Golf: 8. Eagles Krimi-Golf-Cup beim GC Aldruper Heide
Liefers liefert für 37 000 Euro

Gimbte -

er Eagles Krimi-Golf-Cup machte schon zum achten Mal Station beim GC Aldruper Heide. Einen Tag zuvor hatten die Organisatoren zum Charity-Dinner nach Münster eingeladen. Müde, aber erfolgreich machten sich die Protagonisten einen Tag später auf die Runde. Bei der Veranstaltung für den wohltätigen Zweck kamen erneut gut 100 000 Euro für den Kampf gegen Kinder-Demenz zusammen

Dienstag, 22.09.2020, 23:09 Uhr aktualisiert: 23.09.2020, 12:12 Uhr
Werner Schulze-Erdel (li.) und Jan Josef Liefers mit Maske – Reinhard Werner kommt ohne aus..
Werner Schulze-Erdel (li.) und Jan Josef Liefers mit Maske – Reinhard Werner kommt ohne aus.. Foto: Martin Weßeling

Ok, so ein bisschen angeditscht sah Werner Schulze-Erdel dann schon aus. Kein Wunder, denn nachdem alle organisatorische Arbeit für den achten Eagles Krimi-Cup auf der Anlage des GC Aldruper Heide getan war, ging es am Montag darum, das Charity-Dinner im Hotel Mövenpick in Münster aktiv zu begleiten. Und – nicht weniger anstrengend – die Stimmung im Backstage-Bereich über Stunden hochzuhalten. Was nach eigenem Bekunden auch gelang. So war es letztendlich kein Wunder, dass sich Schulze-Erdel und seine Mitstreiter Jan Josef Liefers und Co. einen Tag später hinter dicken Sonnenbrillen verschanzt hatten und vor Beginn des Golf-Turniers erst einmal einen kräftigen Schluck aus der Kaffee-Tasse nehmen mussten.

Aber was soll´s – der Einsatz hat sich offenbar gelohnt – wieder einmal. „Im vergangenen Jahr sind 100 000 Euro für die NCL-Stiftung zusammengekommen. In diesem Jahr dürften die Zahlen ähnlich positiv ausfallen. „So ganz genau wissen wir es noch nicht. Wir warten noch auf die letzten Schecks. Aber damit hatten wir auf jeden Fall gar nicht gerechnet. Ich wäre in diesem besonderen Jahr auch mit der Hälfte zufrieden gewesen“, freute sich Schulze-Erdel und strahlte mit der wärmenden Sonne auf der Anlage des GC dann doch um die Wette – dem Schlafmangel zum Trotz.

Einen Löwenanteil der Summe, die dem Kampf gegen die Kinder-Demenz zugute kommt, spielten übrigens Jan Josef Liefers und seine Frau Anna Loos ein. Beziehungsweise – sie werden es noch tun. Ein Musik begeisterter Altenberger lässt sich ein Wohnzimmerkonzert mit Liefers und Loos immerhin 37 000 Euro kosten. Kein geringer und zudem wohltätiger Betrag, zumal die Anfahrtskosten ja gering ausfallen dürften.

Entsprechend gut gelaunt entließen die beiden Haupt-Organisatoren 140 mal mehr, mal weniger bekannte Gesichter nach einer kurzen Begrüßung auf die Runde. Einer von ihnen war Heiner Brand. Als Spieler war der Handballer 1978 Weltmeister geworden, als Trainer holte der Mann mit dem Walrossbart (gestern in jugendlich gestutzter Form) 2009 den Titel nach Deutschland. Nun, mit 68, macht der Gummersbacher immer noch den Eindruck, als könne er den heimischen Handballfreunden komplette 60 Minuten lang in Abwehr und Angriff weiterhelfen.

Und eigentlich hätte Brand auch Zeit – jedenfalls demnächst. In der abgelaufenen Saison hatte der Experte gut 30 Handball-Spiele für den Bezahlsender Sky kommentiert. In der kommenden werden es nur noch zehn sein, zudem hält Brand ein paar Vorträge zum Thema Teambuilding. Danach ist Schluss – der Ruhestand wartet. „Der Rücken macht ja auch nicht mehr so mit“, schmunzelte Brand am Rande des Turniers.

Na ja, für eine gute Golfrunde dürfte es schon noch reichen. Und für ein paar Minuten im Dress der Reckenfelder Handballfreunde wohl auch noch.

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