Fußball: A-Junioren Spielgemeinschaft
Ein bisschen DJK Greven 09

Greven -

Die im Sommer von der DJK und dem SC 09 gebildete A-Junioren-Spielgemeinschaft zieht Halbzeitbilanz. Wie die ausfällt, verrät Trainer Franco Sparma am Rande des Hallenturniers in der Emssporthalle.

Montag, 30.12.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 05.01.2020, 15:34 Uhr
Vor den Mannschaftsabend haben die Fußballgötter den Schweiß gesetzt – da hieß es kämpfen für die JSG Greven. Die frisch gegründete Spielgemeinschaft aus DJK und 09 feierte ihre Hallen-Premiere. Coach Franco Sparma (kleines Foto) zog eine erste Mini-Bilanz.
Vor den Mannschaftsabend haben die Fußballgötter den Schweiß gesetzt – da hieß es kämpfen für die JSG Greven. Die frisch gegründete Spielgemeinschaft aus DJK und 09 feierte ihre Hallen-Premiere. Coach Franco Sparma (kleines Foto) zog eine erste Mini-Bilanz. Foto: Stefan Bamberg

Die Getränke sind schon im Kühlschrank. Weil es im letzten Turnier des Jahres eben nicht nur um Fußball geht: „Der perfekte Zeitpunkt für einen Mannschaftsabend“, findet Trainer Franco Sparma . Dass Jungs von Greven 09 und der DJK Blau-Weiß miteinander auf eine gelungene Hinrunde anstoßen könnten – erste Überlegungen dafür reiften im Frühling. Nun haben die beiden führenden Fußballklubs der Stadt tatsächlich ernst gemacht – und zur aktuellen Saison eine gemeinsame A-Jugend an den Start gebracht. DJK Greven 09 – na ja, zumindest ein bisschen.

Am Freitag fand nun auch die Hallen-Premiere für die neu gegründete JSG Greven statt – überraschenderweise ohne dass die lokale Fußballwelt ins Wanken geriet. „Die Jungs kennen sich doch sowieso aus der Schule – warum sollen sie nicht auch zusammen Fußball spielen?“, fragt der Coach rhetorisch.

Franco Sparma trainierte zuvor die B-Jugend bei DJK. Die Nullneuner kennen ihn als einstmaligen Ansprechpartner für die Emsdettener Fußballteams. Der Mann ist also bekannt in Greven, aber kein Urgestein – und hat mit den Rivalitäten zwischen Schöneflieth und Emsaue mithin nicht viel am Hut. Ebenso übrigens wie seine Schützlinge, hat er beobachtet: „Die Jungs interessiert das eigentlich nicht.“

Wenn, dann seien es eher alteingesessene Vereinsmitglieder, die von der plötzlichen Verbrüderung so viel halten wie die Autoren der Weber-Grillbibel von Greta Thunberg. Der Übungsleiter hingegen wittert eine Win-Win-Situation: „In diesem Alter setzen Teenager schnell andere Prioritäten, wenn sie beim Fußball nicht zum Einsatz kommen.“

Dieses Szenario drohte, da die DJK schlicht zu wenig Personal für eine eigene A-Jugend hatte – und der SC 09 in seiner A1 wiederum nicht allen Spielern Wettkampfpraxis garantieren konnte. Die Lösung: Aus „O je, o je“ mach‘ JSG! Ein Motto übrigens, das im A-Junioren-Bereich auch anderswo – vermutlich notgedrungen – in Mode kommt: Vier weitere Spielgemeinschaften stürmen am Freitag über das Emshallen-Parkett.

Wo die Grevener Bilanz wechselhaft ausfällt: Einerseits ringen sie dem späteren Finalisten SC Gremmendorf, dem VfL Wolbeck und der JSG Büren/Halen jeweils ein beachtliches 1:1 ab. Andererseits bekommen sie Saures von: der JSG Lippramsdorf (1:3), der JSG Peckeloh/Oesterweg (0:3), der JSG Appelhülsen/Schapdetten (0:3), GW Amelsbüren, dem 1. FC Nordwalde (0:2), der SG Castrop-Rauxel (0:4) und Borussia Münster (1:5). Und landen so beim Turniersieg der Borussia – die sich hier für die münsterischen Stadtmeisterschaften warmspielt – irgendwo im Nirgendwo.

Das sportliche Tagesgeschäft gelingt den Grevenern derweil schon sehr ordentlich: Nach der Findungsrunde peilt das Team in der Rückserie eine Top-Drei-Platzierung in der Kreisliga A an. „Das“, schwant dem Coach, „wird nicht einfach mit einem 16-Mann-Kader. Ein paar Jungs studieren, sind also nicht immer da.“

Aber apropos: „Studere“ – sich bemühen, wie der Lateiner sagt: DJK und Nullneun – bis daraus ein Duo wird wie Delling und Netzer, wie Cindy und Bert, wie Winnetou und Winnetou II, braucht‘s womöglich noch Zeit. „Doch ein guter Anfang ist gemacht“, meint Franco Sparma. „Und die kleinen Baustellen besprechen wir – aber natürlich intern.“

Überhaupt wollen sich die Verantwortlichen beider Klubs Anfang des neuen Jahres zusammensetzen, um die Fortsetzung des Projekts über den Sommer hinaus zu erörtern. „Aus meiner Sicht“, resümiert Sparma, „spricht nichts dagegen.“

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