Landesliga: SC Greven 09
Die Uhren auf Null gestellt

Greven -

Mit großen Hoffnungen starten die Handballdamen es SC Greven 09 in die neue Saison.

Freitag, 02.10.2020, 20:24 Uhr aktualisiert: 04.10.2020, 13:00 Uhr
Kim Kleimeier
Kim Kleimeier Foto: Heidrun Riese

Bei den Landesliga-Handballerinnen des SC Greven 09 stehen die Zeichen auf Neuanfang. Nicht nur, weil nach zehn Jahren unter der Regie von Bogdan Oana mit Miriam und Daniel Geers ein Trainer-Ehepaar übernommen hat. Dank des großen Kaders dürfen die Personalsorgen der Vorsaison zu den Akten gelegt werden. Außerdem haben die 09-Damen einen Staffelwechsel vollzogen, spielen jetzt in der Landesliga 3 und wollen dort nach Möglichkeit oben angreifen.

Wie es dazu kommt, dass die Grevenerinnen mit einem riesigen Kader in die neue Saison starten? Julia Hufelschulte, die ihre aktive Laufbahn beendet hat, ist der einzige Name, der von der Liste gestrichen werden musste. Dafür kehren Sabrina Krechting und Jana Werning aus der Babypause zurück, Katharina Stüwe folgt im Dezember. Außerdem gibt es mit Alina Socha, die ihr Handwerk beim SCG gelernt und zuletzt bei der ISV gespielt hat, sowie Gina Meinke zwei Neuzugänge. Letztere kommt vom SV Grün-Weiß Schwerin, wo die Rückraumspielerin mit der A-Jugend in der Bundesliga unterwegs war.

Dass die Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung bei mindestens 14 Spielerinnen, meistens aber bei 18 bis 19 lag, hat auch damit zu tun, dass es 2020/21 keine zweite Mannschaft gibt. Daniel Geers zeigt sich zufrieden mit Zuverlässigkeit und Einsatz seiner Schützlinge: „Sie waren von Anfang an regelmäßig beim Training. Da hatte die lange Pause auch ihren Vorteil, denn alle hatten tierisch Bock, sind immer noch hoch motiviert und freuen sich darauf, dass es bald wieder losgeht.“

Mit großem Ehrgeiz rechnet der 09-Coach aber auch bei den anderen zehn Mannschaften in der Staffel, die ebenfalls dem Spielbetrieb entgegenfiebern. Als besonders stark schätzt er den SC Münster 08 ein. „Da sind einige gute Spielerinnen dazu gekommen, unter anderem Anne Klostermann von der ISV“, weiß Daniel Geers. Auf der Karte hat er auch den TB Burgsteinfurt. „Gegen die Mannschaft zu spielen, kann ganz schön unangenehm sein. Und das ist auch noch unser erster Gegner.“

In der hiesigen Handball-Szene kennt sich das neue Trainer-Duo aber nicht nur deshalb so gut aus, weil beide über langjährige Erfahrung an der Seitenlinie verfügen. Zuletzt coachten Miriam und Daniel Geers die Damen des SC Hörstel sowie die Herren-Reserve des HC Ibbenbüren, waren davor auch im Jugendbereich tätig. Außerdem sind sie schon seit vielen Jahren als Schiedsrichter aktiv und kommen so herum - außer in dieser Saison, da pausiert das Ehepaar an der Pfeife und konzentriert sich voll und ganz auf die 09-Damen.

Mit denen ging es Anfang Juni in die Vorbereitung, in den ersten Wochen auf dem Sportplatz. Dort trainierten die Grevenerinnen vor allem Kondition und Kraft. „Wobei die Spielerinnen konditionell schon recht fit waren“, freut sich Daniel Geers. „Sie haben die Corona-Zeit zum Laufen genutzt.“

Seit die 09-Damen regelmäßig in die Halle dürfen, standen auch einige Trainingsspiele auf dem Programm, zum Beispiel gegen die Bezirksliga-Frauen von Falke Saerbeck.

Übrigens bleiben den Grevenerinnen lange Fahrten erspart. „Wir haben eine sehr ortsnahe Staffel erwischt“, berichtet Daniel Geers. „Die weiteste Fahrt ist nach Recke.“

Dass es 2020/2021 außergewöhnlich viele Absteiger geben wird, stört Daniel Geers übrigens nicht. „Wir haben sowieso nicht vor, unten drin zu stehen.“

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