Gronau
Welche Farbe triumphiert – Grün oder Blau?

Freitag, 24.08.2007, 21:08 Uhr

-kvb-
Gronau-Epe.
Egal, wo und wen man fragt – überall nur Schulterzucken oder Kopfschütteln. An eine ähnliche Konstellation kann sich weder bei Vorwärts Epe noch beim FC Epe jemand erinnern. „Nein, das hat es mit Sicherheit noch nicht gegeben“, sagt beispielsweise Bernd Heming , 1. Vorsitzender des FC Epe. Gleich drei Mal treffen die beiden Ortsrivalen am Sonntag in drei verschiedenen Klassen aufeinander: Den Auftakt machen um 11 Uhr die Kreisliga-Damen am Wolbertshof. Um 12 Uhr treffen sich die beiden 2. Herren-Mannschaften in den Bülten zum A-Liga-Duell, und um 15 Uhr steigt wiederum am Wolbertshof der Höhepunkt des Derby-Sonntags, wenn in der Bezirksliga die 1. Herren-Mannschaften von Vorwärts und FC Epe zum alten Klassiker auflaufen. Und als würde das nicht reichen, stehen am Samstag auch noch fünf Eper Jugend-Derbys auf dem Spielplan.

„Diese Konstellation ist schon sehr kurios“, findet Hans van Schelve, 1. Vorsitzender von Vorwärts Epe, der dem geballten Derby-Vergleich einen großen Reiz bescheinigt. „Das ist schon sehr attraktiv und spannend“, hofft er auf eine stattliche Kulisse bei allen drei Spielen. Bei seinem Kollegen vom FC Epe hält sich die Begeisterung über das Derby-Triple allerdings in Grenzen. „Ich hätte das lieber auf mehrere Spieltage verteilt gesehen, denn so verkommt das Duell der beiden Reserve-Teams doch zum Vorspiel“, ärgert er sich ein wenig. Noch drastischer äußert sich Vorwärts Epes Damen-Trainer Richard Falkenberg : „Das ist Schwachsinn. Dieser Sonntag ist einfach zu voll gepackt mit tollen Spielen.“

Nichtsdestotrotz fiebern natürlich alle Fans – egal ob im grün-weißen oder im blau-weißen Lager – dem Dreifach-Derby entgegen, geht es doch für alle Teams um wichtige Punkte. So wird sich im Bezirksliga-Duell zeigen, welche Eper Mannschaft – beide sammelten bislang sieben Punkte – momentan die Nase vorn hat und auf Tuchfühlung zur Spitze bleiben kann. „Die Grün-Weißen sind derzeit vielleicht einen Tacken stärker“, sieht FCE-Coach Marco Jedlicka, dessen Truppe im Vorjahr beide Derbys verlor, die Favoritenrolle wieder eher bei den Gastgebern. „Denn wir sind leistungsmäßig noch längst nicht da, wo wir hinwollen. In der Vorbereitung haben einige geschludert – dafür bekommen wir jetzt die Quittung.“ Doch auch bei Vorwärts stottert der Motor noch. „Wir haben zu wenig Punkte eingefahren und müssen uns steigern, wenn wir FC Epe schlagen wollen“, weiß Spielertrainer Robbert Weegerink.

Um wichtige Punkte für den Klassenerhalt geht es im Eper A-Liga-Vergleich in den Bülten. Durch den 1:0-Sieg im Nachholspiel in Wüllen ist die FCE-Reserve mit sechs Punkten am Ortsrivalen (4) vorbeigezogen. Und auch für das Derby sieht Vorwärts-Co-Trainer Gerd Meyer die Blau-Weißen im Vorteil. „Die haben die eingespieltere Mannschaft“, findet er. Doch der Ausfall von Thomas Kottig (Rotsperre) wiegt sicherlich schwer bei den Gastgebern.

Eindeutig ist die Rollenverteilung im Damen-Duell. „Alles andere als ein klarer Sieg des FC Epe wäre eine Überraschung“, meint Richard Falkenberg, dessen Team noch sieglos ist. Und seine Trainer-Kollegin aus den Bülten, Iris Däbritz, kann da nicht widersprechen.

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