Gronau
„Hintertür“ Halbfinale bleibt geschlossen

Montag, 21.07.2008, 07:07 Uhr

Gronau . Die Trainer im Vorfeld sind sich (fast) alle einig: Der neue Modus ohne Halbfinale scheint der richtige zu sein. Nur ein Coach fällt aus der Reihe. „Ich finde es schade, dass auf die Halbfinals und damit den Reiz des K.o.-Charakters verzichtet wird“, meint Arminia Gronaus Übungsleiter Uwe Göbel . Das scheint wenig verwunderlich, schließlich gehen seine Jungs bei der heute beginnenden elften Auflage um den Volksbank-Sommer-Cup als Titelverteidiger ins Rennen. Wäre es schon im Vorjahr nach dem neuen Modus gegangen, die Arminen hätten als Vorrundendritter das Finale knapp verpasst. So aber konnten sie durch die „Hintertür“ Halbfinale doch noch zum ersten Mal in der Geschichte des Cups die begehrte Trophäe einheimsen.

Der Startschuss für die Fußball-Stadtmeisterschaft fällt heute um 18 Uhr im Spechtholtshook, wenn Gastgeber SG Gronau auf den haushohen Favoriten Vorwärts Epe trifft. „Ich erwarte, dass wir uns gut präsentieren“, fordert SG-Spielertrainer Carsten Minich Wiedergutmachung. Denn ausgerechnet im Vorjahr, als die Spielgemeinschaft Gastgeber der Endrunde war, patzten die Schwarz-Weißen, wurden nur enttäuschender Gruppenfünfter. „Vielleicht gelingt uns dieses Mal ja eine positive Überraschung“, hofft Minich.

Gegner Vorwärts Epe ist sich seiner Favoritenstellung bewusst. „Wir sind in die Landesliga aufgestiegen. Da müssen wir diese Rolle annehmen“, erklärt Co-Trainer Dirk Werenbeck , der den neuen Modus ebenfalls begrüßt. „Ich sehe das ähnlich wie Marco Jedlicka im Vorjahr.“ Der Ex-Trainer vom FC Epe hatte die verkürzte Spielzeit im Halbfinale moniert und sich maßlos darüber geärgert, dass sich so jede Mannschaft „locker hinten reinstellen kann“.

„Es kann sich jetzt keiner mehr durchmogeln“, behauptet Dirk Werenbeck und erwartet, dass seine Mannschaft ihre Klasse beweist. „Wer jetzt Stadtmeister wird, der hat es sich auch ganz sicher verdient“, lobt Werenbeck den Modus.

Um 19.45 Uhr greift heute auch der amtierende Titelverteidiger ins Geschehen ein. Arminia trifft auf den Gronauer Konkurrenten Vorwärts. Exakt die Partie, mit der die Vorrunde im vergangenen Jahr abgeschlossen wurde. Damals endete der Vergleich 3:0 für die Gelb-Schwarzen, für die Jörg Renner, Dennis Overbeeke und Sascha Herbst (Eigentor) trafen. Nun darf gespannt beobachtet werden, wie die Vorwärtsler den Versuch mit der Viererkette umsetzen. Ähnliches versuchte auch Uwe Göbel schon einmal mit den Arminen, nahm dann aber wieder davon Abstand.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/561562?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35322%2F715252%2F715258%2F
Umleitung an der Weseler Straße
Das Unternehmen Brillux – hier ein Archivbild – will am Samstag eine Brücke über die Weseler Straße einschwenken.  
Nachrichten-Ticker