Gronau
Sprüchen folgen keine Taten

Montag, 11.02.2008, 19:02 Uhr

Gronau . Wenn sich nicht schnellstens etwas ändert, können die Vorwärts-Handballer bald wieder für die Kreisliga planen. Seit dem 17. November hat der Bezirksliga-Aufsteiger nicht mehr gepunktet, selbst gegen die Kellerkinder reicht es zurzeit nicht. Nach der Heimniederlage gegen das damalige Schlusslicht Reckenfeld/Greven vor zwei Wochen kehrten die Blau-Weißen jetzt auch vom Tabellendrittletzten TV Emsdetten 3 mit einer Niederlage (21:26) heim. Gegen wen sollen denn die zum Klassenerhalt benötigten Punkte gewonnen werden?

Tatsache ist, dass die Gronauer im Moment nicht zu der Form finden, die sie in der ersten Hälfte der Hinrunde ins sichere Tabellenmittelfeld katapultiert hat. Und Verletzungspech hin oder her – die Einstellung stimmt derzeit nicht. „Der Wille ist zwar da“, heißt es stets vor dem Anpfiff. Doch mit Spielbeginn entlarven sich diese Äußerungen als reine Lippenbekenntnisse, denen auf dem Parkett keine Taten folgen.

Nicht anders war es am Sonntag in Emsdetten . Dass Daniel Haarhuis und Sebastian Bingang angeschlagen in die Partie gingen, darf zwar erwähnt, aber nicht als Ausrede genommen werden. Immerhin zeigte sich Teamsprecher Jürgen Lammers selbstkritisch: „So schlecht darf sich eine Bezirksligatruppe nicht präsentieren.“

Emsdetten legte von Beginn an vor und ging mit 3:0 in Führung. Ein Zwischenspurt zur Gronauer 5:3-Führung entpuppte sich rasch als Strohfeuer. Die Vorwärtsler wirkten verunsichert, zeigten ein ideenloses, ungeduldiges und unkonzentriertes Angriffsspiel, dass nur zu einem weiteren Tor bis zur Pause führte. Emsdetten hatte leichtes Spiel und lag beim Seitenwechsel 11:6 in Front.

Alle Versuchte von Jo Fortkamp (er vertrat Trainer Wolfgang Westhoff), das Team auf mehr Einsatz einzuschwören, fielen nicht auf fruchtbaren Boden. Es reichte bei weitem nicht, Emsdetten ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Zwar verkürzten die Gronauer immer wieder mal ihren Rückstand, doch nur Minuten später hatte Emsdetten das wieder korrigiert. Was den Jutestädtern nicht schwer fiel, denn auch die Vorwärts-Abwehr wurde immer schwächer und ließ ihren Keeper Jochen Seifert immer öfter im Stich.

Fortkamp wechselte noch durch, um seinen Akteuren auch die nötigen Pausen zu geben, aber es nützte alles nichts: Ein Erfolgserlebnis lag für die Gronauer am Sonntag in unerreichbarer Ferne. Näher ist ihnen nun nur die Kreisliga.

Emsdetten siegte nämlich nicht nur vollkommen verdient, sondern hätte bei Punktegleichstand am Saisonende auch noch den Vorteil des besseren Abschneidens im direkten Vergleich. Die Vorwärtsler stecken mittendrin im Abstiegskampf und müssen sich gewaltig steigern, wollen sie die Bezirksligazugehörigkeit nicht gleich wieder verlieren.

Es spielten: J. Seifert (Tor), G. Wölke, S. Kiefer (je 5), J. Lammers (4/2), D. Haarhuis (3), F. Bingang (2), L. Ludewig, B. Schlünsen (je 1), N. Portheine, A. Cordes, C. Portheine, K. Kallabis, M. Mersmann.

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