Fußball: Kreisliga A
„Manchmal geht Fußball schnell“

Saerbeck -

Die Saerbecker Falken können gerade alles – außer gute Musik. Das war nicht schön anzuhören, was sie nach der Partie auflegten. Dafür war‘s meistens schön anzusehen in Dickenberg – wo der dritte Sieg in Folge gelang.

Sonntag, 01.12.2019, 18:38 Uhr aktualisiert: 02.12.2019, 13:58 Uhr
Der alte Mann und noch mehr: Nicht nur, dass Falkes Oldie Dennis Teupen (weißes Trikot) doppelt traf. Nein, die Saerbecker präsentierten sich insgesamt über weite Strecken von ihrer Schoko-Seite – und feierten in Dickenberg bereits den dritten Sieg in Folge.
Der alte Mann und noch mehr: Nicht nur, dass Falkes Oldie Dennis Teupen (weißes Trikot) doppelt traf. Nein, die Saerbecker präsentierten sich insgesamt über weite Strecken von ihrer Schoko-Seite – und feierten in Dickenberg bereits den dritten Sieg in Folge. Foto: Stefan Bamberg

Holger Althaus ist Fan der Toten Hosen und damit ein Mann des guten Musikgeschmacks. Von guter Musik waren die Saerbecker Falken gestern freilich Lichtjahre entfernt – was auch der Coach selbstkritisch anmerkte: „Keine Ahnung, was die Jungs da hören – es ist auf jeden Fall hauptsächlich sehr laut.“ Abgesehen von der lausigen Playlist gab‘s allerdings wenig zu meckern – im Gegenteil, nach dem 4:2 (2:0)-Sieg beim SV Dickenberg telefonierte Althaus sogar bereitwillig gegen die wummernden Boxen in Falkes Kabine an.

Nur für wenige Augenblicke hatten seine Schützlinge ihm auch während der Partie nicht richtig zugehört – binnen kurzer Zeit verdaddelten die Gäste da nämlich eine 2:0-Führung. Die hatten vor der Pause Moritz Gilhaus (35., nach präzisem Felix-Steuer-Steckpass) und Dennis Teupen (45., Felix Schürmann legte hübsch vor) heraus geschossen. Doch als Althaus schon den Advents-Tee aufsetzen wollte, löste sich alle Besinnlichkeit plötzlich in Wohlgefallen auf: Erst traf Malte Möllers zum Anschluss (48.) – nach einem langen Freistoß, der den Falken bei seiner Flugkurve über den halben Platz durchaus hätte auffallen können. Kurz drauf ließen sie sich auch noch auskontern – und schon stand‘s 2:2 (55.): „Tja, manchmal geht Fußball halt schnell“, kommentierte Althaus diese zehn Minuten für die Schlafforschung. Keeper Max Dickmänken musste zweimal sogar das ganz böse Erwachen verhindern.

„Bei so einem Spielverlauf“, weiß der Übungsleiter, „musst Du erst mal sehen, dass Du überhaupt wieder was auf die Kette kriegst.“

Umso mehr erfreute Althaus, dass die Falken pünktlich zur Schlussphase wieder aus ihren Träumen hochschreckten: Gilhaus versiebte noch. Dann jedoch schlug Steuter zu: ab ins kurze Eck, 3:2, so trocken wie ein Spekulatius aus dem Vorjahr (82.) – Anpacker-Fußball made in der Klimakommune! Und die Entscheidung durch Teupens zweite Bude in der Nachspielzeit.

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