Bezirksliga: Greven 09 feiert gegen Germania Hauenhorst den zweiten 4:0-Sieg in Folge
Magisches Dreieck und noch mehr

Greven -

Die Gäste machen phasenweise ganz gut mit - die Nullneuner aber die Tore.

Montag, 19.10.2020, 11:00 Uhr
Vier Tage nach dem Debüt gab‘s gleich die Torpremiere für Jeremy Bohmert (l.). Und einen weiteren 4:0-Sieg seiner Nullneuner.
Vier Tage nach dem Debüt gab‘s gleich die Torpremiere für Jeremy Bohmert (l.). Und einen weiteren 4:0-Sieg seiner Nullneuner. Foto: Stefan Bamberg

Das „magische Dreieck“ – Bundesliga-Fans der 90er werden sich erinnern – wurden sie genannt. Krassimir Balakow , Giovane Elber und Fredi Bobic, die legendäre Offensiv-Abteilung des VfB Stuttgart – die in einer Zeit, da sich deutscher Fußball hauptsächlich durch Kraft, Krawumm und Remmidemmi definierte, die Finesse in die Stadien brachte. Was das, 25 Jahre später, mit Greven 09 gegen Germania Hauenhorst zu tun hat? Sehr berechtigte Frage an sich. Doch in der 52. Minute dieses Bezirksliga-Aufeinandertreffens, da weht in der Tat ein Hauch von magischem Dreieck durch die Schöneflieth. Als nämlich Emre Kücükosman einen Steilpass spielt. Genau durch die Gasse, an deren Ende Peter Lakenbrink bereits wartet – und den Ball dann in die Mitte legt. Vielleicht auf Verdacht, wahrscheinlicher jedoch in dem Wissen, dass Daniel Golparvari dort stehen würde. Golparvari – Tor! Drei perfekte Aktionen, passenderweise zum dreinull und an einem Sonntag mit drei Punkten. Die Zahlen stimmen weiterhin beim SC Greven 09, der sogar noch einen nachlegte und mit 4:0 triumphierte. Das magische Dreieck und noch mehr, was Trainer Mirsad Celebic „mega zufrieden“ im Nieselregen zurückließ.

Dabei war es auch diesmal nicht so, dass es gar keine Luft nach oben mehr gäbe. Nein, nach gerade mal 120 Sekunden hätte sich dieser Sonntagnachmittag in eine andere Richtung entwickeln können – auf der rechten Abwehrseite ließen sich die Nullneuner da erst tunneln, dann auch noch überlaufen: Hauenhorsts Jan-Niklas Krause jagte die sich daraus ergebende Großchance letztlich aber in die Wolken.

Doch insgesamt gewinnt man natürlich selten durch pures Glück 4:0 – im Gegenteil, die Gastgeber entwickelten nach leichten Startschwierigkeiten schon sehr viele gute eigene Ideen. Und sie profitierten zudem von den schlechten des Gegners: Dessen Versuch einer Abseitsfalle in der neunten Minuten ziemlich kurios scheiterte, Golparvari nutzte das zum 1:0. Und dessen Hintermannschaft nach einer Viertelstunde geradezu ein kleines Event daraus machte, das Leder gemeinschaftlich zu vertrödeln – so lange, bis der A-Jugendliche Jeremy Bohmert nun wirklich nicht mehr vorbeischießen konnte. 2:0, vier Tage nach der Pflichtspiel- gleich die Tor-Premiere für Bohmert.

Von diesem Zeitpunkt an ist diese Partie – die wieder rund 100 Maskierte verfolgen – eigentlich fix erzählt: Die Gäste machen phasenweise ganz gut mit – die Nullneuner aber die Tore: Erst, wie gesagt, Golparvari das dritte. Schließlich Mike Liszka das vierte (63.). Luca Dömer hält zwischendurch Munzur Bezgincans Foulelfmeter (55.). Kurz: „Hat Spaß gemacht“, findet Celebic.

Dem eingangs erwähnten magischen Dreieck blieben – bis auf einen DFB-Pokalsieg 1997 – die ganz großen Erfolge übrigens verwehrt. Daran wollen die 09er sich natürlich nicht orientieren. Hauenhorst-Coach Daniel Kamping jedenfalls meint dazu: „Es würde mich nicht wundern, wenn Greven nächste Saison eine Liga höher spielt.“

SC 09: Dömer – Kraus, Averbeck, Krasenbrink, Qorai – Wolberg – Liszka , Golparvari, Kücükosman, Bohmert – P. Lakenbrink.

Wer 4:0 gewinnt, hat in der Regel gute Laune. So auch 09-Trainer Mirsad Celebic nach der Partie gegen Hauenhorst.

 

Mirsad, fallen Ihnen nach dem 4:0 noch Verbesserungsvorschläge ein?

 

Mirsad Celebic: Natürlich bin ich mega zufrieden, das war ein richtig gutes Spiel. Es war die richtige Mischung aus Spaß und Leidenschaft. Vor allem hat mir gefallen, wie wir trotz der 2:0-Pausenführung auch in der zweiten Halbzeit motiviert und strukturiert weiter gespielt haben.

 

Anzumerken wären vielleicht aber die zwei, drei Unachtsamkeiten in der Anfangsphase...

 

Celebic: Ganz fehlerfrei – das geht nun mal nicht.

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