Tischtennis: Sportliches Wintermärchen bei der DJK
Nicht wie die „Jungfrau zum Kind“

Greven -

Der Tischtennissport befindet sich in Greven im Höhenflug. Nicht nur die Verbandsligamannschaft der DJK steht besser da als erwartet. Auch die Bilanz der übrigen Herrenteams kann sich sehen lassen. Und nicht zuletzt brummt auch die Nachwuchsbereich. Im Gespräch mit Martin Weßeling erklärt Stephan Bothe die Gründe für den Aufschwung.

Donnerstag, 26.12.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 27.12.2019, 10:52 Uhr
Stephan Bothe erlebt mit der DJK gerade erfolgreiche Zeiten. Der Aufschwung der Sportart Tischtennis hat seiner Meinung nach mehrere Gründe.
Stephan Bothe erlebt mit der DJK gerade erfolgreiche Zeiten. Der Aufschwung der Sportart Tischtennis hat seiner Meinung nach mehrere Gründe. Foto: Stefan Bamberg

Dieses sportliche Wintermärchen passt ziemlich gut zur besinnlichen Jahreszeit. Allerdings: Die erste Tischtennis-Mannschaft der DJK ist nicht wie die „Jungfrau zum Kind“ zu ihrem aktuellen Höhenflug in der Verbandsliga gekommen. Vielmehr haben sich einige Faktoren zu einem Spitzenplatz zusammengefügt. Martin Weßeling machte sich zusammen mit DJK-Präsident und „Emotional Leader“ Stephan Bothe auf die Suche nach den Hintergründen.

Die DJK belegt aktuell Rang vier in der Verbandsliga und hat sogar gute Chancen, ganz oben anzugreifen. Zwicken Sie sich eigentlich regelmäßig, um zu realisieren, wie gut es derzeit läuft?

Bothe: In der Tat erlebt unsere Sportart einen Aufschwung in vielen Bereichen. Dass es so gut läuft – damit konnte man nach der vergangenen Saison, als es noch um den Abstieg ging, einfach nicht rechnen.

An welchen Stellschrauben haben Sie gedreht, um die Wende herbeizuführen?

Bothe: Da gibt es einige Faktoren. Zum ersten wäre da die Hallensituation. Wir können jetzt regelmäßig in der Emssporthalle trainieren und auch spielen. Da ergibt sich schon ein gewisser Heimvorteil. Und dann kommt man halt in einen Flow und gewinnt die knappen Spiele, anstatt sie zu verlieren. Wir schwimmen aktuell eben auf einer Erfolgswelle. Hinzu kommt, dass wir von Verletzungen verschont wurden. Das sah im vergangenen Jahr noch ganz anders aus, als Matthias Kaltmeier lange fehlte. Auch ist unser Kader breit aufgestellt. Reinhard Rothe erlebt gerade seinen 37. Frühling. Thorsten Radke präsentiert sich auch bärenstark.

Beide kamen in der Hinserie in der Reserve zum Einsatz, sind aber Kandidaten für die erste Mannschaft. . .

Stephan Bothe: Auf jeden Fall. In der Aufstellung wird es zur Rückserie eh einen Wechsel geben. Für Rajeevan Sithamparanathan rückt Reinhard Rothe in die erste Mannschaft auf. Er wird uns mit seiner Erfahrung helfen.

Zumal Anfang Januar ja das Topspiel gegen den TTC Münster auf die DJK wartet. Mit einem Sieg würde sogar das Tor zum Aufstieg weit aufspringen.

Stephan Bothe: Ich gehe davon aus, dass das eine ganz spannende Partie geben wird. An den Aufstieg denken wir aber nicht, zumal die NRW-Liga eine ganz andere Nummer wäre. Wir freuen uns eher darüber, dass wir trotz der zweiten Strukturreform in Folge mit dem Abstiegskampf wohl nichts zu tun bekommen.

Und das, obwohl die DJK im Vergleich zu anderen Konkurrenten auf große Verstärkungen verzichtet hat.

Stephan Bothe: Die ganze Abteilung erlebt ja derzeit einen Aufschwung. Die Reserve ist aufgestiegen und spielt oben mit. Auch die Dritte ist sehr erfolgreich. Das läuft alles sehr gut. Und es ist auch wichtig für den Verein, dass die erste Mannschaft die Verbandsliga lange hält. Wir wollen das aber mit Leuten schaffen, die sich mit dem Verein identifizieren. Akteure, die nur zu den Spielen anreisen und dann wieder fahren, dass ist nicht unser Weg.

Hat die Sportgemeinschaft Greven denn genug Substanz, um hochklassigen Tischtennissport über einen langen Zeitraum zu garantieren?

Stephan Bothe: Mit Reinhard Rothe, Matthias Kaltmeier und weiteren Trainern haben wir sehr engagierte Leute an Bord, die die Jugend in idealer Weise fördern. Das wird sich auf lange Sicht auszahlen. Natürlich müssen wir uns Gedanken machen und Leute von außerhalb ansprechen, wenn wir das Niveau halten wollen. Wir halten die Augen hoffen. Aber die Spieler müssen zum Verein passen, es geht auch um den Zusammenhalt bei der DJK.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7153913?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35341%2F
Nachrichten-Ticker