Fußball: Kreispokal
„Haben nichts zu verlieren“

Greven -

Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, wer an diesem Dienstagabend im Kreispokalspiel zwischen der DJK Blau-Weiß und dem FC Gievenbeck den Platz als Sieger verlassen wird. Alles andere als ein deutlicher Sieg des Westfalenligisten wäre nicht nur eine dicke Überraschung, es käme einem Fußball-Wunder gleich. Trotzdem freuen sich Grevens B-Liga-Fußballer auf das Kräftemessen in diesem ungleichen Duell (19.30 Uhr, Emsaue).

Dienstag, 06.08.2019, 17:30 Uhr
Wird gegen Gievenbeck vor allem in der Defensive mächtig gefordert sein: Patrick Schlautmann, hier im Finale der Stadtmeisterschaften.
Wird gegen Gievenbeck vor allem in der Defensive mächtig gefordert sein: Patrick Schlautmann, hier im Finale der Stadtmeisterschaften. Foto: Stefan Bamberg

Vier Klassen beträgt der Abstand zwischen B- und Westfalenliga. Sportlich liegen Welten zwischen der DJK auf der gastgebenden Seite und Gievenbeck auf der Gäste-Seite. Und genau in diesem krassen Unterschied liegt offenbar der Reiz. „Auf ein solches Spiel hat man als Fußballer einfach Bock“, meint Henrik Wigger , seit dieser Saison neuer Co-Trainer an der Seite von Sven Hehl und Timo Ascheberg. Wigger selbst muss sich an diesem Dienstag mit der Zuschauerrolle genügen. Nach einer Hüft-OP darf er frühestens wieder in vier Wochen auflaufen. Zusammen mit Timo Ascheberg bereitet er Grevens frisch gebackenen Fußball-Stadtmeister nicht nur auf das Pokalspiel, sondern gibt dem neu formierten Team auch den letzten Schliff vor dem Saisonstart Ende des Monats. Sven Hehl weilt derweil im Urlaub.

Seit vier Wochen bereitet sich die Mannschaft nach dem schmerzhaften A-Liga-Abstieg auf den Neustart in der B-Liga vor. Nicht nur der Trainer ist ein neuer, auch im Kader finden sich viele neue Gesichter. „Man sieht, dass da etwas zusammenwächst“, ist Henrik Wigger mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung zufrieden. Der Stadtmeistertitel habe dem Team überdies Selbstvertrauen gegeben.

Da wirkt der Auftritt gegen den FC Gievenbeck wie eine Art erster Höhepunkt auf dem Weg. „Wir haben nichts zu verlieren.“ Mit dieser Marschroute wollen die beiden Co-Trainer ihr Team auf den übermächtigen Gegner einschwören. Dazu verspricht Henrik Wigger: „Wir werden uns nicht im eigenen Strafraum einigeln.“

Personell stehen Timo Ascheberg und Henrik Wigger genügend Alternativen zur Verfügung. Ein Spieler wird an diesem Abend besonders in den Blickpunkt genommen. Robyn Zenker, seit diesem Sommer erster Mann zwischen den Pfosten, wird sich über mangelnde Beschäftigung nicht beklagen dürfen. Auch für ihn ist das Spiel eine ganz besondere Herausforderung. Ihm drückt Henrik Wigger vom Rand aus ganz besonders fest die Daumen: „Robyn hat in den vergangenen Jahren eine große Entwicklung hinter sich.“

An diesem Dienstagabend wird er seinen Kasten kaum sauber halten können. Die Frage ist vielmehr, wie verkaufen er und seine Mitspieler sich bei ihrer Herkulesaufgabe.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6831780?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35341%2F
Großfeuer am FMO: Ursache bislang unklar
Die betroffenen Fahrzeuge auf den Ebenen 1 und 2 verbrannten bis zur Unkenntlichkeit. Insgesamt waren 72 Autos betroffen.
Nachrichten-Ticker