Bezirksliga: 09-D1 verpasst Befreiungsschlag
Wenn das Glück fehlt

Greven -

Nichts wurde es aus dem erhofften Befreiungsschlag der D-Juniorenfußballer vom SC Greven 09. Nach dem torlosen Unentschieden steckt das Team weiterhin fest im Abstiegssumpf der Bezirksliga.

Mittwoch, 11.03.2020, 09:58 Uhr aktualisiert: 11.03.2020, 15:38 Uhr
Im Kellerduell gegen die Spielvereinigung Vreden kamen die D-Junioren des SC Greven 09 trotz aller Anstrengungen nicht über ein torloses Unentschieden hinaus.
Im Kellerduell gegen die Spielvereinigung Vreden kamen die D-Junioren des SC Greven 09 trotz aller Anstrengungen nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Foto: sba

Sogar im tiefsten Tabellensumpf ist bisweilen Zeit für Heiterkeit. Eins, zwei, drei Mal hält Harald Peppenhorst das Bällchen hoch, als ihm das Spielgerät Mitte der zweiten Halbzeit zufällig vor die Füße fällt. Um es dann, schwups, zurück auf den Platz zu werfen. Ein warmes Lächeln huscht noch über das Gesicht des 09-Übungsleiters – bevor es weitergeht mit frostigem Abstiegskampf. Eine knappe halbe Stunde später fällt die Sache mit der guten Laune doch mächtig schwer: Da überwiegt die Enttäuschung in der Schöneflieth – das 0:0 im Bezirksliga-Kellerkracher gegen die SpVgg Vreden ist für die D1 des SC Greven 09 zu wenig, um vorerst das rettende Ufer zu erreichen. „Das ist einfach mega schade“, findet Peppenhorsts Trainerkollege Lars Stöveken . „Am Ende hätten wir das Ding eigentlich gewinnen müssen.“

Greven macht das Spiel

Wobei wir natürlich am Anfang starten: Dieser Kick gegen den Tabellennachbarn ist einer von jenen, bei denen laut der Fußballersprache angeblich gleich sechs Punkte vergeben werden – obwohl das, mathematisch betrachtet, natürlich Quatsch ist. Selbstverständlich exakt berechnet sind hingegen die 13,2 Zentimeter, um die in der elften Minute der erste Vredener Abschluss am 09-Gehäuse vorbeisaust. Überhaupt geht die Anfangsphase klar an die Gäste. Allerdings behält Levin Kortstiege jederzeit den Durchblick: Der Keeper pariert sicher (14.), faustet beherzt ins Getümmel hinein (16.) – und bügelt schließlich auch noch einen Stellungsfehler seiner Vorderleute aus (23.). Die Gastgeber operieren derweil – mal mehr, öfter weniger gefährlich – mit langem Hafer.

Nach der Pause dreht sich jedoch der Wind: Die 09er machen das Spiel jetzt zu ihrem Projekt. Sauberer Kopfball von Cem Cidik (45.) – vorbei. Und die Grevener Bank guckt so langsam nervös auf die Uhr: Ein Tor muss her! Bloß wie? In 14 Ligapartien haben sie nur fünf eigene Treffer erzielt, eine Statistik wie eine Corona-Diagnose – nicht schön. Aber sie arbeiten am goldenen Schuss: Die Einwechslungen von Maximilian Rauner und Sam Vakili bringen viel Schwung – und Letzterer kriegt in der 55. Minute die Riesenchance, allein vor Vredens Torwart! Eins gegen eins – doch es bleibt beim Null-null.

Auch ein Freistoß wird in der Nachspielzeit noch haarscharf geblockt. Ein bisschen was fehlt irgendwie immer. „Vor allem das Glück“, sagt Lars Stöveken.

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