Gronau
Kühlen Kopf in Nervenschlacht bewahrt

Dienstag, 25.09.2007, 06:09 Uhr

Gronau-Epe. Freud und Leid teilten sich die Volleyball-Teams des TV Westfalia Epe am vergangenen Wochenende. Während die Herren in der Verbandsliga nach einem etwas glücklichen 3:2 (21:25, 25:19, 25:18, 19:25, 15:13)-Sieg gegen Mitaufsteiger TV Eichen-Kreuztal weiter auf der Erfolgswelle schwimmen und in diesem Jahr in Meisterschaftsspielen immer noch ungeschlagen sind, mussten die TVE-Damen gegen den TV Emsdetten eine nicht unerwartete 0:3-Niederlage hinnehmen.

Die TVE-Herren hatten in ihrem Heimspiel mehr mit sich selber als mit dem Gegner zu kämpfen. Insbesondere das Stellspiel erwies sich als viel zu unpräzise. So war es kein Wunder, dass Epes Außenangreifer es während des gesamten Spielverlaufs nicht schafften, die Siegerländer konsequent unter Druck zu setzen. Wenn die Gastgeber zu Punkten kamen, dann nur über Bernd Himmelberg auf der Mittelblockerposition und Diagonalangreifer Rimco Schrijer. Schon im ersten Satz fand Zuspieler Sebastian Förster auch aufgrund einer ungewohnt unpräzisen Annahme nicht die richtige Länge in seinen Pässen. Die Folge war mangelnder Angriffsdruck auf Eper Seite. Die Gäste hingegen schafften es immer wieder, ihre Angriffe ins Ziel zu bringen, und gewannen den ersten Satz. Im zweiten Durchgang reagierte Trainer Martin Förster und setzte Epes stärkste Blockspieler gegen Kreuztals Punktesammler aus dem ersten Satz. Der TVE spielte zwar weiterhin fast völlig ohne Außenangriff, aber da der Block den Gegner zu Fehlern zwang, gewann man die Sätze zwei und drei verdient mit 25:19 und 25:18. Mitte des vierten Durchgangs zeigten sich die Eperaner dann von ihrer schlechtesten Seite. Nervös und mit unglaublicher Eigenfehlerquote gaben sie das Heft wieder aus der Hand und verloren mit 19:25. Also musste der Tie-Break die Entscheidung bringen. Der TVE erwischte den besseren Start, verteidigte einen hauchdünnen Vorsprung bis zum Spielende und gewann die Nervenschlacht nach über zwei Stunden Spielzeit durch ein 15:13 mit 3:2.

Für die TVE-Damen sah es im ersten Satz gegen Emsdetten gar nicht so schlecht aus. Zwar verschlief das Team von Trainer Johann Booying den Start und lag mit 1:7 zurück, konnte sich aber im Verlauf des Satzes steigern und kämpfte sich Punkt für Punkt an den Gegner heran. Beim Stand von 23:22 erspielte sich der TVE sogar die Führung. Dennoch musste der Durchgang nach vergebenen Satzbällen mit 27:29 abgegeben werden. Dass die Chance zum Satzgewinn gegen den Konkurrenten aus der Vorsaison vergeben wurde, war Gift für die Moral der Eperanerinnen. Im nächsten Spielabschnitt fehlte der letzte Biss, um gegen den starken Gegner mithalten zu können. Nach den beiden Niederlagen in der Aufstiegssaison zeigte sich der TV Emsdetten auch diesmal in allen Belangen eine Spur abgeklärter und setzte sich im zweiten Satz mit 25:20 durch. Ohne den rechten Glauben an eine Wende zeigten sich die Eperanerinnen auch im dritten Satz. Der Versuch, mit neuen Spielerinnen frischen Wind in die Partie zu bringen, blieb erfolglos. Aufgrund der vielen Eigenfehler und durch mangelnde Abgeklärtheit verlor Epe diesen Spielabschnitt klar mit 17:25. „Spielentscheidend war der Verlust des ersten Satzes. Ein Erfolgserlebnis gegen den Angstgegner hätte uns bestimmt zusätzliche Motivation und Sicherheit gebracht“, ärgerte sich Johann Booying. Mit zwei Niederlagen aus drei Spielen hat Epe zwar keinen berauschenden Saisonstart erwischt, kann seine Liga-Tauglichkeit aber in den nächsten Begegnungen gegen schwächere Gegner unter Beweis stellen.

Auch bei den Zweitvertretungen des TV Westfalia Epe gab es Gewinner und Verlierer. Die Herren-Reserve holte gegen Ibbenbüren kampflos zwei Punkte, die 2. Damen-Mannschaft musste sich stark ersatzgeschwächt gegen den TSC Münster 3 mit 0:3 geschlagen geben.

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