Heimspiel gegen SK Mühlheim / Ziel ist der Klassenerhalt
SCR-Erste schlägt ein neues Vereinskapitel auf

Reckenfeld -

Seit 40 Jahren wird in Reckenfeld gekegelt – jetzt aber erstmals in der zweiten Bundesliga. Das wird ein spannendes Abenteuer für die SCR-Kegler.

Freitag, 11.09.2020, 17:11 Uhr aktualisiert: 11.09.2020, 17:20 Uhr
Mannschaftsführer André Ahlers hofft auf einen erfolgreichen Start in die Saison.
Mannschaftsführer André Ahlers hofft auf einen erfolgreichen Start in die Saison. Foto: Frank Reinker

Das Fieber steigt, die Vorfreude ist riesig: Seit 40 Jahren wird beim SC Reckenfeld gekegelt, nun rollt die erste Bundesliga-Kugel. Mit einem Heimspiel gegen SK Mülheim beginnt am heutigen Samstag (14 Uhr) für den SCR ein neues sportliches Kapitel.

Mit den neuen Spielern der KSG Tecklenburger Land ist zwar neben dem Zweitliga-Startrecht auch reichlich Bundesliga-Erfahrung nach Reckenfeld gewechselt. Gleichwohl bleiben vor dem Saisonauftakt viele Fragezeichen: Bringen die Bahnen am Wittlerdamm den im Kegelsport so wichtigen Heimvorteil? Was sind die Ergebnisse der Vorbereitung wert? Und wie ist die Konkurrenz aufgestellt?

„Ich hoffe, dass wir in dieser Saison nicht wieder gegen den Abstieg spielen, sondern das gesicherte Mittelfeld erreichen“, sagt Mannschaftssprecher André Ahlers . In der abgelaufenen Saison kämpften die Tecklenburger in den Playdowns um den Klassenerhalt – bis die Saison coronabedingt vor dem letzten Abstiegsrundenspiel abgebrochen wurde und der Verband entschied, dass es keinen sportlichen Absteiger geben wird. Dadurch ist die 2. Bundesliga Nord nun auf elf Teams angewachsen, von denen vier am Ende runter müssen. Platz sieben lautet also das Minimalziel – keine leichte Aufgabe. Denn natürlich fehlt so manchem Neu-Reckenfelder noch ein wenig Stabilität auf der neuen Heimstätte.

Ein gelungener Saisonstart könnte hier natürlich Sicherheit bringen – zumal Auftaktgegner Mülheim voraussichtlich eher zum Kreis der Abstiegskandidaten zu zählen ist. Große Zuversicht zieht Ahlers aus der Tatsache, dass der Kader durch die Fusion breiter geworden ist: Mit Michael Reisch , der im Sommer vom KSC Laer wieder nach Reckenfeld gewechselt ist, hat man einen etablierten Zweitligaspieler dazu gewonnen. Und auch SCR-Youngster Jonas Müller soll fest zum Stamm der Ersten gehören. „Er kann sicher von unserer Erfahrung auch auswärts viel lernen“, sagt Ahlers.

Und wer weiß: Mit Björn van Raalte und Udo Reinker hat der SCR noch zwei weitere Spieler in der Hinterhand, die über Jahre stets zu den Top-Scorern in der Westfalenliga zählten – der eine oder andere Zweitliga-Einsatz ist auch ihnen zuzutrauen. Als echte Verstärkung war eigentlich auch Stephan Rolfes fest eingeplant. Er wird allerdings aus gesundheitlichen Gründen bis auf Weiteres aussetzen.

Neben Ahlers, Müller und Reisch werden am heutigen Samstag Stefan Lampe, Dieter Stumpe und Michael Schlüter für den SCR ins Rennen gehen. André Verlemann und Bundesliga-Rekordspieler Werner Schmedt setzen aus. Die Reckenfelder hoffen natürlich auf ein erfolgreiches Debüt in der zweiten Bundesliga.

  • Samstag, 14 Uhr, Sportanlage Wittlerdamm, Reckenfeld.

Wer das Heimspiel der ersten SCR-Mannschaft gegen Mühlheim heute nicht vor Ort mitverfolgen möchte, kann dennoch live dabei sein. Die Partien in der zweiten Bundesliga werden live gestreamt und sind auf der Internet-Plattform sportdeutschland.tv zu finden.

So erhält die erste Bundesliga-Partie der Reckenfelder auch einen besonderen medialen Glanz.

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