Co., die an der Verpflegungsstation Isotonisches ausschenken – was drin ist in diesem rot-pinken Zaubertrank? „Das weiß kein Mensch“, grinst ein ganz junger Helfer. Zweimal, kurz nach der Wechselzone und kurz vor dem Ziel, kommen die Läufer bei ihnen vorbei.

Auf ihrem familiären Triumphzug durch die örtlichen Wohngebiete treffen selbstredend auch die Günnigmann-Brüder viele Bekannte: „Als ich gerade an den Häusern im Fährweg vorbei gelaufen bin, dachte ich: ‚Ach guck, ich weiß, wer da wohnt‘!“, sagt Michael. „Das ist schon ziemlich cool.“ Oft hatte er nicht dabei sein können in seiner Heimat, weil er zeitgleich bei größeren Wettkämpfen mitwetzte. Aber: Zuhause ist zuhause ist zuhause! Hier kennt sie fast das ganze Dorf, hier empfangen sie Michael nach 01:56:12 mit LaOla.

Und lassen bald schon die nächste schwappen – denn da kommt Stefan: Zwei Jahre jünger ist er, und fünf Minuten „langsamer“ als sein Bruder – gegen den wieder mal sehr starken Ingo Westermann aus Riesenbeck rettet er mit dem letzten Tropfen Benzin Platz zwei. „Damit“, jubelt er, „habe ich nichtgerechnet – super!“

Inzwischen, rund drei Jahrzehnte nach dem offenbar denkwürdigen Kinder-Triathlon, mit dem ja alles anfing, können sich Günnigmänner eben auch prima mit Silber anfreunden.

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