Eine Welle der Begeisterung
Grevener umrunden die Welt

Greven -

Das eigentliche Ziel verfehlt und trotz einen großen Erfolg gefeiert. Das gelang nun den vielen Grevener Teilnehmern am Projekt Erdumrundung, initiiert durch den TVE Greven. Gut 30 000 statt der zunächst anvisierten 40 000 Kilometer kamen bei der Lauf-Aktion zusammen. Dennoch freuten sich sich die Organisatoren sichtlich über die vielen Kilometer, die am Ende zusammenkamen.

Mittwoch, 22.04.2020, 17:08 Uhr aktualisiert: 23.04.2020, 15:25 Uhr
Kirsten Harms schickte diese Collage. Acht Kilometer lief die Grevenerin für die „Weltumrundung“.
Kirsten Harms schickte diese Collage. Acht Kilometer lief die Grevenerin für die „Weltumrundung“. Foto: privat

Die letzte Mail von vergangenen Montagabend, in der Wolfgang S. seine Laufleistung und die von fünf weiteren in der letzten Woche mitteilte, brachte nochmals den Sprung über eine 1000er-Marke: 29 041 Kilometer sind die Grevenerinnen und Grevener in den letzten acht Tagen zu Fuß unterwegs gewesen. Und wie ist das nun mit der Weltumrundung? Das angestrebte Ziel von 40 000 Kilometern ist ja verfehlt. „Wer hat denn gesagt, dass wir die Erde am Äquator umrunden müssen? Etwas nördlicher kommt man doch auch herum! Immerhin haben wir die Erde jetzt auf der Höhe von Bordeaux in Frankreich und Toronto in Kanada umrundet“, meint Frank Simon vom TVE Greven augenzwinkernd.

Selten so viele Läufer und Co.

Und er hat wahrlich Grund für seine gute Laune. „Eine unglaubliche Welle der Begeisterung und des Zuspruchs für die Aktion hat sich in der Woche aufgebaut,“ freut er sich zusammen mit den Kollegen von DJK und Stadtsportverband. „Gerade in den letzten beiden Aktionstagen stieg die Zahl der gemeldeten Kilometer fast explosionsartig an. Mehr als 13 000 kamen in den beiden Tagen hinzu, wobei es auch viele Teilnehmer gab, die zum Ende der Aktion ihre Laufleistung mitteilten“, bestätigt Sven Thiele.

So viele Spaziergänger, Wanderer, Inlineskater und Läufer wie in der letzten Woche sah man selten in Grevens Umgebung. Von Tag zu Tag wurden es mehr. Ob mit Kinderwagen oder Rollator, alleine oder mit der ganzen Familie: Begeisterung für die Bewegung in der Natur bei besten Wetterbedingungen war allenthalben zu spüren. „Die Ansprache ihrer Mitglieder durch die vielen Sportvereine, die sich an der Aktion beteiligten, sowie der Aufruf zur Mund zu Mund Propaganda in der Mitte der Woche hat viel zum Erfolg der Aktion beigetragen“, ist sich der Leiter des Stadtsportverbandes, Werner Jacobs, sicher.

Und was ist mit den Spenden für die Tafeln? Werden sie jetzt gekürzt, wo doch die Kilometer nicht erreicht wurden? „Davon kann gar keine Rede sein“, versichert Birgit Mulder von der Volksbank in Greven. „Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir mit unserer Unterstützung sowohl einen Beitrag für die Gesundheit und den Zusammenhalt der Bürger in Greven leisten konnten als auch den Tafeln in Greven und Reckenfeld in ihrer wichtigen Arbeit zur Seite stehen können.“ Auch Andreas Liedmeyer vom Lions Club Steinfurt wischt gleich alle Sorgen weg „‘We serve‘ ist unser Motto und dazu stehen wir, insbesondere bei solch einer schönen Idee.“

Viele Gewinner

„Greven gemeinsam um die ganze Welt“ zeigte sehr gut, dass Breiten- und Spitzensport zusammen funktionieren können. Da war beispielsweise das Ehepaar Gerdemann, dass es sich nicht nehmen ließ, sogar täglich mit dem Rollator zwei Kilometer zu laufen, um zur Weltumrundung beizutragen. Oder Familie Stückmann, die extra einen Weg zur Eisdiele unternahm. Dazu viele Menschen, die die Aktion zum Anlass nahmen, gewohnte Wege zu verlassen und Grevens Umland neu für sich zu entdecken.

Aber auch die Sportler hatten ihren Platz. Einige legten mehr als 100 Kilometer in der Woche rennend zurück. Zwei von ihnen, Matthias Kütz und Martin Scharf, Triathleten des TVE Greven, absolvierten am Sonntag sogar noch einen kompletten Marathon. Dadurch fühlte sich auch Mickie Krause herausgefordert, der am Tag zuvor von der Aktion gehört hatte, und trug mit einem Halbmarathon und einer persönlichen Spende für die Tafeln zum Erfolg bei.

Besonders „eilig“ hatte es Finn Ponick (Jahrgang 2003), der neben vielen anderen Läufen mit zehn Kilometern in einer persönlichen Trainingsbestzeit von unter 34 Minuten der Initiative sportlichen Glanz verlieh.

Am Ende haben die Tafeln und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeder auf seine/ihre Weise von der Aktion gewonnen.

Die Gewinner der von den Grevener Sportvereinen ausgelobten Preise werden in den nächsten Tagen benachrichtigt. Sie dürfen in der Reihenfolge der Auslosung aus den verfügbaren Preisen auswählen, um auch hier bestmöglich auf die individuellen Vorlieben eingehen zu können.

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