Neue Corona-Schutzverordnung: Wie Sportvereine mit dem Stillstand umgehen
Bewegung ohne Begegnung

Greven -

Wie reagieren die Vereine? Zwei Beispiele.

Dienstag, 01.12.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 09:45 Uhr
Fitnessan
Fitnessan Foto: LSB NRW

Die gängigen Online-Tools eigenen sich längst nicht nur für Konferenzen. Auch Sportvereine haben Zoom, Teams und Co. längst für ihre Zwecke entdeckt, um die Zeit des sportlichen Stillstandes zu überbrücken. Denn mit an diesem Dienstag in Kraft getretenen Corona-Schutzverordnung ist nun auch amtlich, was in der vergangenen Woche verkündet worden ist: Amateursport bleibt weiterhin untersagt.

Und wie reagieren die Vereine? Zwei Bespiele. Der TVE hat eine Corona-Challenge ins Leben gerufen und dazu 20 Ideen für persönlichen Herausforderungen auf seiner Homepage veröffentlicht. „Auf die Flossen, fertig, los“, heißt es beispielsweise beim Pinguinlauf. 100 Meter sind mit Schwimmflossen an den Füßen so schnell wie möglich zurückzulegen.

Die Frage, der wer der Pinguin-Champion wird, können die Teilnehmer beantworten, indem sie Bilder und Videos ihrer persönlichen Challenge an den TVE senden. Dort freut man sich auf die Beiträge und verspricht überdies eine Auszeichnung. Wer seine Leistungen mitteilt, dem winkt als Anerkennung ein Funktionsshirt. Die TVE-Corona-Challagene läuft noch bis zum 20. Dezember.

Ebenfalls auf die neue Situation eingestellt hat sich die DJK. Dort finden weiterhin Fitnesskurse statt. Komplett online und live. Übungsleiterinnen des Vereins laden Tag für Tag zu unterschiedlichen Fitnessprogrammen ein. An diesem Dienstag (1. Dezember) startet um 18.45 Uhr ein Rücken-fit-Programm. Mittwoch (19 Uhr) heißt das Angebot „Fitworkx“, Donnerstag steht um 8.10 Uhr Pilates auf dem Stundenplan, außerdem am Abend (18.45 Uhr) Pi-Ta-Bo. Dass sich von Woche zu Woche immer mehr Sportler zuschalten, freut Abteilungsleiterin Silke Löbbert. Bis kurz vor dem Fest wollen sie und ihr Team Mitglieder in Bewegung bringen. Auch ohne direkte Begegnung.

Initiativen wie diese sieht der Landessportbund gerne. Der LSB unterstützt seine zum Stillstand verdonnerten Vereine, veröffentlicht Praxis-Beispiele, gibt Tipps und finanzielle Mittel. Denn: Ein Ende des Lockdowns scheint nicht in Sicht und Alternativen gefragter denn je.

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