Fußball: Das 0:0 gegen Ibbenbüren lässt den SC 09 auf der Stelle treten
Mit Wurm und gegen Wind

Greven -

Das torlose Unentschieden des SC Greven 09 gegen die Ibbenbürener Spielvereinigung ist am Ende so etwas, wie ein Spiel der verpassten Möglichkeiten. Titelanwärter Greven verlässt den Ort des Geschehens fast schon wie ein Verlierer.

Montag, 17.02.2020, 08:42 Uhr aktualisiert: 17.02.2020, 09:01 Uhr
An der Bereitschaft mangelte es den Akteuren am Sonntagnachmittag freilich nicht. Allein der Zug zum Tor fehlte sowohl aufseiten der Ibbenbürener als auch beim SC 09, hier mit Mouhamed Seye, der dieses Luftduell gewinnt.
An der Bereitschaft mangelte es den Akteuren am Sonntagnachmittag freilich nicht. Allein der Zug zum Tor fehlte sowohl aufseiten der Ibbenbürener als auch beim SC 09, hier mit Mouhamed Seye, der dieses Luftduell gewinnt. Foto: th

Wer sich an diesem Sonntagnachmittag auf ein packendes Bezirksligaspitzengespiel gefreut hatte, wurde ebenso enttäuscht wie derjenige, der den Weg in die Schöneflieth gesucht hatte in der Hoffnung auf ein Torfestival wie in der Hinrunde. Stattdessen sahen die verhältnismäßig wenigen Zuschauer mit dem SC Greven 09 und der Ibbenbürener Spielvereinigung zwei Mannschaften, die sich zwar redlich mühten und sich stattlichen Windböen entgegen stemmten, die nötige Entschlossenheit vor dem gegnerischen Tor jedoch vermissen ließen. Das Ergebnis, ein torloses Unentschieden, war die Folge eines Gipfeltreffens, in dem irgendwie der Wurm drin steckte. Dem Anspruch eines Spitzenspiels wurde die Partie jedenfalls nicht gerecht.

Spiel der verpassten Möglichkeiten

Das 0:0 – auch ein Spiel der verpassten Möglichkeiten. Was allerdings weniger den Torchancen geschuldet war. Die brachten die Kontrahenten aus Greven und Ibbenbüren, die im ersten Aufeinandertreffen der Saison noch ein regelrechtes Feuerwerk vor den Toren entzündet hatten, diesmal nur in überschaubarem Maße zustande. Auf ISV-Seite waren es in 90 Minuten gerade einmal drei Situationen, die Luca Dömer im 09-Gehäuse ernsthaft forderten.

Auf der Gegenseite war die Zahl höher. Nach drei verpassten Möglichkeiten in Durchgang eins, legten die Grevener nach der Pause zu und kamen zu weiteren vier Gelegenheiten, das Spiel zu entscheiden. Die aussichtsreichste Möglichkeit vergab Patrick Fechtel direkt nach dem Wiederanpfiff.

Ihm und seinen Mitstreitern wollte am Ende kein Treffer gelingen, weil über weite Strecken der Partie der letzte Zug zum Tor fehlte. Die Offensivmaschinerie mit Kriwet, Fechtel, Lakenbrink und Kücükosman, die ungeachtet der Personalnot in Bestbesetzung zur Verfügung stand, zündete einfach zu selten.

Konkurrenz zieht am SC 09 vorbei

So verpassten die Grevener nicht nur die Möglichkeit, Ibbenbüren auf Distanz zu halten. Auch blieb der Mannschaft von Andreas Sommer der erhoffte Sprung an die Tabellenspitze verwehrt, von der sich Borussia Münster nach der 0:1-Niederlage verabschiedete. Stattdessen muss sich der SC Greven 09 mit der Erkenntnis anfreunden, dass die Spitze noch enger zusammen gerückt ist und die Zahl der Widersacher auf dem Weg zur Meisterschaft groß bleibt.

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