Sport in Zeiten von Corona: TVE Greven macht mobil
Improvisationstalent gefragt

Greven -

Corona hat den Sport lahm gelegt. Wer sich bewegen möchte, kann das in diesen Zeiten vorzugsweise in den eigenen vier Wänden tun. Der TVE Greven hat für seine Mitglieder und alle Interessierten ein Trainingsprogramm für daheim entwickelt.

Montag, 30.03.2020, 17:24 Uhr aktualisiert: 30.03.2020, 18:27 Uhr
Melanie Feldmann in Aktion – der TVE Greven will die Corona-Pause sinnvoll nutzen und zum Sporttreiben daheim anregen.
Melanie Feldmann in Aktion – der TVE Greven will die Corona-Pause sinnvoll nutzen und zum Sporttreiben daheim anregen.

Mitglieder helfen Mitgliedern ist das Motto des TVE Greven in diesen Tagen – und zwar nicht nur im Notfall sondern auch bei der Alltagsgestaltung: Experten empfehlen eine feste Tagesstruktur und Aufgaben auch für den Körper.

Aber was tun in Zeiten von Corona? Die Sporthalle ist geschlossen, das Stadion gesperrt, das Schwimmbad steht nicht zur Verfügung. Ein Trainingsprogramm muss her!

Jetzt heißt es improvisieren und was Neues ausprobieren: Laufen und Radfahren an der frischen Luft helfen, sich für die Übungen warmzumachen, die der TVE auf seiner Homepage (www.tvegreven.de) zum Download bereithält. „Notfalls kann auch das Treppenhaus genutzt werden, um auf Betriebstemperatur zu kommen“, verrät die Leiterin der Fit & Gesund-Abteilung im TVE, Sabine Kemper .

So steht für jeden Tag der Woche ein Übungsprogramm mit verschiedenen Schwerpunkten zur Verfügung. „Bauch intensiv“, „Rücken spezial“, „Bauch, Beine, Po“ oder „Leg-Day“ hat Trainerin Lisa Baune die von ihr zusammengestellten Übungen überschrieben. Alle mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen und für fast jede Altersgruppe – zum Mitmachen für die ganze Familie. Aber auch umfangreiche Übungen zur Dehnung und zur Schulung des Gleichgewichts hat sie im Repertoire. Für die Läufer, Radfahrer oder an alle anderen, die sonst eher Sport mit einseitiger Belastung betreiben, hat sie bei den Programmen zur Stärkung der Rumpfstabilität oder beim umfassenden Hanteltraining gedacht, wobei zwei gefüllte Wasserflaschen aus Plastik das Fitnessstudio ersetzen.

Damit auch jeder und jede die Übungen nachmachen kann, hat sich ein kleines Team von Aktiven des TVE zum improvisierten Fotoshooting im kalten TVE-Sportzentrum getroffen. Melanie Feldmann und Eva von der Brüggen standen vor der Kamera, Pia Recker und Frank Simon drückten mit dem gebührenden Abstand auf den Auslöser. So lässt sich erkennen, wie die Übungen auszuführen sind. Die Dateien können entweder ausgedruckt oder am Bildschirm angeschaut werden.

Damit gibt es keine Ausreden mehr, den Sport nicht fest in den Tagesablauf einzuplanen. Ob wirklich morgens um 7 Uhr eine tolle Zeit ist, um mit ein paar Übungen in den Tag zu starten, wie Edna Wenning meint, oder doch lieber eine andere Zeit gewählt wird, bleibt jedem selbst überlassen. „Hauptsache, wir bewegen uns und lassen uns trotz aller Sorgen nicht unterkriegen.“

Also: einmal kräftig durchlüften und dann die Stühle zur Seite gerückt, die bequeme Sporthose und ein T-Shirt übergestreift, bei Bedarf noch die Wasserflaschen-Hanteln zurechtgelegt. Dann flugs die Gymnastik-Matte ausgerollt – schon kann es losgehen! Und am Wochenende wenn es wärmer wird, kann man die Übungen vielleicht auch schon im Garten oder am Emsufer machen.

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