Interview zur Vereinsfusion zwischen TVE und DJK Greven
Starke Stimme für den Sport

Greven -

Die Auftaktveranstaltung zur geplanten Vereins-Fusion zwischen TVE und DJK Greven war ein echter Erfolg. Gut 150 interessierte Grevener Sportler nutzten die Chance Infos aus ersten Hand über den geplanten Zusammenschluss zu sammeln.

Mittwoch, 10.02.2021, 11:00 Uhr
Gut gelaunt präsentieren sich Paula Windau und Stephan Bothe im Gespräch zur geplanten Vereins-Fusion zwischen TVE und DJK. Die Auftaktveranstaltung war schon mal ein Erfolg.
Gut gelaunt präsentieren sich Paula Windau und Stephan Bothe im Gespräch zur geplanten Vereins-Fusion zwischen TVE und DJK. Die Auftaktveranstaltung war schon mal ein Erfolg. Foto: Martin Weßeling

Bestens gelaunt waren Paula Windau ( TVE Greven ) und Stephan Bothe (DJK BW Greven), auch wenn das aktuelle Schnee-Chaos die Dinge des täglichen Lebens in Greven aktuell einschränkt. Dafür nutzten die beiden Sport-Funktionäre die Gelegenheit, über den Stand der Dinge in Sachen Vereins-Fusion zu berichten.

Die Online-Auftakt-Veranstaltung zum Zusammenschluss von TVE und DJK war ein durchaus beeindruckender Erfolg. Gut 150 interessierte Grevener Sportler nahmen daran teil. Gab es ein entsprechendes Feedback?

Stephan Bothe: Das Ganze ist wirklich gut gelaufen. Ich habe das als eine gute Auftakt-Veranstaltung wahrgenommen. Es lief einfach sehr unkompliziert ab, die Grevener hatten einen einfachen Zugang und mussten nicht extra ins Auto steigen, um daran teilzunehmen.

Paula Windau: Außerdem konnten wir so ja die Chance nutzen, die Leute viel besser mitzunehmen und am Fusions-Prozess zu beteiligen. Wir haben viele Fragen beantwortet, es hat sich eine rege Diskussion entwickelt. Das war sehr positiv für alle Beteiligten.

Welche Fragen brennen denn besonders unter den Nägeln?

Stephan Bothe: Generell ist die Stimmung schon sehr positiv und in Teilen auch euphorisch. Natürlich spielen die Beiträge bei solchen Gesprächen immer eine Rolle. Aber auch Fragen nach dem Vereinsnamen, der Identität oder der Tradition. Solche Dinge sollen ja nicht untergehen, sondern auch weitergeführt werden.

Paula Windau: Wir hatten ja extra eine große Fragerunde eingeplant. Und es war schon erstaunlich, wie sehr sich einige Mitglieder im Vorfeld mit der Fusion beschäftigt hatten. Da gab es die Frage, ob juristisch auch alles abgeklärt sei, wie es um die Finanzen beider Vereine stünde. Zum Glück konnten wir alle Fragen beantworten. Und ja, juristisch und finanziell ist alles geklärt.

Gab es kritische Stimmen, eventuell von außerhalb? Oder Ängste kleinerer Vereine?

Stephan Bothe: Es tauchten natürlich Fragen auf. Das ist ja auch ganz normal. Letztendlich wollen wir aber mit allen Vereinen zusammenarbeiten und den Sport in Greven generell nach vorne bringen. Es geht darum, als Partner wahrgenommen zu werden. Kleinere Vereine haben diesbezüglich nichts zu befürchten. Ich glaube eher, sie können davon profitieren.

Paula Windau: Es ist eher so, dass ein größerer Verein die Chance hat, den Sport generell nach vorne zu bringen. Eine starke Stimme hat auch gegenüber der Politik und der Verwaltung ein höheres Gewicht. Diese stärkere Stimme wird auch gut für andere Vereine in Greven sein. Wenn wir konkrete Dinge wie etwa eine neue Sporthalle planen wollen, haben doch alle Grevener Sportler etwas davon.

Viele Gedanken ranken sich um eine weitere Professionalisierung des künftigen Großvereins. . .

Paula Windau: Ja, natürlich. Aber Professionalisierung heißt ja nicht, weniger Ehrenamt und mehr Anonymität. Das Gemeinschaftsgefühl soll ja erhalten bleiben. Aber auf der anderen Seite muss es beispielsweise mit der Digitalisierung weitergehen. Hier sind wir ja jetzt schon auf einem guten gemeinsamen Weg.

Stephan Bothe: Es ist ja logisch, dass sich in den Strukturen etwas ändern muss. Wir planen mit einem Präsidium und einem Vorstand, der sich um das Tagesgeschäft kümmert. Das werden wir auch nicht nur mit ehrenamtlichen Mitarbeitern realisieren können. Da ist mehr nötig, um den ganzen Verwaltungsaufwand zu leisten. Auf der anderen Seite wird es – trotz oder mit mehr Professionalität – nach wie vor möglich sein, mit seinen Mannschaftskameraden zusammenzusitzen oder Menschen aus dem Verein zu treffen. Das ist ja eine zentrale Aufgabe, diese Dinge zu ermöglichen, wenn es die Pandemielage zulässt.

Der Start ist gemacht. Wie geht es nun weiter auf dem Weg zur Vereins-Fusion?

Paula Windau: Es wird regelmäßig weitere Online-Veranstaltungen geben, in denen einzelne Themen angesprochen und diskutiert werden. Entscheiden über die Fusion werden dann die Mitglieder.

Stephan Bothe: Angedacht sind regelmäßige Sitzungen zu einzelnen Themenbereichen. Nach einem Impulsvortrag wird es dann die Gelegenheit zu intensiven Gesprächen geben. Zudem sind auch Klausur-Tagungen geplant, um den Zusammenschluss vorbereiten zu können. Aktuell ist das ja nur online möglich, aber grundsätzlich werden wir Präsenztreffen ermöglichen, sobald es geht.

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