Fußball Kreisliga B1 Münster
Ein Moment ändert alles

Gimbte -

Der SC Greven 09 entscheidet das B-Liga-Derby gegen den SC Gimbte für sich. Dabei deutet lange Zeit alles auf ein torloses Unentschieden hin. Bis zur 90. Minute.

Montag, 11.11.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 11.11.2019, 15:59 Uhr
Im B-Liga-Duell des Dritten (Gimbte) gegen den Vierten (Greven 09 II) ging es am Sonntag beherzt zur Sache: Hier duellieren sich Gimbte Adam Kozakwski (l.) und Grevens Manuel Gräber (r.).
Im B-Liga-Duell des Dritten (Gimbte) gegen den Vierten (Greven 09 II) ging es am Sonntag beherzt zur Sache: Hier duellieren sich Gimbte Adam Kozakwski (l.) und Grevens Manuel Gräber (r.). Foto: th

Lange, sehr lange sah es am Sonntagnachmittag danach aus, als würden sich die Fußballer vom SC Gimbte und ihre Kontrahenten vom SC Greven 09 II auf ein torloses Remis einigen. Es wäre ein 0:0 gewesen, dem beide Seiten etwas abgewonnen hätten. Ein Unentschieden, das von den Protagonisten wohl als gerecht eingestuft worden wäre. Doch die 90. Minute änderte alles.

Die Spielzeit bei der x-ten Auflage dieses Stadtderbys war nahezu abgelaufen, als doch noch ein Ball den Weg ins Tor fand und kollektiven Jubel auf der einen und ungläubiges Kopfschütteln auf der anderen Seiten auslöste. Das lag nicht nur am Zeitpunkt der 1:0-Führung für den SC Greven 09. Vielmehr sorgte der Umstand, wie das späte Tor des Tages zustande kam, für Gesprächsstoff. Dabei rückte Gimbtes Torhüter Lennart Fisseler ungewollt in den Mittelpunkt.

Der zuvor eingewechselte Julius Wiedeyer brachte zunächst einen Eckstoß vor das Gimbter Gehäuse. Lennart Fisseler, der noch im ersten Durchgang einen von Timo Aymans getretenen Strafstoß glänzend pariert hatte, ging auf Nummer sicher und faustete den Ball aus der Gefahrenzone, wo sich ihn erneut Wiedeyer zurecht legte. Sein Flankenversuch steuerte diesmal jedoch direkt auf das Tor zu, wo Gimbtes Schlussmann die Fäuste zur Abwehr zwar hoch nahm, den Ball zur Überraschung aller dann aber doch passieren ließ.

Statt als Elfmeter-Töter gefeiert zu werden, wurde Lennart Fisseler somit an diesem Nachmittag die Rolle der tragischen Figur zu eigen. Sein Fehlgriff entschied das Derby zugunsten des SC Greven 09, der damit in der B-Liga-Tabelle zum SC Blau-Gelb aufgeschlossen hat.

„Es war ein reines Glückstor“, stellte später Dirk Förstermann fest. Der 09-Trainer räumte ein: „Ich hatte mich schon mit dem 0:0 abgefunden.“

Auch Dragan Grujic, nach seiner Knieverletzung in der vergangenen Woche zum Zuschauen verdammt, hatte nicht mehr mit einem Tor gerechnet. „Ein Fehler entscheidet das Spiel“, meinte der Spielertrainer zerknirscht. „Das 0:0 wäre gerecht gewesen.“

Wohl wahr. Bis zur alles entscheidenden 90. Minute bearbeiteten sich zwei Teams, die offenbar nicht zu Unrecht auf den Plätzen drei und vier rangieren. Den besseren Start und auch die ersten Möglichkeiten, in Führung zu gehen, erwischte dabei Gastgeber Gimbte.

Doch die vielversprechendste Chance vergaben die Gäste. Wegen Aymans‘ Fehlversuch blieb es auch nach 15 Minuten beim 0:0. Auch Thomas Brüning (44.) scheiterte am zunächst bestens aufgelegten Lennart Fisseler.

Auf der Gegenseite verpasste Adam Kozakowski die Führung für den Tabellendritten (46.). Auch der eingewechselte Philipp Gräber brachte den Ball nicht an Jonas Grusemann vorbei. Zudem ließen beide Abwehrreihen an diesem Nachmittag wenig zu. Routinier Daniel Helmes hielt die Gimbter Defensive beieinander, während auf der Gegenseite Sebastian Sterthaus nicht weniger routiniert das Geschehen kontrollierte.

Die beiden Abwehr-Chefs hatten sich ebenso wie ihre Mitspieler und die rund 150 Zuschauer auf einen torlosen Nachmittag eingestellt, da änderte eine Szene alles ...

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