Fußball: Kreisliga B
Flugverkehr und Luft nach oben

Greven -

Das sah – zumindest teilweise – doch schon recht ansehnlich aus. Zwar unterlagen die Fußballer von DJK BW Greven in ihrem ersten Testspiel gegen die Auswahl aus Laer mit 0:2, doch Trainer Sven Hehl hatte einige gute Ansätze bei seinem neuen Team gesehen und hofft nach einer intensiven Saisonvorbereitung, mit seiner neuen Mannschaft auch erfolgreich in die Spielzeit zu starten.

Sonntag, 14.07.2019, 16:00 Uhr
Die DJK hinterließ im ersten Testspiel gegen den A-Ligsten aus Laer schon einen ganz ansehnlichen Eindruck. Was sogar von einer Drohne dokumentiert wurde.
Die DJK hinterließ im ersten Testspiel gegen den A-Ligsten aus Laer schon einen ganz ansehnlichen Eindruck. Was sogar von einer Drohne dokumentiert wurde. Foto: Stefan Bamberg

Sven Hehl startet auf Bahn vier. Dort, wo sich sonst die Sprinter über die Ziellinie schmeißen, erlebt der neue DJK-Coach am Samstag den Anpfiff zu seinem persönlichen Rennen. Der B-Ligist in spe nimmt es in seinem ersten Testlauf gleich mal mit A-Liga-Mitglied Westfalia Leer auf. Und Hehl macht keinen selbigen daraus, dass er – natürlich trotz der eher nichtssagenden 0:2-Niederlage am Ende – ein Auge auf eben diese Regionen wirft: „Unser Ziel sollte es sein, dass solche Duelle wie heute auf Augenhöhe stattfinden.“

Wovon sie in der Anfangsphase freilich relativ weit entfernt sind: Da müssen die Leerer gar nicht so viel unternehmen für ihr Glück – das frühe 0:1 (14.) resultiert aus einem von mehreren leichten Abspielfehlern im Aufbau. Nach vier Tagen Vorbereitung gibt’s also noch Luft nach oben – ja, wer hätte das gedacht, Freunde? Stichwort Luft: Dort erlebt die Emsaue Wunder der Technik – und mehr Flugverkehr als der FMO. Beide Mannschaften filmen den Auftakt nämlich per Drohne.

Unten fliegt Robyn Zenker derweil leider ins Nichts: Auf der Linie hat Grevens Torwart-Talent zahlreiche starke Szenen, aber bei dieser Flanke verkalkuliert er sich – wobei man zu seiner Ehrenrettung sagen muss, dass ihn die eigenen (!) Kollegen da konsequent in Manndeckung nehmen. Da stehen sie einander auf den Füßen – Abstauber, 0:2, ein ganz komisches Tor. Das der Nachwelt – der Kamera-Drohne sei Dank – auf ewig erhalten bleibt.

Durch die blau-weiße Brille betrachtet, gibt‘s jedoch Sequenzen, die sie sich weitaus lieber angucken werden – nahezu alle stammen aus der zweiten Halbzeit. „Da waren wir die spielerisch bessere Mannschaft“, meint Hehl. Und das sieht nicht nur er so: Das erinnert frappierend an Spielkultur, wie sie in der 52. Minute über rechts angreifen, drei, vier direkte Pässe, deren letzter in den Rückraum – und Johannes Wegmann knallt das Ding an den Pfosten.

Wegmann ist eine der neuen Offensivkräfte, die nun immer mal Akzente setzen. Und apropos, noch ein Akzente-Setzer der allerersten Kategorie ist zurück: Maurice Seikowski, einstmalige Aufstiegs-Tormaschine, agiert phasenweise aus der Mittelfeldzentrale heraus – hat seine gefährlichste Aktion aber doch im Strafraum: Sein satter Direktschuss gerät nur haarscharf zu hoch (67.).

Weil den Gastgebern im Abschluss generell (noch) die Durchschlagskraft fehlt, und die Westfalia diesen Kick unterdessen zu den Akten gelegt hat, bleibt’s beim 0:2 – und einer Hehl’schen Kurz-Analyse von irgendwann zwischendurch: „Sieht schon ganz gut aus“, rief er da auf den Platz. Und ergänzte: „Teilweise.“

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