Fußball: Kreisliga B
SC Reckenfeld: Fortuna nicht zu stoppen

Reckenfeld -

Das hat irgendwie keinen – und vermutlich auch keinem – Spaß gemacht. Der SC Reckenfeld wird bei 35 Grad im Schatten vom sehr starken Tabellenführer Fortuna Emsdetten mächtig versohlt. Trainer Thorben Zilske verleiht seinem Team dennoch die Tapferkeitsmedaille.

Sonntag, 25.08.2019, 16:10 Uhr aktualisiert: 25.08.2019, 17:34 Uhr
Unter Dauerbeschuss: Das war nicht lustig für den SCR gegen Fortuna Emsdetten – so schräg es klingt, war die Zilske-Elf mit dem 0:7 gegen den jedoch auch sehr starken Tabellenführer gut bedient.
Unter Dauerbeschuss: Das war nicht lustig für den SCR gegen Fortuna Emsdetten – so schräg es klingt, war die Zilske-Elf mit dem 0:7 gegen den jedoch auch sehr starken Tabellenführer gut bedient. Foto: Stefan Bamberg

Im Nachhinein klingt die Musik-Auswahl vor dem Anpfiff wie feine Ironie: Die Red Hot Chili Peppers dröhnen durch den Kabinentrakt an der Emsdettener Landstraße. Der Song zum Weg auf den Rasen: „Can‘t stop“, eine fürwahr chili-scharfe Rock-Klamotte, zu der sonst Box-Champions einlaufen oder Bundesliga-Torhüter. 90 Minuten später ist „Can‘t stop“ der Soundtrack für einen Abschuss der ersten Güteklasse. „Can‘t stop“ – nicht zu stoppen war Tabellenführer Fortuna Emsdetten. 0:7! Am Kirmes-Samstag hat beim SC Reckenfeld nur der Popo Kirmes, wie man im Ruhrpott so schön sagt, wenn‘s so richtig auf die Hucke gibt.

Sieben auf einen Streich: SCR geht gegen Fortuna unter

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„Immerhin“, findet Trainer Thorben Zilske , „wir haben die Köpfe oben behalten und nicht angefangen zu treten.“

Stimmt. Wobei böse Zungen ja zu Punkt zwei behaupten könnten, dass die Ortsteil-Kicker nicht mal so schnell hätten blutgrätschen können, wie dieses Dettener Überfallkommando ihnen fortwährend enteilte. „Ich wüsste auch nicht, was es heute zu analysieren gäbe“, überlegt der Coach.

Für alle Sadisten und Sadomasochisten gleichwohl der Spielverlauf in Kürze: 35 Grad auf der Wiese, kein schattiges Fleckchen, der SCR in allen Belangen irre unterlegen – macht alles von Beginn an keinen Spaß. Dennoch: Die Zilske-Elf hält defensiv zunächst kernig dagegen – und die Mannschaftsbus-vors-Tor-Taktik geht auch immerhin ein knappes halbes Stündchen lang gut: Dann schlägt Fabio da Costa Pereira doppelt zu (28./33.). Samba!

Das 0:3 und 0:4 folgen bald nach der Pause, das 0:5 ist ein Eigentor zum Verlieben: Rückpass zum sonst starken Keeper Jan Sobeck, Platzfehler, hui, er wird doch nicht...oh doch! Drin. Gut, dass das jetzt passiert und nicht gegen einen Gegner auf Augenhöhe. Eher egal denn auch die Gegentreffer sechs und sieben (75./82.). Der SCR ein bisschen wie Costa Cordalis als griechischer (!) Skilangläufer (!) bei der Nordischen Ski-WM 1985: Irgendwie dabei – aber selten mittendrin.

Aber nun, in der Schlussminute: Andreas Wagner mit dem ersten – und einzigen – SCR-Torschuss. Gehalten. Sofort abhaken ist wohl die allerbeste Idee.

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