4:2: Der SC Greven 09 holt gegen Westfalenligist Kinderhaus den Kreispokal
„Ein Finale muss unglaublich sein“

Greven -

Damit war im Vorfeld nicht unbedingt zu rechnen. Im Kreispokalendspiel setzte sich am Samstag Außenseiter SC Greven 09 durch. Gegen den zwei klassen höher angesiedelten Westfalenligisten Kinderhaus gewann die Mannschaft von Mirsad Celebic mit 4:2. 300 Zuschauer erlebten in Mecklenbeck ein packendes und bis zum Schluss spannendes Finale.

Montag, 31.08.2020, 09:56 Uhr aktualisiert: 31.08.2020, 10:00 Uhr
Im Kreispokalendspiel der Saison 19/20 bezwingt der SC Greven 09 Westfalia Kinderhaus mit 4:2.
Im Kreispokalendspiel der Saison 19/20 bezwingt der SC Greven 09 Westfalia Kinderhaus mit 4:2. Foto: WN

Als der DJ in der Mecklenbecker Egelshove die Höllenglocken läuten ließ, hätte man eigentlich Bescheid wissen müssen. Dass ein Kreispokalendspiel mit „Hells Bells“ als Einlaufmusik nur eines aus der Hard-Rock-Abteilung werden konnte. Und eins mit krachendem Schlussakkord: Bezirksligist Greven 09 schlägt das zwei Klassen höher spielende Westfalia Kinderhaus mit 4:2 (0:1) – unglaublich! „Naja“, schmunzelt Mirsad Celebic im Trubel der Siegerehrung, „ein Finale muss ja auch ein bisschen unglaublich sein.“ Grevens Trainer erweist sich eher als stiller Genießer, während 300 Fans noch nach Atem ringen.

Dass ihnen die Luft knapp werden würde, ist lange nicht abzusehen. Nullneun in ungewohnter Außenseiter-Rolle – und so läuft das hier zunächst auch: Kinderhaus übernimmt das Kommando. Greven hält kernig dagegen. Jedoch Nick Rensing in der 41. Minute nicht vom Kopfball ab. Auf der Linie hauen sie ihn sich irgendwie auch noch selbst rein. Ein ganz komisches Tor. Aber ein überfälliges zu diesem Zeitpunkt.

Gegenüber bekommt Johannes Mennemeyer zwar die erste 09-Chance (43.). Aber der Favorit führt und dominiert zur Pause – was soll da schon passieren? Denken viele. Einzig Peter Lakenbrink, der nach seiner erneuten Knieverletzung bereits das Karriereende fürchtete und an diesem Samstag dann doch wieder im Kader steht, prognostiziert im Vorbeigehen den Ausgleich: „50. Minute!“ Wie konnte der Mann so falsch liegen? Es ist die 51.! Aus dem Halbfeld fliegt das Ding herein, die Kinderhauser behindern sich gegenseitig, ihr Keeper lässt flutschen – und Mo Seye verputzt die Reste. Es steht 1:1!

Der SC Greven 09 sorgt im Pokal-Finale gehen Westfalia Kinderhaus für eine faustdicke Überraschung.

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  • Im Kreispokalendspiel der Saison 19/20 bezwingt der SC Greven 09 Westfalia Kinderhaus mit 4:2.

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Kleine Randgeschichte in all dem Getümmel: Orakel Lakenbrink feiert in der Schlussphase übrigens tatsächlich sein Comeback. Erst mal jedoch wechselt Celebic Patrick Fechtel ein – der plötzlich eine verwegene Idee hat: Eckball Nullneun, Fechtel bringt sie flach in den Rückraum statt hoch in den Sechzehner. Emre Kücükosman ahnt das – und dann: Potzblitz, Donnerlittchen, was für ein Knallfrosch aus 25 Metern! Wie an der Schnur gezogen donnert die Murmel in den Winkel (57.).

Das Spiel ist spätestens damit dramaturgisch natürlich auf dem Weg nach ganz oben. Allerdings noch längst nicht auf dem Höhepunkt: Zunächst schlägt die Mannschaft von Marcel Pielage zurück, als Jonas Kreutzer den Abpraller der gefühlt 77. nicht geklärten Ecke zum 2:2 über die Linie murkst (64.).

Und dann, wieder fast im Gegenzug, ein langer Grevener Hafer, ein Laufduell, der enteilende Fechtel mit großer Judo-Wurfwertung niedergestreckt – unstrittig, dass das Elfmeter geben muss. Und gratis dazu: die ewige Diskussion um Sinn oder Unsinn der Doppelbestrafung.

Schiri Paul Dost zeigt nicht nur auf den Punkt, sondern Leon Niehues auch noch Rot wegen Notbremse. Kücükosman versenkt, der SC 09 damit ein Tor und einen Mann vorne. Und, unabhängig von allen Kuriositäten und Unwägbarkeiten dieses Kicks, inzwischen mit einer fabelhaften Leistung. Die per Konter veredelt wird: Fechtel vollstreckt zum 4:2 (87.). Greven 09 ist erstmals in seiner Vereins-Historie Kreispokalsieger.

 

SC Greven 09: Dömer - Kraus, Mennemeyer, Averbeck, Krasenbrink (65. Herting) - Rüschenschulte (51. Fechtel), Seye, Lakenbrink, Golparvari, Liszka, Kücücosman (90. Berges).

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